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  "datePublished": "2026-04-08T08:14:00Z",
  "description": "Brand in Böblingen-Dagersheim zerstört Garage, Wohnhaus unbewohnbar, Erbstücke und persönliche Gegenstände verloren, Familie durch Nachbarschaft und Spendenaktion unterstützt, Schaden über eine Million Euro, Brandursache ungeklärt.",
  "articleBody": "Brand in Dagersheim: „Ich hab gesagt: Alle raus!“ – Bewohnerin schildert dramatische Szenen - Landkreis Böblingen\nLikely publishing date: 2026-04-08\n\nBrand in Dagersheim„Ich hab gesagt: Alle raus!“ – Bewohnerin schildert dramatische Szenen\n\nNach dem Brand in der Mühlgasse in Böblingen-Dagersheim versucht sich die betroffene Familie wieder zu sammeln. Körperlich geht es ihnen gut, doch der Schock sitzt tief.\n\nVon einer Garage in der Mühlgasse inBöblingen-Dagersheimsteht nur noch die Hülle, die Dachbalken und das Innere sind schwarz verkohlt. AnGründonnerstagist dort am Nachmittag einFeuerausgebrochen,die Flammen sprangen auf das daneben stehende Wohnhausüber.\n\nDie Familie, die dort lebt, musste ihr Heim verlassen und ist bei Freunden untergekommen. „Das ist wirklich eine Katastrophe“, sagt Petra Kilz. Sie ist zusammen mit ihrem Partner am Dienstagvormittag zum Brandort zurückgekehrt, weil sie die Absperrung verstärken wollen. Kinder hätten vor der Brandruine gespielt, es sei aber viel zu gefährlich, sich dort aufzuhalten.\n\nSie waren zu viert im Haus, als das Feuer ausbrach: Kilz, ihr Partner, der 21-jährige Sohn und das Patenkind von Kilz. Der ältere Sohn war bei der Arbeit. Sie hätten gerade die Geburtstagsfeier für den 21-jährigen Sohn vorbereitet, berichtet Kilz’ Partner. Der 58-Jährige möchte seinen Namen lieber nicht in der Zeitung lesen.\n\nDoch aus der geplanten Geburtstagsfeier wurde nichts. Als Petra Kilz gegen 14.40 Uhr in die Garage ging, um etwas zu holen, habe sie im Innern Rauch gesehen. Daraufhin muss alles sehr schnell gegangen sein. Der Sohn habe die Feuerwehr alarmiert, während Kilz und ihr Partner versucht hätten, das Feuer zu löschen. Kurz hätten sie gedacht, das Feuer sei aus, doch es flammte wieder auf, berichten die beiden.\n\nIn Sekundenschnelle habe sich das Feuer die Wand hoch ausgebreitet, sagt der 58-Jährige. „Ich hab gesagt: Alle raus!“ Den Käfer, der in der Garage stand, habe er noch ins Freie geschoben und so gerettet. Motorräder, die ebenfalls in der Garage abgestellt waren, sind hingegen komplett verkohlt.\n\nBis auf Kilz’ Partner, der sich leicht verletzt hat, blieben alle anderen zumindest körperlich unversehrt. Doch der Schock sitzt tief. Das Paar gibt sich tapfer, aber ihnen ist anzumerken, wie fassungslos sie derBrandzurücklässt. Ihr Zuhause ist nicht mehr bewohnbar, Erbstücke der Eltern und Großeltern zerstört, Bilder und Basteleien der Kinder dem Brand zum Opfer gefallen. „Ein Motorrad kann man wieder kaufen, aber die mit den Kindern gebastelten Sachen, die Schulhefte, die Erbstücke nicht“, sagt Kilz traurig. Außerdem entflog in den Wirren ein Wellensittich des Paars. Er ist gelb und unter den Flügeln blau, beschreibt ihn Kilz. Vielleicht habe ihn jemand gesehen und könne Hinweise geben.\n\nSo hart die Situation für das Paar sein muss, mit Klagen halten sie sich zurück. Stattdessen zeigen sie sich dankbar über die Hilfe, die sie erfahren haben und das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte. „Die Unterstützung ist immens“, sagt Kilz’ Partner. Die Schwippeangler, die an Gründonnerstag in der Nähe ihre Fische räucherten, hätten Getränke vorbeigebracht, Nachbarn hätten Hilfe angeboten und Ortsvorsteher Hendrik Queck sei „immer da gewesen“.\n\nEr schaut auch am Dienstagvormittag vorbei und spricht mit dem Paar. „Das ist uns allen sehr nah gegangen“, sagt er. Als Ortsvorsteher sei es unter anderem sein Job gewesen, zu schauen, ob die Familie eine Unterkunft, Klamotten und – falls nötig – Zugriff auf Medikamente hat.