IVS-Gesetz verpflichtet Navi-Anbieter, Abfahrverbote anzuzeigen; 411.400 Fahrzeuge im Winter zurückgewiesen, Schwerpunkt Reutte/Fernpass. Ziel: bessere Sicherheit, Verhinderung von Ausweichverkehr auf Gemeindestraßen. Sommer wirkt als Praxistest.
411.400 Autos im Winter zurückgewiesen - tirol.ORF.at Likely publishing date: 2026-04-08
08.04.2026 13.06 Online seit heute, 13.06 Uhr
411.400 Autos im Winter zurückgewiesen
Wegen der Abfahrverbote vom höherrangigen auf das niederrangige Straßennetz sind im vergangenen Winter an staureichen Tagen 411.400 Fahrzeuge 411.400 zurückgewiesen werden. Hauptbetroffen war einmal mehr der Bezirk Reutte mit der Transitroute am Fernpass. Dort versuchten über 173.400 Fahrzeuge, dem Stau zu entgehen.
Eine Hoffnung auf Besserung setzt die ÖVP
SPÖ-Landesregierung in das jüngst verabschiedete Intelligente-Verkehrssysteme-Gesetz (IVS-Gesetz). Das Gesetz wurde im Februar vom Nationalrat beschlossen und verpflichtet Anbieter von Navigationssystemen nun erstmals, die Abfahrverbote anzuzeigen – mehr dazu inAbfahrverbote künftig verpflichtend in Navis.
„Wir haben uns von Tirol aus dafür stark gemacht, dass die Abfahrverbote in den Navi-Systemen angezeigt und Ausweichrouten nicht mehr aufscheinen werden“, sagte LH Anton Mattle (ÖVP) in einer Aussendung. Dies sei ein Erfolg für die Sicherheit in Tirol.
Auswirkungen von IVS-Gesetz wohl im Sommer sichtbar
„Die Erfahrungen aus mittlerweile acht Jahren Fahrverboten auf dem niederrangigen Straßennetz in Tirol zeigen, dass viele Durchreisende aus Unwissenheit oft blindlings auf Gemeindestraßen, manchmal sogar Forstwegen oder Langlaufloipen landen“, schilderte Verkehrslandesrat Rene Zumtobel (SPÖ) den Status quo.
Mit der Neuerung könne dies verhindert und die Versorgungssicherheit in den Gemeinden gewährleistet werden. Wie rasch das IVS-Gesetz von den Navi-Anbietern in die Praxis umgesetzt und Änderungen spürbar werden, werde der kommende Sommer zeigen. Die Fahrverbote für den Sommer werden in wenigen Wochen in Kraft treten, hieß es.
Die Kontrollen der Abfahrverbote wurden in den vergangenen Jahren laufend verstärkt. Im vergangenen Winter wurden dafür 550.000 Euro investiert. Neben dem Bezirk Reutte war auch der Bezirk Kufstein mit 157.100 zurückgewiesenen Fahrzeugen stark betroffen, gefolgt vom Bezirk Schwaz mit 45.300.