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  "datePublished": "2026-04-08T16:12:00Z",
  "description": "Chinesische Fossilfundstelle offenbart, dass komplexe Tiergruppen wie Bilateria und Deuterostomier bereits im Ediacarium existierten; Frühformen heutiger Tierstämme, unerwartete Vielfalt, schließt evolutionäre Lücke vor Kambrium.",
  "articleBody": "China vor 550 Millionen Jahre altFossil-Fundstätte offenbart Meilensteine der Evolution\nLikely publishing date: 2026-04-08\n\nChina vor 550 Millionen Jahre altFossil-Fundstätte offenbart Meilensteine der Evolution\n\nEine in China entdeckte Fossil-Lagerstätte enthüllt die ersten Anfänge der heutigen Tierstämme, auch des unsrigen. Denn die 550 bis 540 Millionen Jahre alten Fossilien belegen erstmals, dass die Ur-Ur-Vorfahren der heutigen Tiere schon vor Beginn des Kambrium-Zeitalters entstanden.\n\nIm Zeitalter des Ediacariums vor rund 570 bis 540 Millionen Jahren ereigneten sich Meilensteine der Evolutiongeschichte: Die ersten mehrzelligenTiereentstanden. Diese Ediacara-Fauna hatte allerdings noch kaum Ähnlichkeit zu heute bekannten Tiergruppen.\n\nZur Info: AlsEdiacara-Faunawerden die Makrofossilgesellschaften aus der Zeit des ausgehenden Proterozoikums vor etwa 580 bis 540 Millionen Jahren bezeichnet. Es handelt sich um Abdrücke in Schelfsedimenten, die nach dem berühmtesten Fundort, in den südaustralischen Ediacara-Hügeln, benannt wurden.\n\nEntwicklungsschub vor 540 Millionenn Jahren\n\nEinige dieser Organismen glichen halbleeren Schläuchen, andere fraktalen (natürliche oder künstliche Gebilde mit geometrischen Mustern) Farnen oder elliptischen Blasen. Erst mit dem Übergang zum Kambrium vor rund 540 Millionen Jahren entwickelten sich die ersten Vertreter der Schwämme, Nesseltiere und Bilateria (Zweiseitentiere), zu denen auch wir Menschen gehören.\n\nVon diesem entscheidenden Übergang zum Kambrium (541 bis 485,4 Millionen Jahren) und dem Ursprung der ersten Bilateria gibt es bislang kaum Zeugnisse. „Tierfossilien aus dem späten Ediacarium sind sowohl selten als auch wenig artenreich“, erklären Gaorong Li von der Universität Yunnan und seine Kollegen. Daher blieb bisher unklar, wann genau die ersten Vertreter der heutigen Tierstämme entstanden.\n\nVerlorene Welten aus spätem Ediacarium\n\nJetzt liefert eine wahre Schatztruhe an neu entdeckten Ediacara-Fossilien eine wegweisende Antwort. Bei Ausgrabungen in der Jiangchuan-Formation der chinesischen Provinz Yunnan entdeckten Li und sein Team eine Fossil-Lagerstätte mit mehr als 700 Fossilien aus der Zeit vor 554 bis 539 Millionen Jahren.\n\nDie Fossilien offenbaren eine reichhaltige Lebenswelt mit teilweise völlig unbekannten Organismen, aber auch mit ersten Vertretern der später aus dem Kambrium bekannten Tiergruppen.\n\n„Diese Entdeckung ist äußerst spannend, weil sie eine Übergangsgemeinschaft offenbart: Die seltsame Welt des Ediacariums weicht dem Kambrium, dessen Tierwelt viel leichter in heute lebende Gruppen eingeordnet werden können“, erklärt Koautor Luke Parry von der University of Oxford in Großbritannien. „Als wir diese Exemplare zum ersten Mal sahen, war klar, dass wir hier etwas Einzigartiges und Unerwartetes gefunden haben.“\n\nBeginn der EvolutionWie Wasserstoff schon beim Ursprung des Lebens Energie lieferte\n\nViele Fossilien passen in keine bekannte Tiergruppe\n\nUnter den Neufunden aus der Jiangchuan-Formation sind einige Wesen, die in keine bekannte Tiergruppe passen. „Ein Exemplar sieht zum Beispiel aus wie der Sandwurm aus Dune“, erläutert Dunn. Andere Organismen ähneln Meerestang, zeigen eine dreiseitige Symmetrie oder besitzen ungewöhnliche Kombinationen aus Haftscheiben, Tentakteln und umstülpbaren Mundpartien.