Funde invasiver Asiatischer Nadelameise mit etablierter Kolonie im Stuttgarter Rosensteinpark; Stiche können schmerzhaft, teils allergisch wirken; Behörden planen Eindämmung, Kontaktgefahr für Besucher und Hunde gering. Ameisen im Rosensteinpark: Wie gefährlich ist die neue invasive Ameisenart in Stuttgart? - Stuttgart Likely publishing date: 2026-04-08 Ameisen im RosensteinparkWie gefährlich ist die neue invasive Ameisenart in Stuttgart? Nach dem Fund von Asiatischen Nadelameisen in Stuttgart: Was das für Spaziergänger im Rosensteinpark bedeutet – und für ihre Hunde. Wie kürzlich berichtet, habenForscher zunächst in der Stuttgarter Wilhelma und dann im angrenzenden Rosensteinpark eine neue, invasive Ameisenart gefunden– die Asiatische Nadelameise. Entdeckt wurden nicht nur einzelne Ameisen, sondern eine so genannte „etablierte Kolonie“ mit Nachwuchs, womit man auf eine Ansiedlung imRosensteinparkschließen kann. Was bedeutet das nun aber für Parkbesucher? Vor allem, wenn sie mit Kindern unterwegs sind – oder auch mit Hunden? Ums gleich zu sagen: Es droht keine großeGefahr. Klar ist jedoch, dass es sich bei der Ameise um eine invasive Art handelt, sprich: Sie kann heimische Arten verdrängen. Die Tiere sind schlank, glänzend schwarz und recht schnell. Sie bauen aber keine Hügel. „Die Kolonie, die ich gefunden habe, nistete in Baumrinde, die am Boden lag. Generell nisten die Ameisen aber auch im Boden unter Steinen oder Pflanzenresten“, sagt Brendon Boudinot, Kurator für Ameisen und Wespen am Senckenberg Forschungsinstitut Frankfurt, im Gespräch mit unserer Zeitung. Ameisen überwintern im Stuttgarter Rosensteinpark Für Boudinot steht fest: Die Ameisen leben im Park, sie überwintern hier. Doch was passiert, wenn Parkbesucher auf die Insekten stoßen? „Ich konnte die Ameisen nicht bis zu ihrem Nest verfolgen – und kann daher nicht sagen, wie viele Nester es gibt und wie leicht sie zu finden sind“, sagt der Experte. Aufgrund seiner Erfahrung mit der Ameisensuche erwartet er aber „keine allzu großen Schwierigkeiten“. Er vermutet, dass die Koloniedichte ohnehin gering ist und es eher ein Zufall wäre, diese Ameisenart zu finden. Invasive Art im RosensteinparkBekämpfung der Asiatischen Ameise in Stuttgart – das planen die Behörden Auf die Suche gemacht hatte sich Boudinot, nachdem der Stuttgarter Biologie-Student Max Härtel bei einem Besuch in derWilhelmamit seiner Mutter ungewöhnlich aussehende Ameisen entdeckt und diese mit seinem Kommilitonen David Grunicke als Asiatische Nadelameise, Fachbegriff „Brachyponera chinensis“, identifiziert hatte. Der Experte war daraufhin im angrenzenden Rosensteinpark mit einem Team der Senckenberg Gesellschaft und des NaturkundemuseumsStuttgartunterwegs. Forscher: Stiche der Ameisen in Stuttgart tun weh Anders als heimische Waldameisen besitzen Brachyponera einen funktionsfähigen Stachel: Die Ameise biege ihren Hinterleib nach unten und drücke dann mit ihren Stachelmuskeln den Stachel in die Haut, erklärt Boudinot. „Manchmal beißen Ameisen während des Stechens auch, aber der Biss ist völlig harmlos“, so der Forscher weiter. Das Stechen und Beißen sei eine reine Verteidigungsmaßnahmen der Tiere: „Sie verteidigen ihre Nester aggressiv.“ Doch ist der Stich wirklich gefährlich für Menschen undHunde? Wer die Ameise googelt, stößt teils auf alarmierende Berichte. „Die Stiche sind spürbar schmerzhaft“, sagt Boudinot, „aber nicht extrem.“ An den Stichstellen treten Rötungen und Quaddeln auf. „Laut einem Bericht aus den USA verlaufen die meisten Fälle ähnlich: Es kommt nach dem Stich zu einer Nesselsucht – Uticaria genannt –, die zwei Stunden bis einige Tage anhalten kann.