Rewe-Supermarkt eröffnet im Kemnater Zentrum, schließt Nahversorgungslücke nach Netto-Abgang, 16 neue Wohnungen, Demenz-WG, Kita, generationenübergreifendes Wohnkonzept, 30 neue Jobs, lokale Produzenten-Einbindung.


Ostfildern: Supermarkt öffnet im Frühjahr 2027 – Neubau im Kemnater Zentrum wächst - Landkreis Esslingen Likely publishing date: 2026-04-07

OstfildernSupermarkt öffnet im Frühjahr 2027 – Neubau im Kemnater Zentrum wächst

Ein Mehrfamilienhaus mit Kindertagesstätte, Supermarkt und Demenz-WG entsteht in Kemnat. Im Frühjahr 2027 öffnet der Rewe und schließt eine Lücke im Stadtteil.

Auf dieEröffnungdes neuenRewe-Marktes in der Heumadener Straße im Frühjahr 2027 warten die Menschen in Kemnat sehnlichst. Dann wird die Lücke in der Nahvesorgung geschlossen, die der Netto-Discounter hinterlassen hat. In dem Mehrfamilienhaus mit einem Einkaufsmarkt, einer Demenz-WG und einerKindertagesstättefeierte die K & P Unternehmensgruppe kürzlich Richtfest.

Viele Kemnater kommen an dem Gebäude vorbei und schauen neugierig, wie die Arbeiten laufen. Weil die Einzelhändler an einem Strang gezogen und ihr Sortiment erweitert haben, ist die Nahversorgung auch für Ältere sichergestellt. Dennoch ist die Vorfreude auf den neuen Vollsortimenter groß. „Die Arbeiten laufen nach Plan“, bestätigt der Immobilienunternehmer Christian Kerecsényi.

In dem Projekt mit einemSupermarktund 16 Wohnungen unterschiedlicher Größe, der Demenz-WG und der Kindertagesstätte will der Unternehmer „Menschen aller Generationen zusammenbringen.“ Die Bereiche sind in vier Gebäudeteilen voneinander getrennt. Das ist städtebaulich sehr attraktiv. Von den Balkonen und Terrassen haben die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner einen wunderschönen Blick über die Filder und auf die Stuttgarter Höhenlagen.

Das relativ begrenzte Grundstück zu bebauen, war herausfordernd“, sagt Christian Kerecsényi. Beim Blick von den oberen Stockwerken wird deutlich, wie nah die Gärten der Nachbarn an die Gebäudewände angrenzen. Reinhart Kampmann, der Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG)Ostfildern, lobt die Zusammenarbeit mit dem Bauträger.

Mit Kerecsényi und seiner Mutter Katharina hat die SEG auch das Wohn- und Geschäftshaus in der Esslinger Straße 18 in Nellingen realisiert – auch da gibt es neben Wohnungen eine Demenz-WG und den Rossmann-Drogeriemarkt im Untergeschoss. „Wir brauchen Pflegeeinrichtungen“, sagt Kampmann, der den demografischen Wandel als zentrale Aufgabe derStadtentwicklungsieht. Den Mut der Familie Kerecsényi, in solche Projekte zu investieren und sie mit allen Akteuren zu entwickeln, hebt der Chef der SEG hervor.

„Wir brauchen Einrichtungen für die Pflege. Der demografische Wandel ist eine der zentralen Aufgaben in der Stadtentwicklung.“

„Die Demenz-WG und die Kita haben einen gemeinsamen Garten“, sagt Kerecsényi. Damit dieses generationenübergreifende Konzept funktioniert, hat er die künftigen Betreiber in die Pläne einbezogen. „Für Jung und Alt ist das eine große Chance“, findet der Familienvater. Im Ortskern des Stadtteils, in dem 5400 Menschen leben, möchte er mit dem Großprojekt das Miteinander stärken.

Dass die Kinder ein einem relativ abgetrennten Gebäudeteil ihr eigenes Reich haben, findet der erfahrene Papa wichtig. Mit Corina Kuhnert, die im Stadtteil Ruit die Kita „Glückssternchen“ betreibt, haben er und die Architekten die Räume für die Kleinen gut geplant. Dass die Architekten Michele Grazzini und Sophie Victoria Schrader von g2o Architekten da „so kooperativ und offen für pädagogische Konzepte waren“, freut den Bauträger.

Als Betreiber des Supermarkts im Untergeschoss hat der Bauträger und Projektentwickler Kerecsényi den Stuttgarter Michael Roth gewonnen. Roth führt erfolgreich den Rewe-Markt im Stuttgarter Vogelsang. Was reizt den Geschäftsmann an seinem zweiten Standort in Kemnat? „Mir ist die Nahversorgung wichtig“, sagt der Kaufmann, der den Markt mit einer Gesamtfläche von 900 Quadratmeter übernehmen will.

Nachdem sich die Rewe-Supermarktkette die Geschäftsfläche in Kemnat gesichert hatte, wurde der Standort in dem Ostfilderner Stadtteil ausgeschrieben. Da erhielt Roth den Zuschlag, der seinen Markt im Vogelsang seit 2019 betreibt. Dort beschäftigt er 54 Voll- und Teilzeitkräfte, in Kemnat kalkuliert er mit 30 neuen Jobs. Sobald der Eröffnungstermin feststeht, will Roth auf Personalsuche gehen. In der Lebensmittelbranche arbeiten auch Schüler, Studierende oder Rentner in Nebenjobs.

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Die Zusammenarbeit mit Rewe ist für den Kaufmann ideal. Die deutschlandweit vernetzte Supermarktkette stellt die Infrastruktur des neuen Geschäfts. „Ich übernehme dann, wenn es ans Einräumen der Regale geht.“ Obwohl er den Großteil seines Vollsortiments von Rewe bekommt, habe er die Möglichkeit, „das Angebot mit Waren von lokalen Produzenten zu erweitern.“

Im Vogelsang verkauft er zum Beispiel Weine von lokalen Wengertern und Honig aus einer Stuttgarter Imkerei. Er freue sich schon, „in Ostfildern Kontakte mit Produzenten aus der Gegend zu knüpfen.“ Ein Einkaufsmarkt ist für Michael Roth mehr als ein Geschäft: „Das ist ein Treffpunkt für die Menschen, die im Stadtteil und auch hier im Gebäude leben.“

Um der Parksiedlung wieder eine echte Mitte zu geben, hat der Gemeinderat Ostfildern die Umgestaltung des Herzog-Philipp-Platzes beschlossen. Für die Pläne gibt es Lob und Kritik.

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