Tadej Pogacar spaltet Radsport-Welt durch dominante Seriensiege, Verdachtsmomente und Vergleiche zu Lance Armstrong; Diskussion um Doping, Spannungsschwund im Radsport, Chance auf historischen Grand Slam bei Paris-Roubaix. Vor Paris-Roubaix: So spaltet Tadej Pogacar die Radsport-Welt - Sportmeldungen Likely publishing date: 2026-04-10 Vor Paris-RoubaixSo spaltet Tadej Pogacar die Radsport-Welt Superstar Tadej Pogacar gewinnt weiter nach Belieben, weshalb sich vor dem Klassiker Paris-Roubaix die Frage stellt: Ist seine Dominanz faszinierend oder einfach nur langweilig? Jeder erfolgreiche Athlet hat das Problem, sich die Menschen, die über ihn urteilen, nicht aussuchen zu können. Folglich wird Tadej Pogacar das Lob vonLance Armstrong, dem prominentesten Doper des Radsports, der wegen Betrugs sieben Tour-Siege aberkannt bekommen hat, einfach zur Kenntnis nehmen – wenn überhaupt. „Für mich ist das Thema erledigt“, antwortete der US-Amerikaner zuletzt auf die Frage, wer der größte Fahrer in der Geschichte seines Sports sei, „Pogacar ist zu gut. Er ist der Beste aller Zeiten, und das mit Abstand.“ Aber auch einer, der dieRadsport-Welt spaltet. Die Dominanz von Tadej Pogacar (27) ist faszinierend und erdrückend zugleich. Seit seinem WM-Sieg im September hat der Slowene alle Rennen, bei denen er am Start stand, gewonnen. Mittlerweile werden ihm Rekorde zugetraut, die für immer unerreichbar schienen. Nachdem er bei Mailand-Sanremo und der Flandern-Rundfahrt triumphiert hat, könnte er in diesem Jahr Siege bei allen fünf Monumenten des Radsports feiern – das gab es noch nie. Und Christian Prudhomme, der Boss der Tour de France, glaubt sogar, dass der Slowene alle dreiwöchigen Landesrundfahrten (Giro, Tour, Vuelta) in einer Saison für sich entscheiden könnte. Es sind derartige Prognosen, welche die Diskussionen über den Superstar noch befeuern. Sind diese Leistungen sauber möglich? In den sozialen Medien liefern sich Fans und Kritiker von Pogacar schon lange einen Kampf um die Deutungshoheit, der zuletzt an Intensität noch zugenommen hat – auf zwei Gebieten. Zum einen geht es darum, ob ein Mann, der von Sieg zu Sieg fährt und auf den sich alles fokussiert, gut ist für die Attraktivität einer Sportart. Oder ob es einfach nur langweilig ist, wenn der Gewinner schon vor dem Start feststeht. Und zum anderen spaltet die Frage, ob der Superstar, der klar besser ist als alle anderen Weltklassefahrer, sauber ist oder gedopt sein muss. Die Skeptiker verweisen gerne auf Lance Armstrong und dessen Team US Postal, die einst von Epo angetrieben den Radsport beherrschten wie jetzt Tadej Pogacar und sein UAE-Rennstall. Vergleichbar? Ist zumindest die Reaktion der Konkurrenz. „Man sieht den anderen Fahrern an, dass sie wissen, wie es läuft“, meinte Lance Armstrong, „nicht einmal ein Sturz oder Pech könnte ihn aufhalten.“ Ähnlich drückte sich zuletzt Oliver Naesen aus. „Pogacar“, erklärte der belgische Klassiker-Spezialist, „raubt einem jede Hoffnung.“ Ein Beleg für Doping ist das noch nicht, und bisher gibt es auch keinen anderen Beweis für ein Fehlverhalten von Pogacar – nur Verdächtigungen. Weshalb viele Beobachter auch sein nächstes Rennen faszinierend finden werden. Nur der Sieg in Roubaix fehlt Tadej Pogacar noch Am Sonntag startet der Weltmeister beim Kopfsteinpflaster-Klassiker Paris-Roubaix. Es ist das dritte Monument der Saison – und das einzige, das er noch nicht gewonnen hat. Das liegt daran, dass es in der „Hölle des Nordens“ weder Berge noch die kurzen, giftigen Anstiege gibt, die Pogacar liebt. Aber auch daran, dass er sich die 258,3 Kilometer lange Tortur, bei der es in 30 Sektoren fast 55 Kilometer über gröbstes Kopfsteinpflaster geht, erst einmal angetan hat. 2025 wurde Pogacar Zweiter, damals war er, nachdem er sich gemeinsam mit Mathieu van der Poel abgesetzt hatte, in einer Kurve ausgerutscht. Der Niederländer, der dreimal nacheinander in Roubaix triumphierte, ist auch diesmal der Favorit. Aber Pogacar nicht weit weg. Auch Eddy Merckx zollt RespektTadej Pogacar – ein einzigartiger Radprofi Der Slowene und viermalige Gewinner der Tour de France ist nicht nur einer der besten Rundfahrer, die es je gegeben hat, sondern zugleich ein außergewöhnlicher Klassikerspezialist – der alles dafür tut, um auch auf diesem Terrain erfolgreich zu sein. Der „L’Equipe“ hat der 1,76 Meter große Profi jetzt verraten, dass er bei der Flandernrundfahrt 66 Kilogramm gewogen habe – zwei mehr als normalerweise. „Das ist größtenteils Muskelmasse, die ich durch viele Übungen mithilfe unseres Physiotherapeuten aufgebaut habe“, erklärte er, „denn es ist nicht besonders vorteilhaft, bei einem Klassiker der Leichteste zu sein.