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  "datePublished": "2026-04-08T08:13:00Z",
  "description": "Bertrandt entwickelt autonomen Minibus BumbleB, rettet zwölf Shuttles vor Verschrottung, Einsatz im ländlichen Raum geplant, momentan nur mit Sicherheitsfahrer möglich, Open-Source-Software, Testbetrieb zwischen Ehningen und Bahnhof, Fokus Barrierefreiheit.",
  "articleBody": "Autonomes Fahren: Bertrandt entwickelt autonomen Minibus – Erster Einsatz schon in diesem Jahr? - Landkreis Böblingen\nLikely publishing date: 2026-04-08\n\nAutonomes FahrenBertrandt entwickelt autonomen Minibus – Erster Einsatz schon in diesem Jahr?\n\nBisher darf das Shuttle noch nicht alleine fahren. Aber irgendwann soll es das tun – und die Menschen vor allem im ländlichen Raum mobiler machen.\n\nAlexander Merkel und sein Team bei Bertrandt inEhningenhaben eine Vision: Autonome Minibusse, die sie „vor der Schrottpresse gerettet“ haben, sollen den ländlichen Raum erobern und dort fahren, wo Busse und Busfahrer fehlen.\n\nDer Minibusheißt BumbleB und ist ein gelb-schwarzes Shuttlemit aufgemalten Augen – eine Hummel also, das deutsche Wort für Bumblebee. Der Hummel werde nachgesagt, dass sie physikalisch gar nicht in der Lage sei zu fliegen, sagt Merkel. Sie wisse das aber nicht und fliege trotzdem. In der Geschichte steckt eine Ansage: Von Zweifeln – zu kompliziert, zu teuer – wollen sich die Tüftler nicht aufhalten lassen.\n\nBumbleB: Das autonome Shuttle von Bertrandt rollt über Firmengelände in Ehningen\n\nSanft rollt das elektrische Shuttle über das Firmengelände von Bertrandt heran. Die Türe an der Seite öffnet sich wie bei einem Bus. Doch im Vergleich zu einem Stadtbus ist das Shuttle kleiner. Zwölf Passagiere finden darin Platz, für sechs gibt es Sitzplätze. Von Lenkrad oder Fahrersitz keine Spur.\n\nAusgestattet mit Lidar und Kameras „sieht“ das Shuttle seine Umgebung und reagiert auf unerwartete Ereignisse und Hindernisse. „Es erkennt andere Autos, berechnet voraus, wohin diese fahren und passt dementsprechend seine Geschwindigkeit und Fahrweise an“, erklärt Andreas Osterrieder, Teammanager bei BumbleB.\n\nBumbleB von Bertrandt – Auf Sicherheit programmiert\n\nAlleine fahren darf das Shuttle allerdings nicht – auch wenn es das in der Theorie könnte. Ein Sicherheitsfahrer muss dabei sein, der eingreifen kann. Das ist an diesem Tag Tobias Härpfer. Als auf der Fahrstrecke des Shuttles ein Auto steht, ist er gefragt. Obwohl genug Platz wäre, am Auto vorbeizufahren, bleibt BumbleB stehen – und wartet auf Härpfers Entscheidung.\n\nDenn es hält sich an zwei zentrale Vorgaben: Es fährt nur auf der Strecke, die ihm vorher einprogrammiert wurde und es darf seine Fahrspur nicht verlassen. „Wir haben BumbleB sehr auf Sicherheit bedacht programmiert. Es denkt lieber einmal zu viel nach, anstatt eine unsichere Situation einzugehen“, sagt Osterrieder.\n\nWas Bertrandts Motivation für BumbleB war\n\nSchließlich soll es die Vorgaben der – Achtung – „Autonomen Fahrzeuggenehmi-gungsbetriebsverordnung“ erfüllen, die seit 2022 in Deutschland die Zulassung von autonomen Fahrzeugen regelt. Was nach einem großen bürokratischen Akt klingt, sehen die drei gelassen. „Die Regulierungen sind sinnvoll und wir bekommen das hin“, meint Merkel.