Street Art Festival verwandelt Stuttgarter Innenstadt in offene Bühne, Besucher gestalten mit Romulo Kurányi gemeinsames Kunstwerk; viele spontane Aktionen, niedrigschwellige Mitmachangebote, Fokus auf Gemeinschaft und Partizipation. Stuttgarter Innenstadt: Kunst zum Mitmachen: Street Art Festival belebt Innenstadt - Stuttgart Likely publishing date: 2026-04-11 Stuttgarter InnenstadtKunst zum Mitmachen: Street Art Festival belebt Innenstadt Die Stuttgarter Innenstadt wird zur offenen Bühne für das Street-Art-Festival. Auch dabei ist Romulo Kurányi, der einen XXL-Marker gemeinsam mit Besuchern zur Leinwand macht. Um kurz nach 11 Uhr ist es in der StuttgarterInnenstadtam Samstag wuselig und voll.Die Sonne lockt die Menschen aus ihren Häusern,vor den Cafés werden die ersten Tische knapp. Es ist einer dieser Frühlingssamstage, an denen man einfach draußen sein will. Und genau in diesen Moment hinein mischt sich einFestival, das zunächst fast nebenbei passiert. „StuttgartStreet Art“ nutzt diese frühlingshafte Stimmung. Kein abgesperrtes Gelände, keine festen Bühnen, sondern ein Programm, das sich über die Innenstadt verteilt. Rundum Schlossplatz, KönigstraßeundDorotheenquartierwird die Stadt für einen Tag zur offenen Bühne. Wer stehen bleibt, ist schon mittendrin. Viele Angebote sind bewusst niedrigschwellig, vieles passiert spontan. Walking Acts laufen durch die Menge, kleine Shows entstehen direkt vor Geschäften, dazu kommen Mitmachaktionen und eine eigene Street-Art-Tour für alle, die mehr wissen wollen. Die Stadt lebt aufStuttgart im Frühling, das ist Stuttgart in schön Die Veranstalter selbst verstehen das Festival vor allem als Einladung an die Stadt. Bereits zum neunten Mal findet die Street Art statt. „In derStuttgarter Citygeht’s endlich wieder rund“, heißt es von der City-Initiative, die das Format organisiert. Man wolle die Innenstadt bewusst „mit einem bunten Straßenkunst-Programm“ beleben – und das „vollkommen gratis“. Eventmanagerin Priska Scherrer sagt, man freue sich „auf viele begeisterte Besucherinnen und Besucher“, während City-Manager Holger Siegle betont, dass es genau diese Mischung sei, die den Reiz ausmache: eine Veranstaltung, die „bei Jung und Alt für strahlende Gesichter sorgt“ und die Innenstadt für ein paar Stunden spürbar verändert. Ein besonderes Highlight ist der Auftritt von Romulo Kurányi im Dorotheenquartier, der vor Ort einen überdimensionalen Marker bemalt, der selbst zur Leinwand wird. Aus einem einfachen Objekt entsteht so ein gemeinsames Kunstwerk, das sich im Laufe des Tages verändert und an dem sich Besucher direkt beteiligen können. Immer wieder bleiben Passanten stehen, schauen zu oder greifen selbst zum Stift und werden so Teil der Aktion. Regelmäßig in der alten Heimat: Romulo Kurányi Romulo Kurányi, aufgewachsen in Petrópolisund Rio de Janeiro, hat schon einige Stationen hinter sich: In Stuttgart führte er einst das Promi-Lokal H’ugo’s, später machte er sich als Eismacher in Degerloch einen Namen. Kurz vor der Pandemie zog er einen klaren Schlussstrich, verkaufte seine Läden und konzentrierte sich ganz auf dieKunst. Heute lebt der Halbbruder des früheren FußballprofisKevin Kurányimit seiner Familie wieder in Brasilien, hat ein Atelier in Rio de Janeiro, kommt aber regelmäßig nach Stuttgart zurück. „Den Schwaben in mir werde ich nicht mehr los“, sagt er mit einem Grinsen auf den Lippen. Alle acht Wochen versucht er in seine alte Heimat zu kommen, in der er fast 25 Jahre gelebt hat. Zuletzt angereist ist er Anfang April für die Wiedereröffnung seines Pop-Up Ateliers „Atelier Kurányi“. Regelmäßig eröffnet das Atelier auf Zeit in der Münzstraße, bis Mai stellt Kurányi dort seine Kunst aus. Für Kurányi selbst steht bei der Aktion die Gemeinschaft im Mittelpunkt. „Die Idee dahinter ist, dass wir hier einen großen Marker mit der Community bemalen“, sagt er, „und jeder darf etwas Positives drauf zeichnen.