\n\nZu den neu entdeckten Urzeit-Tieren gehören aber auch wurmartige Frühformen bilateralsymmetrischer Tiere und frühe Vorläufer der Seesterne und Eichelwürmer. Diese Tiere besaßen einen U-förmigen Körper, der mit einem senkrechten Stiel am Meeresgrund befestigt war. Am Vorderende des Körpers befanden sich Tentakel, mit denen die Tiere ihre Nahrung fingen.\n\nZur Info:Bilateralsymmetriebezeichnet einen Körperbau, bei dem ein Organismus durch eine einzige Schnittebene in zwei spiegelbildliche Hälften (links und rechts) geteilt werden kann.\n\n„Die Präsenz dieser Ambulacraria schon im Ediacarium ist wirklich spannend“, berichtet Koautorin Frankie Dunn von der University of Oxford. Denn diese Tiere gehörten bereits zu den Deuterostomen, den weiterentwickelten Bilateria, deren „Vordereingang“ zum Verdauungssystem erst im Laufe der Embryonalentwicklung neu angelegt wird.\n\nZur Info: Der BegriffDeuterostomierstammt aus dem Griechischen und bedeutet „ zweiter Mund “. Dies deutet darauf hin, dass sich der Mund als sekundäre Struktur gegenüber dem Blastoporus entwickelt, aus dem der After entsteht. Deuterostomier sind alleTriploblasten(dreikeimblättrige Gewebetiere), bei denen die primäre Körperöffnung, der Urmund (Blastoporus), letztlich zum definierten After (Anus) wird und die Mundöffnung neu entsteht.\n\nErdgeschichteWarum ein Massensterben in der Urzeit neues Leben ermöglichte\n\nUrsprung des Menschen in wurmartigen Urzeittieren\n\nAlle Wirbeltiere inklusive des Menschen gehören zu dieser Gruppe. Die Entdeckung vonAmbulacraria-Fossilien (Meerestiere, die als Larven im Wasser schweben und als Adulttiere am Boden leben) belegt nun erstmals, dass diese Deuterostomier (Zweitmünder, Neumünder, Rückenmarktiere) schon im Ediacarium entstanden sind.\n\n„Die neue Fossilien liefern uns den bislang überzeugendsten Beweis dafür, dass es am Ende des Ediacariums schon verschiedene Gruppen der bilateralsymmetrischen Tiere gab – nach diesen Belegen haben wir seit Jahrzehnten gesucht“, kommentiert der Paläontologe Feng Tang von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften.\n\nEvolution: Am Anfang war LUCAVor 4,2 Milliarden Jahren entstand der Ur-Vater allen Lebens\n\nEntstehung von Tierarten geschah früher als angenommen\n\nEntgegen gängiger Annahme entstanden die Vorläufer vieler heutiger Tiergruppen folglich nicht erst in der kambrischen Explosion vor rund 535 Millionen Jahren, sondern schon deutlich früher.\n\n„Unsere Entdeckung schließt eine große Lücke in den frühesten Phasen der Tier-Diversifizierung. Zum ersten Mal zeigen wir, dass viele komplexe Tiere, die normalerweise nur im Kambrium gefunden werden, bereits im Ediacarium vorhanden waren“, resümiert Li.\n\nDie aufgefundenen Fossilien erklären möglicherweise auch, warum bisher so wenige Relikte aus dem Späten Ediacarium gefunden wurden. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass das scheinbare Fehlen dieser komplexen Tiergruppen an anderen Ediacarium-Fundstellen eher auf Unterschiede in der Erhaltung zurückzuführen ist als auf ein tatsächliches biologisches Fehlen“, berichtet Koautor Ross Anderson von der University of Oxford.\n\nChinesische Fundstelle und kanadischer Burgess-Schiefer\n\nDie Fossilien blieben nicht als versteinerte Abdrücke im Sediment erhalten, sondern als dünne Filme kohlenstoffhaltigen Materials. Diese Erhaltungsform ist auch für die Fossilien des berühmten Burgess-Schiefers aus dem Kambrium typisch.\n\nZur Info: DerBurgess-Schiefer(englischBurgess shale) ist eine der weltweit bedeutendsten Fossillagerstätten und wurde nach dem Burgess-Pass im Yoho-Nationalpark in den kanadischen Rocky Mountains am südwestlichen Sattel zwischen Mount Wapta und Mount Field benannt.