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  "datePublished": "2026-04-08T09:17:00Z",
  "description": "Griechisch-orthodoxe Gemeinde Leonberg betont zu Ostern Buße, Solidarität, Verzeihen wichtiger als Fasten; Traditionen lebendig, auch bei Kindern; Osterfeiern mit Majiritsa, Tsoureki, Versöhnung unter Verfeindeten im Mittelpunkt.",
  "articleBody": "Griechisch-Orthodoxe  in Leonberg: „Esst lieber Fleisch, aber lästert nicht“ – Was zu Ostern wirklich zählt - Landkreis Böblingen\nLikely publishing date: 2026-04-08\n\nGriechisch-Orthodoxe in Leonberg„Esst lieber Fleisch, aber lästert nicht“ – Was zu Ostern wirklich zählt\n\nFür Zehntausende in der Region ist es das größte Fest des Jahres, auch in Leonberg. Ein Pater hebt die eigentliche Botschaft hervor: Buße, Solidarität und Verzeihen.\n\nRund 50 000 griechischstämmige Menschen leben in der Großregion Stuttgart. Für die meisten von ihnen sind diese Tage ganz besonders:Osternsteht vor der Tür, in der griechisch-orthodoxen Kirche das größte Fest, noch vor Weihnachten. Dieses Jahr findet das griechische Osterfest eine Woche später nach dem deutschen statt, steht also unmittelbar vor der Tür.\n\nTheodoros Papadopoulos ist gebürtiger Leonberger mit griechischen Wurzeln. Er singt in einem Kirchenchor im Stuttgarter Westen. „Wir singen von Palmsonntag bis Ostersonntag jeden Tag“, berichtet er. „Denn jeden Tag gibt es eine andere Thematik.“\n\nChristos Charissis hält auch inLeonbergan den griechischen Traditionen fest\n\nNicht nur Papadopoulos ist stolz, dass für die meisten seiner Landsleute die Traditionen von Pas’cha, des orthodoxen Osterfestes, buchstäblich heilig sind. „Die Religion ist neben der Familie und der Heimatliebe eines der Bindeglieder in der griechischen Gesellschaft“, erzählt Christos Charissis, der seit mehr als 40 Jahren in Deutschland lebt. „Gerade für die Griechen im Ausland sind die Traditionen sehr wichtig.“\n\nUnd das längst nicht nur für die Älteren. „Auch viele Kinder wollen unbedingt fasten“, sagt Charissis, der mit einer deutschen Frau verheiratet ist und sich imLeonberger Ausländerbeiratengagiert. 40 Tage dauert die Fastenzeit, in der die Gläubigen auf Fleisch verzichten. „Noch bedeutender sind aber die Themen Buße, Solidarität und das Verzeihen“, sagt Theodoros Papadopoulos. „Wir dürfen nicht schlecht über andere sprechen. Ein Pater hat gesagt: Esst lieber Fleisch, aber lästert nicht über eure Mitmenschen.“\n\nAm Abend des 9. April beginnen in diesem Jahr die Feierlichkeiten, dann ist im orthodoxen Kalender Gründonnerstag. In den größeren Städten nutzen die Griechen andere christliche Kirchen, in Leonberg die Blosenbergkirche. Zwölf Abschnitte aus der Bibel werden vorgelesen. Am Karfreitag, der auf den 10. April fällt, schmücken die Menschen den Epitaph, der den Leib Jesu symbolisiert, mit Blumen. Danach wird er um die Kirche getragen. Die Menschen können drunter durchgehen, um so den Segen zu empfangen. In Leonberg, wo gut 2000 Griechen leben, herrscht immer Hochbetrieb.\n\nReisen zu den SternenGriechenland setzt auf Astrotourismus\n\nHöhepunkt ist die Osternacht am Abend des Karsamstags. Ein Feuer symbolisiert den auferstandenen Erlöser. „Nehmt das Licht“, sagt der Pater zur Gemeinde. Die Menschen feiern mit dem Gruß „Christos Anesti“ (Er ist auferstanden) und der Entgegnung „Alithos Anesti“ (Wahrlich, er ist auferstanden). Die Familien gehen mit einer Kerze nach Hause, die das Licht der Auferstehung symbolisiert. Dort gibt es nach der Fastenzei tdie Majiritsa, eine Suppe aus Innereien, das Osterbrot Tsoureki und das Ostergebäck Kulurakia.