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  "datePublished": "2026-04-07T18:11:00Z",
  "description": "Lebenslange Haft für Todesraser nach illegalem Autorennen in Ludwigsburg, Mordurteil löst emotionale Reaktionen aus; Verteidigung kündigt Revision an; Urteil soll Signal an Raser-Szene senden, Tumulte nach Urteilsverkündung.",
  "articleBody": "Ludwigsburger Rasermordprozess: „Was bleibt ist der Schmerz“ – Die wichtigsten Reaktionen nach dem Urteil - Landkreis Ludwigsburg\nLikely publishing date: 2026-04-07\n\nLudwigsburger Rasermordprozess„Was bleibt ist der Schmerz“ – Die wichtigsten Reaktionen nach dem Urteil\n\nNach dem Urteil gegen die Todesraser finden der Richter, ein Anwalt, ein Angehöriger und Oberbürgermeister Matthias Knecht emotionale Worte. Die Verteidigung will derweil in Revision.\n\nWieder ist ein Teilnehmer eines illegalen Autorennens wegen Mordes verurteilt worden. DerHauptangeklagte G. muss lebenslang ins Gefängnis, weil er am 20. März 2025 in Folge eines illegalen Rennen mit fast 130 km\n\nh in ein Auto fuhr – zwei Frauen starben bei dem Aufprall.. Sein Bruder, der das zweite Auto des tödlichen Rennens fuhr, wurde ebenfalls hart bestraft: 13 Jahre Haft – unter anderem wegen versuchten Mordes.\n\nFür die Angehörigen ist das Urteil eine Erleichterung, für die Verteidigung ein Grund, in Revision zu gehen. Den aus Sicht des Gerichts bestehenden Tötungsvorsatz wollen sie nicht hinnehmen. Die wichtigsten Stimmen nach der Urteilsverkündung:\n\n1. Norbert Winkelmann, Vorsitzender Richter\n\nWährend der rund zweistündigen Urteilsbegründung richtete der Vorsitzende Richter Norbert Winkelmann auch persönliche Worte an die Hinterbliebenen: „Ihr Verlust kann nicht ausgeglichen werden, das Urteil kann Ihnen aber die Aufarbeitung erleichtern.“\n\nEr appellierte an die Familien der verstorbenen Merve und Selin: „Vergessen Sie bei aller Schuld der Angeklagten nicht, dass sie ihr Bedauern ausgedrückt haben. Vielleicht hilft das, abzuschließen und Ihr Leben weiterzuführen.“\n\nZugleich kritisierte er scharf die Angriffe auf die Familien in der vergangenen Woche.Im Internet sind diese verurteilt und verunglimpft worden, weil sie Geld von den Angeklagten angenommen hatten, um Kosten wie die Beerdigung, die nicht stattgefundene Hochzeit Merves sowie Lohnausfälle zu begleichen. Solche Zahlungen seien üblich und kein „Freikaufen“. Die moralische Einmischung im Internet sei nicht zu akzeptieren – die Familien hätten seine Unterstützung.\n\n2. Benan Ergün, Cousin der verstorbenen Selin\n\n„Für diese Tat gibt es kein gerechtes Urteil“, sagt Benan Ergün über die Strafe für den Mörder seiner Cousine. Dennoch sei eine Last von ihm und seiner Familie abgefallen. „Jetzt können wir uns voll und ganz auf die Trauer konzentrieren.“\n\nGanz überraschend kommt das harte Urteil für ihn nicht. „Wir wussten, dass der Vorsitzende Richter Norbert Winkelmann durchaus harte Urteile spricht.“ Die Familien der verstorbenen Selin und Merve seien zufrieden mit der Arbeit der Justiz. Alle Details der Tat seien beachtet und besprochen worden, kein Aspekt sei ausgelassen worden.\n\n3. Fatih Zingal, Anwalt der Familie von Selin\n\n„Das Urteil ist konsequent, damit hat der Rechtsstaat gezeigt, dass er Menschenleben schützt“, sagt Fatih Zingal, Anwalt der Nebenklage. Es sei ein Urteil, das sich die Angehörigen gewünscht hätten und das klare Grenzen ziehe, welches Verhalten die Gesellschaft nicht toleriere. „Und zwar hemmungslose Rücksichtslosigkeit.“\n\nRaserin ganz Deutschland müssten spüren und sehen, dass ein solches Verhalten juristische Konsequenzen habe.Dieses Signal habe die Kammer heute ausgesendet. „Was nun noch bleibt, ist der Schmerz.“\n\n4. Thomas Mende, Verteidiger des Hauptangeklagten G.\n\nNach der Urteilsverkündung im Ludwigsburger Raserprozess stellte Verteidiger Thomas Mende noch einmal die zentrale Frage heraus. In den vergangenen 15 Verhandlungstagen habe man intensiv geprüft, „ob ein bedingter Tötungsvorsatz bei diesem Verkehrsunfall seitens meines Mandanten gegeben war oder nicht“.\n\nEntscheidend sei, ob der Angeklagte den Tod anderer tatsächlich „billigend in Kauf“ genommen habe – oder ob es sich um bewusste Fahrlässigkeit handele. In diesem Fall hätte ein deutlich geringerer Strafrahmen gegolten, etwa beim „illegalen Autorennen mit Todesfolge“.