\n\nSie kommt aber nur unter ganz speziellen Bedingungen zustande, unter anderem im berühmten Burgess Shale aus dem Kambrium. „Kohlenstoff-Kompressionen wie jene in Jiangchuan sind in Gestein dieses Alters selten“, erklärt Anderson. „Dadurch sind ähnliche Gemeinschaften woanders wahrscheinlich nicht erhalten geblieben.“\n\nWasserstoff gilt als Energie der Zukunft. Ein neue Studie zeigt, wie das Gas schon vor mehr als vier Milliarden Jahren den ersten Zellen Energie lieferte. Hydrothermale Quellen spielten dabei eine wichtige Rolle.\n\nFoto: © Gaorong Li & Xiaodong Wang\n\nVor 443 Millionen Jahren es zu einem globalen Massensterben auf der Erde. Ein Großteil des Lebens in den Ozeanen wurde ausgelöscht. Doch zugleich ermöglichte der Tod vieler Lebewesen überhaupt erst die Entstehung neuer Ökosysteme und Arten.\n\nVor rund 4,5 Milliarden Jahren entstand die Erde. Das Leben auf dem Ur-Planeten könnte weit älter sein als bisher vermutet. Forscher haben den ersten gemeinsamen Ur-Ahnen ausfindig gemacht – LUCA. Wer war er? Wie und wovon lebte er? Und war er alleine?\n\nFossil-Fundstätte offenbart Meilensteine der Evolution\n\nMondmissionWann startet die Artemis-3-Rakete? - Der aktuelle Zeitplan\n\nZukunft der ZivilisationWie sich die Menschheit entwickeln kann, ohne sich zu ruinieren\n\nGrippe, Covid, RSVWie Infektionen Herzinfarkte verursachen können\n\nSchwer verlaufende Infektionskrankheiten wie Grippe oder Covid können schwerwiegende Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Forschende wissen jetzt, woran das liegt und raten deshalb zu bestimmten Schutzmaßnahmen.\n\nStraßenverkehrMerkt man, wenn man geblitzt wird?\n\nWarnzeichen erkennenSo fühlt sich ein Herzinfarkt an\n\nWHO-Liste zu Bakterien und VirenDas sind die 17 gefährlichsten Krankheitserreger weltweit\n\nDer letzte WartburgEnde einer sozialistischen Nobelkarosse\n\nWaffenruhe zwischen Iran & USAIst jetzt ein guter Zeitpunkt, um Heizöl zu tanken?\n\nFreiheitsstrafeWas bedeutet \"lebenslang\" in Deutschland?\n\nDie Artemis-2-Mission befindet sich samt Crew auf dem Rückflug zur Erde und hat bereits jetzt schon Geschichte geschrieben, aber wie geht es danach weiter?\n\nEine neue Studie mit Zukunftsszenarien richtet den Blick weit nach vorn. Sie zeichnet ein Bild von Klima und Umwelt bis Ende des 21. Jahrhunderts. Bezugspunkt sind die „planetaren Grenzen“, die einen sicheren Handlungsraum für die Menschheit markieren.\n\nBlitzer lauern an vielen Ecken und die Bilder können schnell teuer werden. Aber merkt man es immer, wenn man geblitzt wurde?\n\nPlötzlich ist er da: Ein heftiger Druck auf der Brust, als würde darauf ein Elefant stehen. Warnzeichen für einen Herzinfarkt. Es gibt aber auch subtilere Symptome, die man schnell verwechselt.\n\nDie Corona-Pandemie hat gezeigt, wie schlecht die Menschheit auf globale Erkrankungen vorbereitet ist. Die WHO hat deshalb erstmals eine Liste der gefährlichsten Keime erstellt, gegen die dringend Impfstoffe entwickelt werden sollten.\n\nVor 35 Jahren sind die letzten Autos der Marke Wartburg fabriziert worden.\n\nSeit dem Beginn des Kriegs zwischen Iran und USA haben die Preise für Heizöl historische Hochs erreicht. Mit der heute beginnenden zweiwöchigen Waffenruhe fallen nun allerdings die Rohölpreise wieder. Ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um Heizöl zu tanken?\n\nNach dem tödlichen Autorennen von Ludwigsburg wurde ein Angeklagter zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch was bedeutet „lebenslang“ im deutschen Strafrecht tatsächlich – und wie lange bleiben Verurteilte wirklich im Gefängnis?",
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