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  "datePublished": "2026-04-08T13:09:00Z",
  "description": "Frankreich liquidiert letzte Goldreserven in den USA, verkauft 129 Tonnen, kauft neues Gold in Europa, spart Transportkosten, erzielt 12,8 Mrd. Euro Gewinn, modernisiert Bestände, betont keine politische Motivation.",
  "articleBody": "Staatsfinanzen: Frankreich löst seine Goldreserven in den USA auf - Wirtschaft\nLikely publishing date: 2026-04-08\n\nStaatsfinanzenFrankreich löst seine Goldreserven in den USA auf\n\nDie Banque de France holt ihre Goldbestände in New York auf diskrete Weise nach Paris zurück. Sie bestreitet jeden Bezug zur unwägbaren US-Politik.\n\n129 Tonnen Gold, das ist kein Pappenstiel. Schon gar nicht, wenn man sie über den Atlantik verfrachten muss. Die Banque de France, die französische Notenbank, hat diesen Restbestand an Goldreserven in denUSAnach Paris repatriiert, wie sie in Paris mitteilte.\n\nDer Transport per Schiff oder Flugzeug über den Atlantik ist allerdings wegen des Gewichtes und des hohen Wertes keine leichte Sache. Deutschland, mit insgesamt 3352 Tonnen zweitgrößter Gold-Besitzer der Welt hinter den USA, diskutiert seit langem über das beste Vorgehen. Auch sicherheitspolitisch: Schließlich will man es mit den amerikanischen Nato-Partnern nicht verderben.\n\nGewinnbringender Handel statt kostspieliger Transport\n\nFrankreich, internationale Gold-Nummer vier mit 2437 Tonnen, hat gegenüber den Amerikanern weniger Gewissensbisse. Das ändert nichts an den kolossalen Rückholkosten. Der Gouverneur der Banque de France, François Villeroy de Galhau, wollte aber eine sauber bereinigte Goldrechnung hinterlassen, bevor er im Sommer nach zwölf Amtsjahren in Rente gehen wird. Im Juli 2025 begann er deshalb in aller Stille, die letzten 129 Tonnen französischen Goldes in New York nach und nach zu verkaufen. Im Januar, also sechs Monate später, hatte er die letzte Tonne Gold in den USA abgesetzt. Mit dem Erlös kaufte er in Europa ganz einfach neues Gold. Das ersparte den Transfer über den Atlantik.\n\nGoldreserve der RepublikDeutschlands Notgroschen lagert in New York\n\nDas elegante Vorgehen hatte mehrere Vorteile. Die teils uralten französischen Goldbarren in den USA entsprachen nicht alle dem heute gültigen LBMA-Standard. Der Kauf von neu gegossenen Barren in Europa ermöglichte die Modernisierung des gesamten nationalen Goldbestandes. Bis 2028 sollen weitere 134 Tonnen Gold, die sich bereits seit längerem in Frankreich befinden, auf neustem Stand gebracht sein.\n\nFrankreich hält Goldreserve von 2437 Tonnen\n\nUnter dem Strich behält Frankreich eine Goldreserve von 2437 Tonnen. Aber sie liegt nun zu 100 Prozent in französischen Panzerschränken. Und da Villeroy de Galhau den richtigen Zeitpunkt für den Verkauf wie auch für den Neukauf des Goldes wählte, resultiert für den gewieften Bankgouverneur angesichts der Kurshausse ein hübscher Gewinn von 12,8 Milliarden Euro. Schade nur, dass das Geld nicht in den hoch verschuldeten Staatshaushalt Frankreichs fließen kann: Es verbessert die Jahresrechnung der Banque de France.\n\nDie französische Notenbank lässt die Welt wissen, die Rückholoperation habe ihre Gründe nicht in der aktuellen Weltlage. Anders gesagt: Frankreich hole sein Gold nicht wegen der unvorhersehbaren Politik des US-Präsidenten Donald Trump in den sicheren Hafen zurück. Denn die Operation laufe schon seit Juli 2025.