Unbekannte Mini-Insel im Weddellmeer/Antarktis von 93-köpfigem Expeditionsteam mit Eisbrecher Polarstern entdeckt; erstmals kartiert, offizielle Benennung läuft; Navigationsprobleme durch fehlende Eintragung, Bedeutung für Seekarten.


Lummerland im EismeerForscher entdecken unbekannte Mini-Insel in der Antarktis Likely publishing date: 2026-04-08

Lummerland im EismeerForscher entdecken unbekannte Mini-Insel in der Antarktis

Ein Expeditionsteam entdeckt im Weddellmeer in der Antarktis eine bislang unbekannte Insel. Sie misst nur etwa 130 mal 50 Meter und wird nun genau kartiert. Das Eiland soll nun auch einen offiziellen Namen erhalten.

In “Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer” von Michael Ende (1929-1995) heißt es:“Lummerland war nur sehr klein. Es war sogar außerordentlich klein im Vergleich zu anderen Ländern wie zum Beispiel Deutschland oder Afrika oder China. Es war ungefähr doppelt so groß wie unsere Wohnung und bestand zum größten Teil aus einem Berg mit zwei Gipfeln, einem hohen und einem, der etwas niedriger war.”

Ein 93-köpfiges internationales Expeditionsteam ist im Februar auf eine ähnlich kleine Insel wie das imaginäre Lummerland gestoßen. Die Forscher entdeckten das Eiland an Bord des Eisbrechers Polarstern des Alfred-Wegener-Instituts, die das nordwestliche Weddellmeer in derAntarktisdurchfährt.

In dieser Schlüsselregion für globale Meeresströmungen standen der Ausstrom von Eis und Wasser aus dem Larsen-Schelfeis-Gebiet sowie der erstaunliche Meereis-Rückgang der letzten Jahre im Fokus.

Plötzlich taucht eine Insel aus dem Nichts auf

Als wegen der rauen Wetterbedingungen die Forschungsarbeiten unterbrochen werden mussten, um im Windschatten von Joinville Island Schutz zu suchen, wurden Wissenschaft und Schiffscrew von dem plötzlichen Auftauchen einer Insel überrascht, die zuvor auf den vorhandenen Seekarten lediglich als Gefahrenzone verzeichnet war.

„Auf unserem Weg war in der Seekarte ein Gebiet mit unerforschten Gefahren für die Navigation eingezeichnet, von dem nicht klar war, worum es sich handelt und woher die Information stammte“, berichtet Simon Dreutter aus der Bathymetrie am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI).

„Ein Eisberg, der irgendwie dreckig aussah“

Als Fachmann für Unterwasserkartierungen weckte dies seine Neugier. „Ich habe im Bathymetrielabor alles an Küstenlinien durchforstet, was wir hier so haben und bin zurück auf die Brücke. Beim Blick aus dem Fenster haben wir dann einen ‚Eisberg‘ gesehen, der irgendwie dreckig aussah.“

Bei näherer Betrachtung sei klar geworden, dass es sich dabei vermutlich um Fels handelt. Daraufhin hätte die Crew den Kurs geändert und sei in die Richtung gefahren. „Und dann wurde zunehmend deutlich, dass wir eine Insel vor uns haben.“

Bis auf 150 Meter herangefahren

Die Nautiker auf der Brücke fuhren die Polarstern vorsichtig an die Insel heran, immer mit mindestens 50 Metern Wasser unter dem Kiel. So konnte sich der Eisbrecher ihr bis auf 150 Meter nähern, umrundete sie und vermaß den Meeresboden mit dem bordeigenen Fächerecholot.

Außerdem wurde eine Drohne eingesetzt und die Bilddaten wurden ausgewertet, um ein Höhenmodell sowie ein Luftbild zu bekommen, um damit die Küstenlinien einzumessen. Auf diese Weise wurde die Insel das erste Mal systematisch vermessen und erfasst.

Das Ergebnis: Die Insel ist etwa 130 Meter lang, 50 Meter breit (also etwas länger als die Polarstern mit ihren 118 Metern und etwa doppelt so breit) und ragt ungefähr 16 Meter aus dem Wasser.

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Als Gefahrenzone in Seekarten eingezeichnet

Warum die Insel als Gefahrenzone in der Seekarte, aber nicht als Küstenlinie in anderen Datensätzen eingezeichnet ist und warum die verzeichnete Position in der Seekarte etwa eine Seemeile neben der tatsächlichen Position liegt, ist den Fachleuten unklar.

Auf den untersuchten Satellitenbildern ließ sich die Insel wegen ihrer Eis-Auflage kaum von den Eisbergen unterscheiden, die in der unmittelbaren Umgebung zahlreich umhertreiben.

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Jetzt wird ein Name für das neue Eiland gesucht

Da es keine offizielle internationale namentliche Eintragung der Insel gibt, gilt es jetzt, den offiziellen Benennungsprozess für eine solche Entdeckung zu durchlaufen. Damit hat Boris Dorschel-Herr, Leiter der AWI-Bathymetrie und ebenfalls an Bord der Polarstern, schon Erfahrungen.

Im Jahr 2014 hatten er und sein Team dafür gesorgt, dass zwei Unterwasserberge auf den Seekarten des Südatlantiks und des Weddellmeers eingezeichnet wurden. Die genaue Position der Insel wird das Team mit Abschluss des Namensgebungsprozesses veröffentlichen und auch dafür sorgen, dass die Information auch in die internationalen Seekarten und andere wichtige Datensätze eingefügt werden.

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