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  "description": "Größter Rettungseinsatz im Engelbergtunnel Leonberg nach Lkw-Brand, über 400 meist ehrenamtliche Einsatzkräfte, zwei Verletzte, Schadenshöhe 10-15 Mio. Euro, Tunnel-Einsätze erfordern spezielle Ausbildung, Großübung geplant.",
  "articleBody": "Nach Feuer im Nadelöhr bei Leonberg: So gut sind die Retter für Einsätze im Tunnel gerüstet - Landkreis Böblingen\nLikely publishing date: 2026-04-10\n\nNach Feuer im Nadelöhr bei LeonbergSo gut sind die Retter für Einsätze im Tunnel gerüstet\n\nEin Lkw brennt am 3. März im Engelbergtunnel. Mit über 400 Beteiligten ist es der bisher größte Einsatz für Rettungskräfte dort. Wie kann so etwas gelingen?\n\nUm 14.19 Uhr am Dienstag, 3. März, wird aus einem normalen Arbeitstag ein Ausnahmezustand.Im Engelbergtunnel bei Leonberg brennt ein Lkwmit Anhänger, der Kühlschränke geladen hat.Dichter Rauch zieht durch die Röhre, Menschen sind in Gefahr. Während die meisten erst durch Meldungen in sozialen Netzwerken oder im Radio davon erfahren, sind bereits Dutzende Männer und Frauen auf dem Weg zumTunnel– viele direkt vom Arbeitsplatz, manche vom Mittagstisch zu Hause.\n\nÜber 400 Einsatzkräftewerden es am Ende des Tages sein.Weit über 200 von verschiedenen Feuerwehren, über 100 von Rettungsdiensten sowie etwa 40 bis 50 Polizeibeamte. Dazu kommen auch Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) sowie Mitarbeiter der StadtLeonberg, des Landkreises Böblingen sowie derAutobahnGmbH. Doch wie kann ein Einsatz in einer solchen Größenordnung überhaupt funktionieren?\n\nBrandimEngelbergtunnel: So läuft der Rettungseinsatz an\n\nHört man sich bei den beteiligten Organisationen um, läuft es auf drei Dinge hinaus: eine klare Einsatzstruktur, eine an den Tunnel angepasste Ausbildung und gute Kommunikation untereinander.\n\nKleinere Autobrände hat es im 1998\n\n99 fertiggestellten Engelbergbasistunnel, so der korrekte Namen, schon gegeben, auch größere Unfälle. Aber noch nie ein so verheerendesFeuer.Der Schaden allein am Tunnelwurde kurz nach dem Brand auf 10 bis 15 Millionen Euro geschätzt.Zwei Personen erlitten eine Rauchgasvergiftung.\n\nDass nicht mehr Menschen zu Schaden gekommen sind, liegt auch am schnellen Einsatz der Feuerwehren aus Leonberg undGerlingen. Mit der Fertigstellung des Engelbergbasistunnels wurde auch eine Alarm- und Ausrückeordnung festgelegt, wie der Gesamtkommandant der LeonbergerFeuerwehr, Wolfgang Zimmermann erläutert. „Damit nichts schieflaufen kann“, sagt er.\n\nNadelöhr A 81 bei LeonbergEndspurt im Engelbergtunnel: Drei Dinge fehlen noch bei der Reparatur\n\nDarin ist festgelegt, was bei den verschiedenen Arten von Not- und Einsatzfällen zu geschehen ist. Etwa welche Blaulichtorganisation – vonPolizeiüber Feuerwehr bis Rettungsdienst und THW – in welchem Umfang alarmiert und zum Einsatz geschickt wird. Und darauf bauen auch die Ausbildung und das Training der jeweiligen Einsatzkräfte auf.\n\nWie ein Baumdiagramm: Jeder Ast weiß, was zu tun ist\n\nMan kann sich das vorstellen wie ein Baumdiagramm. Am Ausgangspunkt ist die Einsatzleitung. „Da Dreiviertel der Tunnelfläche auf Leonberger Gemarkung liegen, hat immer Leonberg die Einsatzleitung“, erklärt Zimmermann. Und damit in den meisten Fällen er selbst.