\n\nGestartet ist BumbleB vor etwa einem Jahr. Da zeichnete sich ab,dass das Projekt Ameise– ebenfalls ein autonom fahrendes Shuttle, an dem Betrandt beteiligt war – am Auslaufen war. Der Hersteller des Ameise-Shuttles habe Insolvenz angemeldet, sagt Merkel. Das hätte, so Merkel, nicht das Aus bedeuten müssen, wäre nicht die Onlineanbindung des Shuttles an den Server des Herstellers Pflicht gewesen.\n\nAutonomes ShuttleErhält ein Bus namens Ameise ein zweites Leben?\n\nSo kam das Projekt Ameise Ende 2024 ins Stolpern. „Die Enttäuschung war sehr groß“, sagt Merkel. Und der Wunsch entstand, zu zeigen, dass es anders geht, dezentral und vergleichsweise günstig. Insgesamt zwölf BumbleB-Shuttles hätten sie „vor der Schrottpresse“ gerettet und auf Vordermann gebracht. „Wir mussten beispielsweise das Licht und die Klimaanlage erstmal wieder zum Laufen bringen“, sagt Osterrieder.\n\nBertrandt will mit BumbleB auf dem Dorf den Anfang machen\n\nFür den Betrieb des autonomen Shuttles greifen sie auf eine Open Source-Software zurück, die ihnen die Fachhochschule in Bern empfohlen hat. Also eine Software, die jeder benutzen darf. Der Job von Merkel und seinem Team ist es, diese Software auf BumbleB zu implementieren.\n\nAktuell hat das Shuttle noch keine Straßenzulassung und dient vor allem Demonstrationszwecken. Nicht zuletzt dem, welches Know-how im Ingenieursdienstleister Bertrandt steckt. Doch Ziel sei es, BumbleB auf die Straße zu bringen. Und das Projekt nimmt wortwörtlich an Fahrt auf. Um das Shuttle und seine Software zu verstehen, fuhr der Minibus anfangs mit drei Kilometern pro Stunde, inzwischen sind es 20 – Tempo 25 wäre dann zunächst das Maximum.\n\nDas klingt nicht besonders schnell. Merkel zeigt sich aber zuversichtlich, dass Menschen lieber ein langsameres Shuttle nehmen als gar keinen Bus zu haben und vielerorts gelte ohnehin Tempo 30. Das Shuttle könnte, so die Vorstellung, zunächst in kleineren Ortschaften zum Einsatz kommt, in denen weniger los ist und seltener Konfliktsituationen auftreten. Ein sogenannter Teleoperator könnte dann aus der Ferne bis zu zehn Shuttles betreuen, über Kameras die Situation bewerten und im Konfliktfall entscheiden.\n\nTestbetrieb zum Ehninger Bahnhof: „Vom Kleinen ins Große“\n\n„Wir wollen vom Kleinen ins Große“, sagt Osterrieder. „Von den Außenbereichen in die Innenstadt.“ Darin, so sagen sie, unterschieden sie sich auch von manchen anderen Projekten zum autonomen Fahren. Und genau deshalb, so die Hoffnung, könnte BumbleB funktionieren. „Die Kunst ist, im ersten Schritt einfach zu denken, auch wenn es natürlich sicher sein muss“, sagt Merkel.\n\nEinen konkreten Zeitplan, wann die Shuttles eigenständig am Straßenverkehr teilnehmen dürften, nennt Merkel allerdings nicht. Nur so viel: Möglichst noch bis Ende dieses Jahres soll BumbleB im Testbetrieb zwischen Bertrandt und dem Ehninger Bahnhof fahren.\n\nBarrierefreiheitBereits jetzt könnten Rollstuhlfahrer im BumbleB mitfahren. Das Shuttle senkt sich auf Knopfdruck zum Bordstein ab und klappt eine Rollstuhlrampe aus.