“ Radprofi Tadej PogacarDer Mann, der alles gewinnen kann Nun will Pogacar auch bei Paris-Roubaix eine gewichtige Rolle spielen. Sollte er bei diesem Rennen erstmals siegen, wäre der „Grand Slam der Monumente“ 2025 für ihn tatsächlich zu schaffen – denn die dann noch folgenden Lüttich-Bastogne-Lüttich (drei Siege) und Lombardei-Rundfahrt (fünf Erfolge) gehören zu seinen Lieblingsrennen. Mathieu van der Poel traut seinem Konkurrenten jedenfalls alles zu. „Ich hatte ein Problem“, meinte der Niederländer nach seinem zweiten Platz bei der Flandern-Rundfahrt, „hier fuhr ein Phänomen herum.“ Tadej Pogacar gewinnt erneut in der Lombardei, hat wieder eine unglaubliche Saison absolviert und durch seine Solo-Siege den Radsport verändert – doch die Ziele gehen ihm nicht aus. Tadej Pogacar dominiert mit seinem UAE-Team den Radsport – und er hat noch lange nicht genug. Allen Zweifeln zum Trotz. So spaltet Tadej Pogacar die Radsport-Welt Porsche Tennis Grand PrixDie weltbesten Stars zu Gast in Stuttgart RadsportRad-Legende Merckx wieder im Krankenhaus DartsTransfrauen nicht mehr bei Frauen-Turnieren zugelassen Handball-BundesligaMarcel-Schiller-Show in Leipzig – Frisch Auf landet Auswärtssieg Fußball-Weltmeisterschaft 2026Felix Zwayer als einziger deutscher WM-Schiedsrichter nominiert Tennis Porsche Grand PrixVerletzt: Aryna Sabalenka sagt ihre Teilnahme ab Barock Volleys MTV LudwigsburgDie Play-offs sind erneut das große Ziel Allianz MTV StuttgartNach Saison ohne Titel – so reagiert Trainer Bitter auf die Kritik TVB StuttgartWird Lenny Rubin noch einmal ein Thema, Jürgen Schweikardt? Vom 11. bis 19. April schlagen die weltbesten Tennisfrauen wieder in Stuttgart auf. Nur einen Wermutstropfen haben die Veranstalter zu beklagen. Der fünfmalige Tour-de-France-Sieger Eddy Merckx muss wegen einer schweren Entzündung an der Hüfte behandelt werden. Es ist eine neue Etappe auf einem langen Leidensweg. Noa-Lynn van Leuven war schon bei der Darts-WM dabei. Bei reinen Frauen-Wettbewerben darf sie künftig nicht mehr antreten. Die Niederländerin spricht über die Konsequenzen. Linksaußen Marcel Schiller wirft beim 34:29 von Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen beim SC DHfK Leipzig 16 Tore und ragt aus einer geschlossenen und reifen Mannschaft heraus. Der Bundesliga-Referee darf zur WM im Sommer. Daniel Siebert gehört diesmal dagegen nicht zum FIFA-Aufgebot. Der Stuttgarter Tennis Grand Prix ist vor dem ersten Aufschlag um eine Attraktion ärmer: Die Nummer eins der Welt sagt ihre Teilnahme am Klassiker in der Porsche-Arena ab. Die Ludwigsburger Bundesliga-Volleyballer haben eine herausragende Saison gespielt – und die Ambitionen des Vereins bleiben hoch. Die Stuttgarter Volleyballerinnen scheitern im Play-off-Halbfinale erneut an sich selbst – Konstantin Bitter muss nun ein neues Team mit einer größeren Siegermentalität formen. Geschäftsführer Jürgen Schweikardt spricht vor dem Spiel des TVB Stuttgart beim Bergischen HC über die Erfolgsserie, die schwache Ausbeute in Auswärtsspielen und die neue Saison. --- Source: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.vor-paris-roubaix-so-spaltet-tadej-pogacar-die-radsport-welt.3789ffc7-f3a0-4de8-ac4a-65ca800764e3.html sdDatePublished: 2026-04-10T16:13:00Z Topics: cycling, sport achievement Locations: Leverkusen, Milan, Slovenia, Como, United Arab Emirates, Stuttgart, Italy, France, Austin, Göppingen, Wallonia, Île-de-France, Solingen, Lille, Belgium, Bastogne, Ludwigsburg, Leipzig