\n\nAllein muss Zimmermann den Job aber nicht machen. Denn in einem solchen Ernstfall steht er einem Führungsstab vor, zu dem auch die Führungsgruppe der Feuerwehr, der Leiter des Rettungsdienstes, der leitende Notarzt sowie je ein Vertreter der Polizei und der Autobahn AG gehören.\n\n„Der Führungsstab trifft sich im Feuerwehrhaus und koordiniert von dort aus den Einsatz“, erklärt der Leonberger Kommandant. Im Einsatzlagezentrum kann beispielsweise auf alle Aufnahmen der Überwachungskameras im Tunnel zugegriffen werden. Von dort aus wird der Einsatz koordiniert. Und das über Stunden, manchmal auch Tage wie etwabeim Brand der Vergärungsanlage 2019, dem bisher größten Einsatz der Leonberger Feuerwehr.\n\nDen größten Teil der Einsatzkräfte machen die Feuerwehrleute aus. Die „erste Welle“ bilden dabei stets Leonberg und Gerlingen, da der Tunnel auf dem Gebiet der beiden Städte liegt. „Wir üben schon seit ewigen Zeiten zusammen. Wir gehen da Hand in Hand“, sagt der Leonberger Kommandant. Leonberg und Gerlingen seien dabei in ständigem Austausch.\n\nFeuer im Engelbergtunnel LeonbergLkw-Fahrer dachte, er stirbt – und schickte eine Abschiedsbotschaft\n\nDie zweite Welle bilden dann Feuerwehren aus dem Umland. Im Falle von Gerlingen sind das beispielsweise Ditzingen, Möglingen und Markgröningen. Bei größeren Einsätzen unterstützt auch die Feuerwehr Herrenberg. „Die haben mit dem Schönbuchtunnel ja eine ähnliche Aufgabe und die nötige Tunnel-Ausbildung“, erklärt Wolfgang Zimmermann.\n\nEinsatz-Szenarien müssen immer wieder geübt werden\n\nAusbildung ist in dem Zusammenhang ein entscheidendes Stichwort. Denn der Tunnel stellt die Brandschützer vor besondere Herausforderungen. „Wenn wir da reingehen, wissen wir nicht, was uns erwartet. Deshalb ist es wichtig, dass unsere Leute sicher vorgehen können“, sagt der Leonberger Kommandant. „Die Abläufe müssen sitzen, das muss alles ineinandergreifen“, verdeutlicht er. Deshalb sind spezielle Übungen für die Feuerwehren besonders wichtig.\n\nAber eben auch besonders aufwendig und teuer. Bevor die noch andauernden Bauarbeiten am Engelbergtunnel gestartet sind, hatte der Bund 2018\n\n19 den Feuerwehren aus Leonberg, Gerlingen und Ditzingen einen Lehrgang an der Europäischen Feuerwehrakademie in der Schweiz finanziert. Dort gibt es einen unterirdischen Tunnel, in dem speziell Einsätze in Tunnel geübt werden können.\n\n„Es hätte schon vor zwei Jahren eine Großübungen im Engelbergtunnel stattfinden sollen, aber sie wurde immer wieder verschoben“, berichtet Wolfgang Zimmermann. Sie sei jetzt für Ende November geplant. „In Gerlingen behandeln wir das Thema Einsätze im Tunnel jährlich in unserem Übungsplan. In diesem Jahr sind sogar zwei Sonderübungen geplant“, berichtet Dennis Blos, Pressesprecher der Feuerwehr Gerlingen.\n\nÜber 400 Einsatzkräfte – der Großteil davon ehrenamtlich\n\nDass am Ende nur zwei Menschen durch Rauchgas verletzt wurden und sonst niemand zu Schaden kam, ist auch ein Zeichen für einen erfolgreich verlaufenen Großeinsatz. „Und das fast nur mit Ehrenamtlichen“, betont der Leonberger Feuerwehrkommandant, der selbst fest bei der Stadt angestellt ist.