“ Street Art versteht er dabei als etwas sehr Persönliches: „Streetart bedeutet für mich Freiheit – das machen zu können, was wirklich im Inneren steckt, ohne irgendwelche Eingrenzungen.“ Geprägt wurde er früh, sein Vater habe als Hobbykünstler gearbeitet und ihn inspiriert, seine eigene Kunst zu verfolgen. Heute verarbeitet er in seinen Werken, was er selbst erlebt: „Ich möchte die Facetten der Menschen in meiner Kunst widerspiegeln. Ich sauge das, was ich in der Welt sehe auf und bringe es auf die Leinwand.“ Deshalb sind seine Bilder oft von Gesichtern geprägt, die ineinander übergehen – für ihn ein Zeichen dafür, „dass wir Menschen unsere eigenen Facetten haben, aber doch irgendwie miteinander verbunden sind.“ Ob der Schlossplatz der schönste Platz Europas ist, sei dahingestellt. Er ist auf jeden Fall sehr schön. So schön, dass es fast nichts zu meckern gibt. Und das will hier was heißen! Kunst zum Mitmachen: Street Art Festival belebt Innenstadt d) für Produkt- und Terminalschulungen Fandom-Party in Stuttgart„Heated Rivalry“-Night in der Lerche 22: Fans feiern den Messias der Gen Z „Neurodivergenz“Millionenfache ADHS-Diagnosen – warum immer mehr Menschen aus der Reihe tanzen Lost Place in StuttgartVom Hotspot zum Geisterhaus: Warum es am Ufa-Palast nicht vorwärts geht Neustart in StuttgartFlucht aus Donezk: Wie eine ukrainische Regisseurin in Hofen ihr Glück fand Ping Pong im KesselWo man in Stuttgart Tischtennis spielen kann Stuttgart – Kunst & GastronomieKunstmuseum schließt bis 2027 –Was heißt das für das CUBE Restaurant? Abschiedsfeier für SternenkinderWenn das Kind nicht leben durfte – „gemeinsame Trauer kann hilfreich sein“ Streifzug durch die AltstadtHidden Gems – so cool ist Stuttgarts Schmuddelviertel wirklich Bei der „Heated Rivalry“-Night in der Lerche 22 wird gekreischt, getanzt und das Serien-Fandom zelebriert. Ein Abend für Fans – und einer der letzten in dem Stuttgarter Pop-up-Club. ADHS wird immer häufiger festgestellt. Woran aber liegt das? Einblicke in ein schwer zu fassendes Phänomen, das man nicht als "Modediagnose" abtun kann. [Plus-Archiv] Die Fassade bröckelt, oft türmt sich Unrat, der Anblick ist trostlos: Der 2020 geschlossene Ufa-Palast ist ein Lost Place. Noch immer ist kein Bauantrag gestellt. Warum? [Plus-Archiv] Valeriia Sierova floh vor dem Krieg in Donezk nach Stuttgart. Heute leitet die Regisseurin die Bühne U14 2. Eine Geschichte über Mut, Theaterleidenschaft und neue Hoffnung. Was kommt mit dem Frühling? Die Lust auf Tischtennis! Wir haben Ping-Pong-Spots im Kessel gesammelt, ihr braucht nur noch Schläger, Bälle und ein Sportgetränk. Am 12. April ist vorerst Schluss: Das Kunstmuseum Stuttgart startet eine große Sanierung. Was aber geschieht mit der Gastro – dem CUBE Restaurant und der o.T. Bar? Zweimal im Jahr trauern Eltern gemeinsam um Mädchen und Jungen, die tot zur Welt gekommen sind. Betroffene erleben, dass sie mit einem solch schweren Verlust nicht allein sind. Ob Kunst, gemütliche Cafés oder schicke Bars: Im Bohnen- und Leonhardsviertel gibt es einige Geheimtipps und Lieblingsorte, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. --- Source: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgarter-innenstadt-kunst-zum-mitmachen-street-art-festival-belebt-innenstadt.95747660-fb64-4e28-9dd9-46ab944df850.html sdDatePublished: 2026-04-11T15:17:00Z Topics: art exhibition, visual arts, festival, people Locations: Stuttgart, Donetsk, Rio de Janeiro