\n\nNach Brand in BöblingenGlutnester halten die Feuerwehr auf Trab\n\nKilz’ Schwester hat auf der Onlineplattform „gofundme“ eine Spendenaktion gestartet, bei der bereits rund 22 000 Euro zusammengekommen sind. Aus ihrer Schulgemeinschaft – der Böblinger Waldorfschule – hätten sie ebenfalls große Unterstützung erfahren und das Angebot, für eine Weile ein Haus in Breitenstein zu beziehen. „Das hat einen großen Garten, dort könnte ich ein großes Dankeschönfest für die Einsatzkräfte und Helfer machen“, überlegt Kilz’ Partner bereits, wie er sich für die Hilfe erkenntlich zeigen könnte.\n\nWie es mit dem Haus in der Mühlgasse weitergeht, ist derzeit noch unklar. Die Garage muss wohl abgerissen werden. Beim Haus rechnet der 58-Jährige mit einer Wartezeit von mehreren Monaten, bis sich der Gutachter der Versicherung – „zum Glück sind wir gut versichert“ – einen Überblick verschafft hat und klar ist, wie groß der Schaden im Inneren ist. Als sie vor 13 Jahren dort einzogen, habe er das alte Fachwerkhaus saniert, das Dach neu gemacht und alles auf Vordermann gebracht, sagt der 58-Jährige. „Ich würde das Haus gerne retten. Ich habe da viel Herzblut reingesteckt.“\n\nDie Ursache für das Feuer ist laut Polizei auch am Dienstag noch unklar. Die Ermittlungen dauern laut einer Sprecherin an. Weit mehr als 100 Einsatzkräfte waren vor Ort, um das Feuer zu löschen. Insgesamt dauerteder Einsatz rund 30 Stunden. Die Polizei schätzt den Schaden auf mehr als eine Million Euro.\n\nDas Feuer in der Mühlgasse in Böblingen-Dagersheim ist zwar gelöscht. Doch muss die Feuerwehr höllisch aufpassen, dass es nicht neu aufflackert. Die Vorsicht ist begründet.\n\n„Ich hab gesagt: Alle raus!“ – Bewohnerin schildert dramatische Szenen\n\nDrogenprozess in BöblingenWarnung des eigenen Verteidigers: „Es wird Zeit, dass Sie die Kurve kriegen“\n\nAutonomes FahrenBertrandt entwickelt autonomen Minibus – Erster Einsatz schon in diesem Jahr?\n\nLange Kunstnacht in LeonbergJubiläums-„LaKuNa“ verzaubert die Altstadt – was die Nacht besonders macht\n\nÄrger beim DRK im Kreis BöblingenHartes Durchgreifen stößt manchen auf\n\nEinzelhandel in RutesheimFachkräftemangel: Metzgerei stellt auf Selbstbedienung um\n\nSeelenschmeichler in BöblingenDas Ende war schon besiegelt – jetzt geht’s mit dem Café überraschend weiter\n\nLeonberger kämpft sich zurückVerzweiflung nach Schlaganfall: „Auf den Anblick hat uns keiner vorbereitet“\n\nKreatives Atelier in Gärtringen„Selbstgemachtes kommt gut an“ – Keramikgießen in Gärtringen\n\nVolksbank lädt nach BöblingenInfoabend zum Thema Erben und Vorsorgen\n\nEin 20-jähriger Angeklagter dealte mit Marihuana und bekam ansonsten „nichts auf die Reihe“, sagte sogar sein Verteidiger vor dem Böblinger Amtsgericht.\n\nBisher darf das Shuttle noch nicht alleine fahren. Aber irgendwann soll es das tun – und die Menschen vor allem im ländlichen Raum mobiler machen.\n\nDie „LaKuNa“ in Leonberg feiert Geburtstag. An mehr als 20 Stationen zeigen Künstlerinnen und Künstler ihre Werke. Doch das ist noch längst nicht alles.\n\nDer DRK-Kreisgeschäftsführer Wolfgang Hesl polarisiert: Während ihm die Führungsriege ausdrücklich den Rücken stärkt, zeichnen manche Hauptamtliche ein anderes Bild.\n\nSeit Anfang des Jahres bietet die Familie Philippin Fleisch- und Wurstwaren sowie vieles mehr nicht mehr nur an der Theke an: Das SB-Geschäft ist sieben Tage die Woche geöffnet.\n\nDoch kein Aus: Marika Schäfer hat einen Partner gefunden, mit dem sie das Café Seelenschmeichler zusammen weiterführt. Was geplant ist.\n\nEin Busfahrer aus Leonberg fällt nach einem Schlaganfall ins Koma, seine Familie ist in größter Sorge. Ein Schockmoment auf der Intensivstation lässt sie das Schlimmste befürchten.\n\nMeltem Devendran betreibt in Gärtringen den Keramikladen Melon Machine. Dort bietet sie auch kreative Workshops an. Und die sind auch was für Kinder und andere Ungeduldige.\n\nDie Vereinigten Volksbanken laden in Kooperation mit unserer Zeitung zu einem Infoabend am 15. April rund um Erbe und Vorsorge in ihre Hauptstelle nach Böblingen.",
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