\n\nInsgesamt hat die Leonberger Wehr acht Vollzeitbeschäftigte bei rund 150 Aktiven in der Einsatzabteilung. Die Feuerwehr Gerlingen hat derzeit bei 71 Aktiven nur einen bei der Stadt Angestellten – den Gerätewart. Da bleibt Wolfgang Zimmermann als Einsatzleiter nur eine Erkenntnis: „Der Einsatz beim Tunnelbrand war eine Riesenleistung von allen.“\n\nNeue Leitungen wurden verlegt, und es passiert noch mehr: Im Autobahntunnel, der beim Lkw-Brand vom 3. März schwer beschädigt wurde, laufen die Arbeiten weiter.\n\nGermano Salese saß 40 Minuten im brennenden Engelbergtunnel fest. Er dachte an das Ende. Heute kämpft der Lkw-Fahrer mit den psychischen Folgen.\n\nSo gut sind die Retter für Einsätze im Tunnel gerüstet\n\nPolizei ermitteltVorfall in Leonberg: Unbekannter verfolgt 13-Jährige und hält sie fest\n\nAm Amtsgericht BöblingenSchimmel-Streit vor Gericht – „Das haben Sie schon zehnmal gesagt“\n\nGewaltausbruch in Holzgerlingen25-Jähriger greift nach Körperverletzung auch Polizei an\n\nNach Brand in DagersheimDämmplatten glimmten immer weiter – „Das sieht die Wärmebildkamera nicht“\n\nVon Autohaus in BöblingenUnbekannte montieren Reifen und Felgen ab und stehlen sie\n\nLeonberg ändert BaupläneAlte Schuhfabrik Leonberg: Sozialer Wohnungsbau zur Hälfte gestrichen\n\nSachbeschädigung in HerrenbergUnbekannte schlagen auf Auto ein\n\nFinanzamt stoppt NebenerwerbBernd Spindler musste Schafe abgeben – „An Silvester sind Tränen geflossen“\n\nSpielstraße in DagersheimAnwohner fordern Blitzer – „Kinder kannst du hier nicht alleine draußen lassen“\n\nEin Mädchen ist in Leonberg zu Fuß unterwegs. Plötzlich wird sie von einem Unbekannten verfolgt, der ihr auch ans Gesäß fasst. Die 13-Jährige kann flüchten, die Polizei sucht Zeugen.\n\nVor dem Amtsgericht Böblingen stritten ein Vermieter und eine Mieterin um Schimmel und Mietschulden. Am Ende fand ein zäher Konflikt ein schlichtes Ende.\n\nIn Holzgerlingen schlägt ein 25 Jahre alter Mann am Freitagfrüh auf einen 37-Jährigen ein. Als die Polizei eintrifft, greift er auch diese an. Dann beißt er sogar eine Polizistin.\n\nAn Gründonnerstag hat es in Böblingen-Dagersheim gebrannt. Der Einsatz dauerte ungewöhnlich lange. Grund dafür war die Dachdämmung.\n\nBisher unbekannte Täter montieren die Reifen und Alufelgen eines bei einem Autohaus abgestellten VW in Böblingen ab und stehlen sie. Die Polizei sucht Zeugen.\n\nLange haben Leonberger Künstler für ihr Domizil gekämpft. Nun steht fest, was aus dem alten Gemäuer am Rande der Altstadt werden soll.\n\nBisher unbekannte Täter schlagen in der Nacht auf Freitag auf ein geparktes Auto in Herrenberg ein. Der Schaden beträgt 15 000 Euro. Die Polizei sucht Zeugen.\n\nBernd Spindler musste seine kleine Herde zum Jahreswechsel abgeben. Ob er die Schäferei wieder aufnehmen darf, hängt von der Entscheidung des Finanzamts ab.\n\nBlitzer sind bei Autofahrern verhasst. Der Anwohner einer Dagersheimer Spielstraße sieht das Thema ganz anders. Er würde sich über mehr Kontrollen freuen.",
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