\n\nSo richtig gefeiert wird am Ostersonntag, 12. April. „Die Familien und Freunde treffen sich, es wird Lamm gegrillt. Auch hier steht die Zugehörigkeit und die Vergebung im Mittelpunkt“, sagt Theodoros Papadopolous. „Da geben sich auch mal zwei Leute die Hand,die zuvor bitter verfeindet waren.“\n\nVerschnaufpause hat dann auch Pater Vassilios, der in der „großen Woche“, wie die Griechen die Karwoche nennen, pausenlos unterwegs ist. Denn von Feuerbach aus betreut der Geistliche gleich mehrere griechische Gemeinden – von Weil der Stadt über Leonberg bis nach Kornwestheim.\n\nVon wegen nur Sonne satt und herrliche Strände: Griechenland lockt Touristen mit dem Blick auf die Sterne. Bis 2030 sollen landesweit zehn zertifizierte „Dark Sky Parks“ entstehen.\n\n„Esst lieber Fleisch, aber lästert nicht“ – Was zu Ostern wirklich zählt\n\nDrogenprozess in BöblingenWarnung des eigenen Verteidigers: „Es wird Zeit, dass Sie die Kurve kriegen“\n\nAutonomes FahrenBertrandt entwickelt autonomen Minibus – Erster Einsatz schon in diesem Jahr?\n\nLange Kunstnacht in LeonbergJubiläums-„LaKuNa“ verzaubert die Altstadt – was die Nacht besonders macht\n\nBrand in Dagersheim„Ich hab gesagt: Alle raus!“ – Bewohnerin schildert dramatische Szenen\n\nÄrger beim DRK im Kreis BöblingenHartes Durchgreifen stößt manchen auf\n\nEinzelhandel in RutesheimFachkräftemangel: Metzgerei stellt auf Selbstbedienung um\n\nSeelenschmeichler in BöblingenDas Ende war schon besiegelt – jetzt geht’s mit dem Café überraschend weiter\n\nLeonberger kämpft sich zurückVerzweiflung nach Schlaganfall: „Auf den Anblick hat uns keiner vorbereitet“\n\nKreatives Atelier in Gärtringen„Selbstgemachtes kommt gut an“ – Keramikgießen in Gärtringen\n\nEin 20-jähriger Angeklagter dealte mit Marihuana und bekam ansonsten „nichts auf die Reihe“, sagte sogar sein Verteidiger vor dem Böblinger Amtsgericht.\n\nBisher darf das Shuttle noch nicht alleine fahren. Aber irgendwann soll es das tun – und die Menschen vor allem im ländlichen Raum mobiler machen.\n\nDie „LaKuNa“ in Leonberg feiert Geburtstag. An mehr als 20 Stationen zeigen Künstlerinnen und Künstler ihre Werke. Doch das ist noch längst nicht alles.\n\nNach dem Brand in der Mühlgasse in Böblingen-Dagersheim versucht sich die betroffene Familie wieder zu sammeln. Körperlich geht es ihnen gut, doch der Schock sitzt tief.\n\nDer DRK-Kreisgeschäftsführer Wolfgang Hesl polarisiert: Während ihm die Führungsriege ausdrücklich den Rücken stärkt, zeichnen manche Hauptamtliche ein anderes Bild.\n\nSeit Anfang des Jahres bietet die Familie Philippin Fleisch- und Wurstwaren sowie vieles mehr nicht mehr nur an der Theke an: Das SB-Geschäft ist sieben Tage die Woche geöffnet.\n\nDoch kein Aus: Marika Schäfer hat einen Partner gefunden, mit dem sie das Café Seelenschmeichler zusammen weiterführt. Was geplant ist.\n\nEin Busfahrer aus Leonberg fällt nach einem Schlaganfall ins Koma, seine Familie ist in größter Sorge. Ein Schockmoment auf der Intensivstation lässt sie das Schlimmste befürchten.\n\nMeltem Devendran betreibt in Gärtringen den Keramikladen Melon Machine. Dort bietet sie auch kreative Workshops an. Und die sind auch was für Kinder und andere Ungeduldige.",
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