\n\nIllegales Autorennen in LudwigburgNach Tod zweier junger Frauen: Mordurteil im Raserprozess\n\nMit Blick auf das Urteil sprach Mende von einer „tragischen Folge“ für seinen Mandanten, da die Annahme von Vorsatz zwangsläufig „lebenslänglich“ bedeute. Nun wolle man abwarten, „wie das Gericht argumentiert“, sobald die schriftlichen Urteilsgründe vorliegen. Erst dann könne geprüft werden, ob die Entscheidung Bestand habe.\n\nKlar ist für Mende aber schon jetzt: Eine Überprüfung durch den Bundesgerichtshof werde man „sicherlich anstreben“.\n\n5. Timur Lutfullin, Pressesprecher desLandgerichtStuttgart\n\nTimur Lutfullin ordnete das Urteil ein und wandte sich zugleich gegen Mythen, die vor allem in sozialen Netzwerken kursieren: „Diejenigen, die im Internet schreiben, nach drei Jahren kommt er eh wieder frei – das ist Mumpitz.“ Tatsächlich bedeute lebenslang, dass „mindestens 15 Jahre“ verbüßt werden müssten, bevor überhaupt eine Aussetzung zur Bewährung geprüft werden könne.\n\nZur Urteilsbegründung fasste er zusammen: Aus Sicht des Gerichts hätten die Angeklagten gewusst, „dass ihr Verhalten gefährlich ist, zum Tod führen kann“, und dennoch gehandelt, um „dieses Rennen zu gewinnen“. Daraus habe sich der bedingte Tötungsvorsatz ergeben, verbunden mit Mordmerkmalen wie „niedrige Beweggründe“ und dem Einsatz eines „gemeingefährlichen Mittels“. Die beiden getöteten Frauen hätten „überhaupt keine Chance“ gehabt, da das Fahrzeug mit massiv überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sei.\n\n6. Matthias Knecht, Oberbürgermeister vonLudwigsburg\n\nOberbürgermeister Matthias Knecht zeigte sich nach dem Urteil weiterhin tief erschüttert über die Tat. „Ich bin nach wie vor tief bestürzt über diese furchtbare Tat“, erklärte er und verwies auf den schweren Verlust der beiden jungen Frauen Merve und Selin.\n\nDas Urteil könne den Familien „hoffentlich bei der Bewältigung und Verarbeitung ihrer Trauer helfen“, auch wenn es ihre Töchter nicht zurückbringe. Zugleich betonte Knecht, dass die Verantwortlichen nun zur Rechenschaft gezogen worden seien und das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft gefolgt sei.\n\nDer Fall habe die Stadt Ludwigsburg nachhaltig bewegt. Er schlussfolgert: Autorennen dürften „niemals gefeiert“, sondern müssten klar geächtet werden.\n\nIn Ludwigsburg sterben bei einem Raserunfall zwei junge Frauen. Der Verursacher muss lebenslang in Haft. Die Angehörigen der Opfer reagieren emotional.\n\n„Was bleibt ist der Schmerz“ – Die wichtigsten Reaktionen nach dem Urteil\n\nLudwigsburger RaserprozessTumulte zwischen Familien – Handgreiflichkeiten nach Urteil im Raserprozess\n\nLudwigsburgNeuer Fall: Serie brennender Mülltonnen reißt nicht ab\n\nMordurteil im RaserprozessRichter: „Ihr Traumauto wurde zum Alptraumauto“\n\nLudwigsburger RaserprozessZwei junge Frauen tot: Hohe Strafen sind ein starkes Signal an die Szene\n\nNeue WohnformKlein, aber kein Tiny House: So sehen die neuen Kompakthäuser aus\n\nUnfall bei MundelsheimAutofahrer bremst plötzlich ab – Motorradfahrer bei Unfall schwer verletzt\n\nFund in Vaihingen an der EnzAnalyse des Fläschchens mit „Polonium 210“-Aufschrift dauert noch eine Woche\n\nRaserprozess nach tödlichem UnfallWarum das Urteil zum Ludwigsburger Autorennen schwierig ist\n\nNach der rund zweistündigen Urteilsverkündung lagen die Nerven offenbar blank. Zwei Frauen schlagen zu, die Schwester der verstorbenen Selin muss ins Krankenhaus.\n\nSeit Ende März werden in Ludwigsburg immer wieder Mülltonnen angezündet, teilweise mit heftigen Folgen. Ein neuer Fall zeigt, dass das Phänomen die Kripo zurecht beschäftigt.\n\nIm Fall des tödlichen Raserunfalls in Ludwigsburg ist das Urteil gefallen. Wie hat die Kammer die Fahrt eingestuft?\n\nDas Urteil „lebenslänglich“ im Ludwigsburger Raserprozess wirkt abschreckend. Hoffentlich zeigt es Wirkung, meint Oliver von Schaewen.\n\nIm Vaihinger Stadtteil Ensingen (Kreis Ludwigsburg) entsteht ein neuer Wohnhaustyp, der die Größe zwischen Einfamilienhaus und Tiny House abdeckt. Eindrücke von einem ersten Rundgang.\n\nEin Autofahrer hat bei Mundelsheim plötzlich abgebremst, um auf einen Wanderparkplatz abzubiegen. Ein Motorradfahrer konnte nicht mehr anhalten und fuhr seinem Vordermann auf.\n\nDie Analyse des Fläschchens mit „Polonium 210“-Aufschrift, das in Vaihingen an der Enz gefunden wurde, dauert an. Das Ministerium rechnet nicht vor kommendem Dienstag mit Ergebnissen.\n\nDie Justiz ringt um das richtige Strafmaß: Kann das Urteil zum fatalen Ludwigsburger Autorennen auch ein Signal für künftige Fälle senden?",
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