\n\nBusfahrer vs autonome ShuttleAls Konkurrenz zu herkömmlichen Bussen mit Fahrer wollen Alexander Merkel und sein Team das Shuttle nicht verstanden wissen. Bereits jetzt fehlten Busfahrer und das Shuttle würde niemandem etwas wegnehmen.\n\nBertrandtDas Unternehmen mit Hauptsitz in Ehningen arbeitet als Dienstleister vor allem in der Automobil- und Luftfahrtindustrie. Die Krise in der Automobilindustrie macht sich auch bei Bertrandt bemerkbar. Zuletzt baute das Unternehmen deutlich Stellen ab, inzwischen scheint sich die Lage stabilisiert zu haben.\n\nDie Internationale Bauausstellung in der Region Stuttgart (IBA’27) könnte Schaufenster für autonome Busse werden. Doch das Projekt zeigt auch, wo es bei diesem Zukunftsthema hakt.\n\nBertrandt entwickelt autonomen Minibus – Erster Einsatz schon in diesem Jahr?\n\nDrogenprozess in BöblingenWarnung des eigenen Verteidigers: „Es wird Zeit, dass Sie die Kurve kriegen“\n\nLange Kunstnacht in LeonbergJubiläums-„LaKuNa“ verzaubert die Altstadt – was die Nacht besonders macht\n\nBrand in Dagersheim„Ich hab gesagt: Alle raus!“ – Bewohnerin schildert dramatische Szenen\n\nÄrger beim DRK im Kreis BöblingenHartes Durchgreifen stößt manchen auf\n\nEinzelhandel in RutesheimFachkräftemangel: Metzgerei stellt auf Selbstbedienung um\n\nSeelenschmeichler in BöblingenDas Ende war schon besiegelt – jetzt geht’s mit dem Café überraschend weiter\n\nLeonberger kämpft sich zurückVerzweiflung nach Schlaganfall: „Auf den Anblick hat uns keiner vorbereitet“\n\nKreatives Atelier in Gärtringen„Selbstgemachtes kommt gut an“ – Keramikgießen in Gärtringen\n\nVolksbank lädt nach BöblingenInfoabend zum Thema Erben und Vorsorgen\n\nEin 20-jähriger Angeklagter dealte mit Marihuana und bekam ansonsten „nichts auf die Reihe“, sagte sogar sein Verteidiger vor dem Böblinger Amtsgericht.\n\nDie „LaKuNa“ in Leonberg feiert Geburtstag. An mehr als 20 Stationen zeigen Künstlerinnen und Künstler ihre Werke. Doch das ist noch längst nicht alles.\n\nNach dem Brand in der Mühlgasse in Böblingen-Dagersheim versucht sich die betroffene Familie wieder zu sammeln. Körperlich geht es ihnen gut, doch der Schock sitzt tief.\n\nDer DRK-Kreisgeschäftsführer Wolfgang Hesl polarisiert: Während ihm die Führungsriege ausdrücklich den Rücken stärkt, zeichnen manche Hauptamtliche ein anderes Bild.\n\nSeit Anfang des Jahres bietet die Familie Philippin Fleisch- und Wurstwaren sowie vieles mehr nicht mehr nur an der Theke an: Das SB-Geschäft ist sieben Tage die Woche geöffnet.\n\nDoch kein Aus: Marika Schäfer hat einen Partner gefunden, mit dem sie das Café Seelenschmeichler zusammen weiterführt. Was geplant ist.\n\nEin Busfahrer aus Leonberg fällt nach einem Schlaganfall ins Koma, seine Familie ist in größter Sorge. Ein Schockmoment auf der Intensivstation lässt sie das Schlimmste befürchten.\n\nMeltem Devendran betreibt in Gärtringen den Keramikladen Melon Machine. Dort bietet sie auch kreative Workshops an. Und die sind auch was für Kinder und andere Ungeduldige.\n\nDie Vereinigten Volksbanken laden in Kooperation mit unserer Zeitung zu einem Infoabend am 15. April rund um Erbe und Vorsorge in ihre Hauptstelle nach Böblingen.",
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