Handl Tyrol meldet Umsatzplus von fast fünf Millionen Euro auf 218 Millionen, trotz geopolitischer Spannungen und Kostensteigerungen durch Iran-Krieg; Risiko für Produktion, Energiepreise und Lieferketten betont.
Handl Tyrol schraubt Umsatz nach oben - tirol.ORF.at Likely publishing date: 2026-04-10
10.04.2026 18.21 Online seit heute, 18.21 Uhr
Handl Tyrol schraubt Umsatz nach oben
Das Familienunternehmen mit Sitz in Pians meldet für das vergangene Geschäftsjahr ein Umsatzplus von fast fünf Millionen Euro. In Summe lag der Umsatz bei rund 218 Millionen. Beim Speckhersteller beobachtet man jedoch die geopolitischen Spannungen mit Sorge.
Die positiven Zahlen des Jahres 2025 lassen sich schnell zusammenfassen: Fast 220 Millionen Euro Umsatz und damit ein Plus im Vergleich zum Vorjahr. Diese Erfolgsmeldung wertet man bei Handl Tyrol in einer Presseaussendung als Beleg für einen weiterhin „stabilen Wachstumskurs“. Rund 780 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten dazu beigetragen, hieß es.
Erwirtschaftet wurde das Umsatzplus in einem weiterhin schwierigen Umfeld. Die zunehmenden geopolitischen Spannungen könnten sich jedoch spürbar auswirken, wurde beim Tiroler Familienunternehmen betont. Man sieht das Risiko, dass die Kosten durch den Krieg im Iran weiter steigen könnten. Auswirken würde sich das auf Produktion, Energiepreise, Lieferketten und letztlich auch auf die Konsumentinnen und Konsumenten.
Handl liefert seine Produkte in mehr als 30 Länder, wobei neben Österreich vor allem Deutschland, Italien, die Benelux-Staaten und Osteuropa zu den wichtigsten Märkten zählen. „Vor diesem Hintergrund beobachtet das Unternehmen die internationalen Entwicklungen sehr genau“, erklärte Firmenchef Karl Christian Handl.
Schon vor dem Iran-Krieg hatten sich hohe Energie- und Produktionskosten sowie die gestiegenen Kollektivlöhne laut Handl „spürbar auf die gesamte Branche“ ausgewirkt. Das führe dazu, dass Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette unter Druck stünden. 2026 warten weitere Herausforderungen. Handl nennt vor allem die steigenden Logistik- und Kunststoffpreise. Auch andere zu erwartende Rohstoffverteuerungen würden ihren Teil dazu beitragen, dass man sich mit einem „herausfordernden Jahr“ konfrontiert sieht.
Handl will die Stabilität mit „gezielten Investitionen“ stärken. Im Geschäftsjahr 2025 wurden rund zehn Millionen Euro in Automatisierung und Modernisierung sowie in die Produktionsprozesse investiert. Für die kommenden Jahre sieht man sich gut aufgestellt. „2025 zeigt, dass wir auch unter schwierigen Rahmenbedingungen stabil wirtschaften und wachsen können“, betonte Karl Christian Handl.