Erstmals seit 2017 Schadholz nicht größter Anteil am Holzeinschlag in NRW; Holzeinschlag 2025 erneut gesunken, starker Rückgang Nadelholz, Anstieg Laubholz; Insektenbefall weiterhin Hauptursache für Schadholz.
NRW: Holzeinschlag sinkt 2025 erneut – Schadholz nicht mehr mit größtem Anteil | Landesbetrieb IT.NRW Likely publishing date: 2026-04-08
NRW: Holzeinschlag sinkt 2025 erneut – Schadholz nicht mehr mit größtem Anteil
Holzeinschlag in NRW 2025 bei 2,6 Millionen Kubikmetern.
Anteil des Schadholzes innerhalb eines Jahres fast halbiert.
Insektenbefall mit einem Anteil von 49,7 % weiterhin häufigste Ursache für Schadholz.
Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2025 wurden in Nordrhein-Westfalen insgesamt 2,6 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, entsprach dies einem Rückgang von 16,3 % gegenüber dem Vorjahr. Erstmals seit 2017 stellte Schadholz nicht mehr den größten Anteil am Holzeinschlag. Sein Anteil lag 2025 bei 28,4 % beziehungsweise 0,7 Millionen Kubikmetern. Im Vorjahr hatte er noch 59,5 % betragen.
Holzeinschlag zum vierten Mal in Folge rückläufig
Zwischen 2015 und 2021 war der Holzeinschlag in Nordrhein-Westfalen von 3,4 Millionen auf 19,3 Millionen Kubikmeter im Jahr 2021 gestiegen – dem höchsten Wert der vergangenen zehn Jahre. Seitdem ging die eingeschlagene Holzmenge wieder zurück: 2025 sank der Holzeinschlag im vierten Jahr in Folge und lag mit 2,6 Millionen Kubikmetern 86,6 % unter dem Wert von 2021.
Insektenbefall ist häufigste Ursache für Schadholz
Mit einem Anteil von 49,7 % (366.251 Kubikmeter) war der Befall durchInsekten2025 erneut die häufigste Ursache für das Schadholzaufkommen in den nordrhein-westfälischen Wäldern. Das Jahr 2025 war in NRW insgesamt zu warm und zu trocken. Anhaltende Dürre schwächt die Bäume, da sie bei Wassermangel weniger Abwehrstoffe wie Harz bilden können. Warme Temperaturen begünstigen die Vermehrung von Schädlingen wie des Borkenkäfers, der sich vor allem auf geschwächten Nadelbäumen ausbreitet.
Neben Insekten spielten 2025 auch andere Schadensursachen eine Rolle: 28,2 % des Schadholzes (207.591 Kubikmeter) waren direkt aufTrockenheitzurückzuführen, 9,4 % (69.138 Kubikmeter) aufWind und Sturmsowie 1,0 % (7.012 Kubikmeter) aufSchnee und Duft(Duftbruch bezeichnet durch Raureif verursachte Baumschäden). Im Jahr 2021 zeigte sich noch ein anderes Bild: Damals entfielen 91,8 % des Schadholzes (16,6 Millionen Kubikmeter) auf Insektenbefall. Trockenheit machte 5,8 % (1,0 Millionen Kubikmeter) aus, Wind und Sturm 0,9 % (164.672 Kubikmeter) sowie Schnee und Duft 0,2 % (42.128 Kubikmeter).
Einschlag von Nadelholz gesunken aber von Laubholz gestiegen
Nadelholz machte 2025 mit 58,9 % (1,5 Millionen Kubikmetern) erneut den größten Teil des Holzeinschlags in Nordrhein-Westfalen aus. Gegenüber dem Vorjahr, in dem 2,3 Millionen Kubikmeter Nadelholz eingeschlagen wurden, sank die Menge um 32,6 %. Beim Laubholz zeigte sich dagegen eine gegenläufige Entwicklung: Hier stieg die Menge um 28,1 % von 832.724 Kubikmetern im Jahr 2024 auf 1,1 Millionen Kubikmeter im Jahr 2025.
Der Landesbetrieb IT.NRW ist derzentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)
Jahresergebnisse zur Holzeinschlagsstatistik finden Sie in derLandesdatenbank NRW.
- Düsseldorf, den 08. April 2026
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