Tirol trotz steigender öffentlicher Schulden niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung Österreichs, entscheidend durch Entlastung der Gemeinden; Statistik Austria Analyse, Vergleich mit Oberösterreich, Schuldenentwicklung Land und Gemeinden.


Gemeinden federn Tirols Verschuldung ab - tirol.ORF.at Likely publishing date: 2026-04-07

07.04.2026 08.24 Online seit heute, 8.24 Uhr

Gemeinden federn Tirols Verschuldung ab

Seit Jahren gehen die Schulden der öffentlichen Hand in Österreich kontinuierlich nach oben – trotzdem steht Tirol bei der Pro-Kopf-Verschuldung noch am besten da, wenn man Landes- und Gemeindefinanzen gemeinsam betrachtet. Das zeigt eine Analyse von Statistik Austria. Die Gemeinden leisten trotz Finanzdrucks den entscheidenden Beitrag, damit Tirol vor Oberösterreich liegt.

Betrachtet man nur die Verschuldung des Landes, dann hat Tirol eine etwas höhere Pro-Kopf-Verschuldung als Oberösterreich. So kommen auf jede Bewohnerin und jeden Bewohner in Tirol knapp 1.900 Euro an Landesschulden. In Oberösterreich sind es rund 170 Euro weniger, zeigen die Zahlen der Statistik Austria fürs vergangene Jahr.

Nimmt man die Gemeinden dazu, dann hat Tirol dagegen die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung, was das Minus in den öffentlichen Kassen anbelangt. Allerdings haben auch die Gemeinden in Tirol in Summe mit ständig steigenden Schulden zu kämpfen. Hatten alle Gemeinden zusammengezählt vor zehn Jahren gut 550 Millionen Euro an Schulden, so war es im Vorjahr mit deutlich mehr als einer Milliarde Euro schon fast doppelt so viel. Die Schulden des Landes erreichten im Vorjahr fast eineinhalb Milliarden.