Tumulte nach Mordurteil im Ludwigsburger Raserprozess; Handgreiflichkeiten zwischen Opfer- und Täterfamilien; Polizei trennt Beteiligte, eine Verletzte im Krankenhaus; Justizbeamte schützen Familien; Urteil signalisiert Abschreckung für Szene.
Ludwigsburger Raserprozess: Tumulte zwischen Familien – Handgreiflichkeiten nach Urteil im Raserprozess - Landkreis Ludwigsburg Likely publishing date: 2026-04-07
Ludwigsburger RaserprozessTumulte zwischen Familien – Handgreiflichkeiten nach Urteil im Raserprozess
Nach der rund zweistündigen Urteilsverkündung lagen die Nerven offenbar krank. Zwei Frauen schlagen zu, die Schwester der verstorbenen Selin muss ins Krankenhaus.
Während derUrteilsverkündung im Raserprozess von Ludwigsburgzeigte sich die ganze Bandbreite menschlicher Emotionen: Applaus, Tränen und ungläubiges Stöhnen – bis hin zuGewalt.
Nach der Urteilsverkündung, als die Menschenmenge aus Reportern, Angehörigen der Opfer, Angehörigen der Angeklagten und Prozessbeobachtern den Wartebereich langsam verließ, kam es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung. Laut Fatih Zingal, dem Anwalt der Familie der verstorbenen Selin, soll die Mutter des zu lebenslanger Haft verurteilten Hauptangeklagten auf seine Mandanten zugegangen sein und Selins Schwester als „Hure“ bezeichnet haben. Daraus entwickelte sich offenbar ein Handgemenge, bei dem auch Schläge gefallen sein sollen.
Lautes Geschrei und Tränen im Vorraum des Gerichtssaals waren die Folge. Mehrere Justizbeamte eilten herbei, bahnten sich einen Weg durch die Menge und trennten die Beteiligten. „Selins Schwester hat eine Verletzung am Kinn, ich hatte ein Büschel ihrer Haare in der Hand. Ich habe ihr geraten, ins Krankenhaus zu gehen“, sagte Zingal im Gespräch mit dieser Zeitung.
Nachdem alle Beteiligten das Gebäude des Landgerichts verlassen hatten, schützten rund zwei Dutzend Justizbeamte die Familien der Opfer. Kurz darauf trafen rund 30 Polizeikräfte ein, sperrten die Urbanstraße und sorgten dafür, dass alle Prozessbeobachter den Bereich sicher verlassen konnten.
Bereits während der Prozesstage in den vergangenen Monaten war es im Gerichtssaal immer wieder zu Wortgefechten zwischen Angehörigen der Angeklagten und der Opfer gekommen. „Die Familie der Angeklagten hat kein Fingerspitzengefühl und hat immer wieder hereingerufen“, so Zingal.
Anmerkung der Redaktion:Eine Stellungnahme des Landgerichts Stuttgart zu den geschilderten Vorfällen war bis Mittwochnachmittag nicht zu erhalten. Wir werden diese schnellstmöglich nachreichen.
Tumulte zwischen Familien – Handgreiflichkeiten nach Urteil im Raserprozess
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