Wachsende Proteste gegen Abschiebung gut integrierter nigerianischer Geschwister aus Innsbruck; ÖH, NGOs, Politik, 33.000 Unterschriften, Kundgebungen in Wien und Innsbruck, breite Unterstützung für Bleiberecht. Weitere Unterstützung für Geschwister - tirol.ORF.at Likely publishing date: 2026-04-09 09.04.2026 11.36 Online seit heute, 11.36 Uhr Die Stimmen, die sich für ein Humanitäres Bleiberecht für die aus Nigeria stammenden Geschwister Oshakuade aussprechen, wird immer größer. Die beiden in Innsbruck Lebenden sind von der Abschiebung bedroht. Nun mobilisieren auch die ÖH und NGOs für den Verbleib von Victoria und Joseph. Ein Bündnis bestehend aus Österreichischer Hochschülerschaft (ÖH), SOS Balkanroute (NGO), der Plattform #aufstehn und der Asylkoordination Österreich wollen ihren Prostest auf die Straße bringen. Auch lokale Hochschülerschaften schlossen sich der Initiative an – auch die ÖH BOKU sowie die ÖH Uni Wien. “Der Zuspruch ist enorm und fast 33.000 Unterschriften für Joseph und Victoria sprechen eine klare Sprache ", sagt Petar Rosandić von SOS Balkanroute. Die heute 21 und 23 Jahre alten Geschwister flüchteten vor acht Jahren aus Nigeria. Sie wurden in einem SOS Kinderdorf untergebracht, maturierten in Innsbruck und studieren derzeit. Joseph studiert Betriebswirtschaft, Vistoria macht eine Ausbildung im IT-Bereich. Ende März wurden die beiden in Wien fremdenpolizeilich behandelt. Damit dürfte der geplanten Abschiebung nichts mehr im Wege stehen. Ein Datum dafür gibt es nicht – mehr dazu inMCI: Offener Brief gegen Abschiebung. “Dass Innenminister Karner an dieser unmenschlichen Entscheidung festhält, ist eine moralische Bankrotterklärung ", meint Selina Wienerroither aus dem Vorsitzteam der ÖH. Am Freitag und am Samstag sind in Wien und in der Innsbrucker Innenstadt Kundgebungen geplant. Der Fall stehe „für die grundlegende Ungerechtigkeit des österreichischen Asylsystems. Auch wenn man noch so gut integriert ist, droht am Ende die Abschiebung. Damit werde das völlig falsche Signal gesendet“, so Umut Ovat aus dem ÖH-Vorsitz ab. Auch das Rote Kreuz Tirol, sowie Studienkollegen, die ÖH am MCI sowie Vertreter aus der Politik betonten, wie gut sich Victoria und Joseph Oshakuade integriert hätten. Auch sie traten öffentlich dafür ein, dass die Geschwister in Tirol bleiben können –Große Unterstützung für Victoria und Joseph. --- Source: https://tirol.orf.at/stories/3349291/ Published: 2026-04-09T10:06:00Z Topics: refugees and internally displaced people, human rights, integration policy, students, online media outlet Locations: Innsbruck, Austria, Tyrol, Nigeria, Vienna