“ Leichtere Stiche riefen möglicherweise keine solchen Reaktionen hervor – „und die Symptome klingen innerhalb einer Stunde ab“. Kontakt von Stuttgarter Spaziergängern mit Ameisen unwahrscheinlich Überhaupt treten nur bei einer Minderheit der gemeldeten Fälle – „also bei etwa acht Prozent“ – Rötungen, Quaddeln und wiederkehrende Schmerzen auf. Die Symptome könnten mehrere Tage bis über eine Woche anhalten. „Mir sind keine noch schwereren Fälle bekannt“, gibt Boudinot Entwarnung. Ausbreitung invasiver AmeiseTapinoma magnum unterhöhlt Gärten in Hessigheim: „Wir werden wahnsinnig“ Spaziergänger werden wohl ohnehin nicht in Kontakt mit den Ameisen kommen. Hunde, die in Büschen schnüffeln, seien eher gefährdet – oder auch Kinder, die auf dem Boden und in Büschen spielen, aus Versehen auf ein Nest stoßen und die Kolonie in Alarmbereitschaft setzen. Da die Besiedlung im Rosensteinpark aber klein ist, besteht auch hier ein sehr geringes Risiko. Trotzdem hat Boudinot eine klare Meinung dazu, wie man mit den Asiatischen Nadelameisen im Rosensteinpark umgehen sollte: „Es wäre deutlich besser, sie zu entfernen, als sie dort zu belassen.“Neben dem Versuch, das Vorkommen der Asiatischen Nadelameise im Park einzudämmen, hält es der Experte auch für sinnvoll, die Überwachung in diesem und in anderen Parks fortzusetzen. Die Asiatische Ameise im Rosensteinpark ist wegen ihrer potenziell allergischen Stiche bekannt. Wird die Population nun bekämpft? Das sagt das Regierungspräsidium Stuttgart. In Hessigheim (Kreis Ludwigsburg) verzweifeln Bewohner an invasiven Ameisen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um den Zustand der Häuser – sondern auch um ihr Wohlbefinden. Wie gefährlich ist die neue invasive Ameisenart in Stuttgart? Innovative Ideen aus der UniStudierende träumen vom Schwimmen auf Stuttgarts Bahngleisen Schlosskirche in StuttgartDie neue Königin-Katharina-Orgel ist da – 1384 Pfeifen müssen intoniert werden Heizen in StuttgartHaus von 1910 in Stuttgart – Wärmepumpe live erleben am Aktionstag Waffenruhe im IranÖlpreise fallen – in Stuttgart wird der Sprit trotzdem teurer Wetter in Stuttgart„Zickzackkurs der Temperaturen“ – Hält sich der Frühling? Stuttgarter InnenstadtKostenlos in Stuttgart: Das erwartet Besucher bei der Street Art Bahnhof Bad Cannstatt36-Jähriger außer Kontrolle – Zugbegleiter beleidigt und Polizist attackiert Hauptbahnhof StuttgartMissverständnis endet in Gewalt – 20-Jähriger schlägt auf Reisenden ein Heuschnupfen-SaisonPollenbelastung in Stuttgart: Birkenflug auf dem Höhepunkt Wie lässt sich das Gleisareal am Hauptbahnhof gestalten, sobald es stillgelegt ist – ganz ohne neue Baustoffe? Architekturstudierende der Uni Stuttgart haben spannende Visionen. In Stuttgart ist wertvolle Fracht angekommen: die neue, rund 850.000 Euro teure Königin-Katharina-Orgel der Schlosskirche. Eine Investition in die Musik – auf Jahrzehnte hinaus. Der Iran-Krieg zeigt die Abhängigkeit von fossiler Energie. In Stuttgart steigt die Nachfrage nach Energieberatung – konkrete Lösungen sind gefragt. Zum Beispiel am 18. April. Die Waffenruhe im Iran hat einen Preissturz beim Rohöl zur Folge. An Stuttgarter Tankstellen hat das Folgen – aber keine, die Autofahrer freuen dürften. Der Frühling in Stuttgart zeigt sich launisch: Nach sonnigen 21 Grad am Mittwoch bringt das Wochenende wechselhaftes Wetter. Was dahinter steckt. Am Samstag, 11. April, verwandelt die City-Initiative die Innenstadt in eine große Bühne. Bei der 9. Street Art rechnet der Veranstalter mit rund 100.000 Menschen. Am Dienstagnachmittag beleidigt ein 36-Jähriger in einem Regionalzug von Plochingen in Richtung Stuttgart einen Zugbegleiter. In Bad Cannstatt endet für ihn die Fahrt. In der Nacht auf Mittwoch greift ein 20-Jähriger einen 25-Jährigen an. Zuvor war es wegen eines Missverständnisses zu einem Streit gekommen. Alarmstufe rot: Der Pollenflug der Birke erreicht in Stuttgart Höchstwerte – und macht Allergikern zu schaffen. So ist die Prognose für die nächsten Tage. --- Source: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ameisen-im-rosensteinpark-wie-gefaehrlich-ist-die-neue-invasive-ameisenart-in-stuttgart.4f37ee06-3585-4d96-b7a1-7de043782992.html Published: 2026-04-08T16:11:00Z Topics: invasive species, animal, public health, newspaper Locations: Iran, Stuttgart, United States, Ludwigsburg, Esslingen