Sonderschau in der Wilhelma zeigt bedrohte Biodiversität Palaus, wissenschaftliche Kooperation mit Palau und San Diego Zoo; Sammlung endemischer Pflanzen; Verbindung durch Augustin Krämer; Umweltbedrohung, internationale Erhaltungsstrategie.
Wilhelma in Stuttgart: Abtauchen in die Inselwelt der Südsee – Sonderschau in Stuttgart - Stuttgart Likely publishing date: 2026-04-08
Wilhelma in StuttgartAbtauchen in die Inselwelt der Südsee – Sonderschau in Stuttgart
Die einzigartigen Inselwelten im Pazifischen Ozean sind weit weg. Doch die Wilhelma gibt jetzt in einer Sonderausstellung einen Einblick in die fragile Schönheit der Südseeinsel Palau.
Die Südsee mit dem Inselstaat Palau ist bekannt für ihre atemberaubende Natur. Doch diese ist zerbrechlich. Warum, das zeigt eine Sonderausstellung in derWilhelmaüber die Küste, die Mangrovenwälder und die tropischen Regenwälder. Palau gehört zurRegion Mikronesien in Ozeanien und liegt unweit der Philippinenim westlichen Pazifik.
Wer nicht 12.000 Kilometer reisen will, um diese Inselwelt zu besuchen, kann sich in der historischen Gewächshauszeile der Wilhelma in einem getrennten Bereich beim Kamelienhaus einen ersten Eindruck von der bedrohten Schönheit der Region machen.
Die Ausstellung gibt Einblicke in die Biodiversität eines der artenreichsten, aber auch fragilsten Inselökosysteme mit Pflanzenarten, die nur dort vorkommen. Sie sind durch den Klimawandel, den steigenden Meeresspiegel, invasive Arten und durch Lebensraumverlust bedroht – insbesondere die Orchideen, von denen in Palau 100 verschiedene Arten nachgewiesen wurden.
Seit 2019 wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Palau und San Diego Zoo
Die Wilhelma arbeitet seit 2019 mit Partnerinstitutionen in Palau und der San Diego Zoo Wildlife Alliance in den USA zusammen, um eine wissenschaftliche Erhaltungssammlung bedrohter und endemischer Pflanzen aufzubauen.
Der Beginn der erfolgreichen internationalen Zusammenarbeit ist auf das persönliche Engagement der Wilhelma-Gärtnerin Jasmin Langhammer zurückzuführen. Sie habe sich beirein privaten Reisen nach Palaufür die Pflanzenwelt des Inselstaates begeistert und später mit Mitarbeitenden des Belau National Museums den Grundstock der Palau-Sammlung in der Wilhelma aufgebaut.
Cannstatter Marinearzt Augustin Krämer war auf Palau
Auch weitere Bezüge zur Insel gibt es: etwa durch den Cannstatter Marinearzt Augustin Krämer. Er ist 1941 inStuttgartverstorben und hat Anfang des 20. Jahrhunderts zwei Jahre in Palau gelebt und die dortige Natur und Kultur in Büchern dokumentiert. „Seine Aufschriebe bilden heute wichtige Quellen zur Geschichte von Palau und sind sogar in die Verfassung des unabhängigen Inselstaates eingeflossen“, so Wihelma-Sprecher Birger Meierjohann.
„Mit der neuen Ausstellung möchten wir die faszinierende Pflanzenwelt Palaus nicht nur präsentieren, sondern auch die komplexen ökologischen Zusammenhänge verständlich machen“, so Björn Schäfer, Leiter des Fachbereichs Botanik in der Wilhelma.Mit der Kombination aus lebenden Pflanzen, wissenschaftlichen Inhalten und Landschaftsdarstellung sollen die Besucherinnen und Besucher für die Bedeutung der einzigartigen Ökosysteme sensibilisiert werden.
Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin betont die übergeordnete Bedeutung des Projekts, den Schutz der Biodiversität als globale Aufgabe, die nur durch internationale Kooperation gelingen könne, bei denen Zoos und Botanische Gärten einen wichtigen Beitrag leisten, „indem sie bedrohte Arten erhalten, erforschen und der Öffentlichkeit zugänglich machen“.
Abtauchen in die Inselwelt der Südsee – Sonderschau in Stuttgart
Ameisen im RosensteinparkWie gefährlich ist die neue invasive Ameisenart in Stuttgart?
Innovative Ideen aus der UniStudierende träumen vom Schwimmen auf Stuttgarts Bahngleisen
Schlosskirche in StuttgartDie neue Königin-Katharina-Orgel ist da – 1384 Pfeifen müssen intoniert werden
Heizen in StuttgartHaus von 1910 in Stuttgart – Wärmepumpe live erleben am Aktionstag
Waffenruhe im IranÖlpreise fallen – in Stuttgart wird der Sprit trotzdem teurer
Wetter in Stuttgart„Zickzackkurs der Temperaturen“ – Hält sich der Frühling?
Stuttgarter InnenstadtKostenlos in Stuttgart: Das erwartet Besucher bei der Street Art
Bahnhof Bad Cannstatt36-Jähriger außer Kontrolle – Zugbegleiter beleidigt und Polizist attackiert
Hauptbahnhof StuttgartMissverständnis endet in Gewalt – 20-Jähriger schlägt auf Reisenden ein
Nach dem Fund von Asiatischen Nadelameisen in Stuttgart: Was das für Spaziergänger im Rosensteinpark bedeutet – und für ihre Hunde.
Wie lässt sich das Gleisareal am Hauptbahnhof gestalten, sobald es stillgelegt ist – ganz ohne neue Baustoffe? Architekturstudierende der Uni Stuttgart haben spannende Visionen.
In Stuttgart ist wertvolle Fracht angekommen: die neue, rund 850.000 Euro teure Königin-Katharina-Orgel der Schlosskirche. Eine Investition in die Musik – auf Jahrzehnte hinaus.
Der Iran-Krieg zeigt die Abhängigkeit von fossiler Energie. In Stuttgart steigt die Nachfrage nach Energieberatung – konkrete Lösungen sind gefragt. Zum Beispiel am 18. April.
Die Waffenruhe im Iran hat einen Preissturz beim Rohöl zur Folge. An Stuttgarter Tankstellen hat das Folgen – aber keine, die Autofahrer freuen dürften.
Der Frühling in Stuttgart zeigt sich launisch: Nach sonnigen 21 Grad am Mittwoch bringt das Wochenende wechselhaftes Wetter. Was dahinter steckt.
Am Samstag, 11. April, verwandelt die City-Initiative die Innenstadt in eine große Bühne. Bei der 9. Street Art rechnet der Veranstalter mit rund 100.000 Menschen.
Am Dienstagnachmittag beleidigt ein 36-Jähriger in einem Regionalzug von Plochingen in Richtung Stuttgart einen Zugbegleiter. In Bad Cannstatt endet für ihn die Fahrt.
In der Nacht auf Mittwoch greift ein 20-Jähriger einen 25-Jährigen an. Zuvor war es wegen eines Missverständnisses zu einem Streit gekommen.