\n\nIn der Tradition Charles des Gaulles\n\nWas aber auch stimmt: Frankreich ist seit jeher auf seine Unabhängigkeit gegenüber Onkel Sam erpicht. Diese Haltung geht bis auf Charles de Gaulle zurück. Der erste Präsident der Fünften Republik holte ab 1960 französisches Gold aus den USA nach Hause. Zuvor hatten viele europäischen und anderen Staaten, darunter auch Frankreich, Goldreserven in den USA hinterlegt, um die damalige Parität von Gold und Dollar abzusichern. De Gaulle ahnte allerdings, dass der schwächelnde Dollar nicht ewig an den sicheren Goldwert gekoppelt bleiben könne. Deshalb ließ er bis 1966 über 3300 Tonnen Gold aus den USA abziehen, was dem Finanzsystem von Bretton-Woods den Gnadenstoß gab. Der Dollar verlor an Wert, die Goldunze kletterte in den folgenden Jahren von 35 auf 800 Dollar und wurde zum heutigen Fluchtwert.\n\nAuch damals deklamierte de Gaulle mit der Hand auf der Brust, er habe es mit dem Goldrückzug nicht auf den Dollar und die US-dominierte Weltfinanz abgesehen. Präsident Emmanuel Macron würde entsprechende amerikanische Verdächtigungen ebenfalls weit von sich weisen, falls er gefragt würde. Tatsache bleibt, dass er seine Goldbestände in Paris besser aufgehoben glaubt als beim großen, zunehmend unzuverlässigen Nato-Partner jenseits des Atlantiks. Sicher ist sicher – gerade heutzutage.\n\nManche befürchten, dass der amerikanische Präsident die deutsche Goldreserve in den USA für Erpressungsversuche nutzen könnte.\n\nFrankreich löst seine Goldreserven in den USA auf\n\nAnleger verschnupftDroneShield-Aktie fällt um 14 % - Das steckt dahinter\n\nSteigende BenzinpreiseDer Reinfall an der Zapfsäule\n\nHohe SpritpreiseDie neue Tankregelung – ein „Fehlschlag mit Ansage“\n\nPS-Fans fahren lieber VerbrennerLamborghini-Chef: „Unsere Kunden wollen keine Stromer“\n\nNeue Barren in ParisWarum holt Frankreich Gold aus den USA zurück? - Das steckt dahinter\n\nNahost-KriegÖlpreis erneut um 5 % gestiegen - Was passiert ist\n\nKeine Entspannung in SichtDieselpreis erreicht weiteren Rekord\n\nFriedrichshafen und ihre Zeppelin-Industrie war immer eine Verbindung auf Gedeih. Nun steckt der Zulieferer ZF in seiner größten Krise. Steht das Stiftungsmodell vor dem Ende?\n\nDie DroneShield-Aktie hat am Mittwoch einen deutlichen Kursverlust von 14 % verzeichnet. Anleger fragen sich, was hinter dem plötzlichen Kursrutsch steckt und wie es für das Unternehmen weitergeht.\n\nDie neue Tankregelung sorgt für Frust statt für Entlastung: Die Preise steigen unaufhörlich. Es braucht offenbar schärfere Maßnahmen gegen die Ölkonzerne, meint unser Autor.\n\nDie Tankstellenverbände unterstreichen die Wirkungslosigkeit der neuen Zwölf-Uhr-Regel. Doch die Mineralölwirtschaft sieht den Wettbewerb um die Kundschaft „nach wie vor voll intakt“.\n\nAudi-Tochter Lamborghini verzichtet auf ein Elektromodell – ebenso wie Aston Martin und Bugatti. Bei Super-Sportwagen sind Verbrenner nach wie vor erste Wahl.\n\nFrankreich hat seine Goldreserven aus den USA abgezogen und dabei Milliarden verdient. Doch was steckt hinter dieser Entscheidung und welche Folgen hat sie?\n\nWasserstoff spielt eine zentrale Rolle bei der Energiewende. Nun wurde ein natürliches Vorkommen in der Grenzregion von Belgien und Frankreich entdeckt.\n\nDer Ölpreis ist erneut gestiegen und lieg aktuell kurz vor seinem Hoch seit Kriegsbeginn. Der Auslöser: Ein Post von Donald Trump.\n\nDiesel war am Ostersonntag so teuer wie nie zuvor. Ölkonzerne nutzen seit der Spritpreisregel die Mittagszeit für Aufschläge. Nach Ansicht des ADAC gibt es aber Spielräume.",
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