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  "description": "Konflikte und Wandel im Stuttgarter Leonhardsviertel; Mischung aus Rotlicht, Partymeile, Kunst und Gastronomie; Züblin-Parkhaus als Streitpunkt; zahlreiche versteckte Lokale, Clubs, Kultstätten und innovative Konzepte vorgestellt.",
  "articleBody": "Streifzug durch die Altstadt: Hidden Gems – so cool ist Stuttgarts Schmuddelviertel wirklich - Stuttgart\nLikely publishing date: 2026-04-11\n\nStreifzug durch die AltstadtHidden Gems – so cool ist Stuttgarts Schmuddelviertel wirklich\n\nOb Kunst, gemütliche Cafés oder schicke Bars: Im Bohnen- und Leonhardsviertel gibt es einige Geheimtipps und Lieblingsorte, die nur darauf warten, entdeckt zu werden.\n\nImLeonhardsvierteltreffen Partymeile, Wohngebiet, Rotlicht und Einzelhandel aufeinander. Zwischen diesen Häuserzeilen spürt man die Stadtgeschichte Stuttgarts in all ihrer Spannung und Reibung. Hier war schon immer viel los.\n\nDie Sankt Leonhards Vorstadt entstand ab dem 14. Jahrhundert als erste Erweiterung der mittelalterlichen Kernstadt. Vorher lagen hier Wiesen, Weinberge und Wälder. Das neue Viertel bot Platz für Weingärtner und Handwerker, deren Feuerstätten im Stadtkern zu gefährlich gewesen wären.\n\nStuttgarter AltstadtStreit im Leonhardsviertel: „Wo ist die Entwicklung, die uns versprochen wurde?“\n\nEntlang der Hauptstätter Straße, einem frühen Güterumschlagsplatz, lebten Taglöhner, die beim Umräumen der Waren halfen – in einem Gebiet, das als „Gebiet der armen Tropfe“ bekannt war. Kleine Häuser mit Hinterhöfen, in denen Gemüse angebaut wurde, prägten das Viertel. Besonders Bohnen wuchsen überall und gaben dem Viertel seinen Namen.\n\nHandwerksbetriebe wie Brenner, Wagner und Weber siedelten sich an, um Feuergefahren in der Innenstadt zu vermeiden. Noch heute erinnern Straßennamen wie Wagner-, Brenner- oder Weberstraße an die ersten Bewohnerinnen und Bewohner.\n\nDie wohlhabende Stadtbevölkerung hielt Abstand von der armen Vorstadt. In der Richtstraße lebte etwa der Scharfrichter nahe seines Arbeitsplatzes an der Stadtmauer. Das Henkersfest erinnert noch heute an diese blutige Vergangenheit am Wilhelmsplatz.\n\nLeben in StuttgartZwischen Rotlicht und Ausgehmeile: Vier Bewohner erzählen vom Leonhardsviertel\n\nBeim Rundgang durch das Viertel lohnt sich ein Blick in die Hinterhöfe: Zwischen alten Mauern und Häuserzeilen verstecken sich immer wieder grüne Ruheoasen mitten in der Innenstadt.\n\nFrüher trug sie den Namen Rogers Kiste, später wurde daraus schlicht Kiste, dann zeitweise Box – und heute ist sie wieder die Kiste. Was sich jedoch nie verändert hat, ist der Jazz. Sechs Abende in der Woche pulsiert hier die Musik – und an Müdigkeit ist nicht zu denken. Der kleine Club gehört längst zu den festen Größen der Stuttgarter Kulturszene. Seit 1988 begeistert er sein Publikum in der Altstadt mit entspannter Live-Musik und spürbarem Rhythmus. Auf der kleinen Bühne treffen unterschiedlichste Stilrichtungen aufeinander und verschmelzen in lebendiger Improvisation.\n\nBrunnenwirt im LeonhardsviertelMittags trifft sich Stuttgart in diesem Kultlokal – „Findet man nicht mehr oft“\n\nSeit 2021 gibt es im Leonhardsviertel die Hommage Feinkostbar. In den Räumen, in denen früher Spielautomaten standen, werden heute Lebensmittel und Getränke angeboten. Die Auswahl trägt teils ungewöhnliche, klangvolle Namen wie „Amore Ardente“, „Knofeliger Fang“ oder „Beschwipster Dusel“. Verzehrt werden kann vor Ort, zu Hause oder im Hinterhof, der mit Lichterketten ausgestattet ist.\n\nDie Bar Holzmaler im Leonhardsviertel funktioniert nach dem Speakeasy-Prinzip: Zutritt gibt es nur per Klingel am Schild „Johannes Mack“. Innen entführt das Interieur von den 1920er Jahren bis zu den „neuen Goldenen Zwanzigern“. Tropische und exotische Wandmalereien, darunter Elin Dokas „Tänzerin im Bananenrock“ als Josephine-Baker-Hommage, prägen den Raum. An der langen Bar werden kreative Cocktails aus besonderen Spirituosen serviert.\n\nLeonhardsviertel in StuttgartArmut, Lärm und Hitze – Wer lebt im Leonhardsviertel?\n\nIn der Weberstraße steht der Schellenturm, der letzte erhaltene Turm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Stuttgarts. 1564 als Kastkellereiturm erbaut, diente er zunächst als Lagerraum. Seinen Namen erhielt er 1811 nach dem Abbruch des ursprünglichen Schellenturms, benannt nach den Schellenwerkern – Gefangenen, die Glöckchen an ihrer Kleidung trugen.\n\nNach Kriegsschäden wurde der Turm wieder aufgebaut, 1980 nach einer Restaurierung der Öffentlichkeit übergeben. Heute lädt die Weinstube zum Schellenturm zu gemütlichen Stunden im Bohnenviertel ein.\n\nDer Jazzclub befindet sich im Anbau des Gustav-Siegle-Hauses und wurde im Dezember 2006 eröffnet. Er zählt zu den etablierten Spielstätten der Stuttgarter Musikszene. Das Magazin DownBeat führt den Club unter den 50 besten Jazzclubs weltweit. Das musikalische Programm reicht von international besetzten Jazzkonzerten bis hin zu Soul und Funk und spricht damit ein breiteres Publikum an. Ergänzt wird das Angebot durch eine gehobene Gastronomie mit kleinen Tischen sowie einer Auswahl an Weinen und Whiskys.\n\nDie Galerie Kunstbezirk im Gustav-Siegle-Haus wird vom Förderkreis Bildende Künstler Württemberg getragen und bietet auf rund 450 Quadratmetern vor allem jüngeren Künstlern aus Stuttgart und der Region eine Ausstellungsfläche.\n\nGezeigt werden – auch dank der hohen Räume – großformatige Arbeiten, Installationen und Medienprojekte. Das Programm verbindet verschiedene Disziplinen wie BildendeKunst, Film, Musik und Performance und wird von einem Kuratorium mit Beteiligung regionaler Kunstinstitutionen mitgestaltet.\n\nFumes and Perfumes im Züblin Parkhaus\n\nIm Züblin-Parkhaus trifft Alltägliches auf Kultur: Ein Flyer mit QR-Code am Kassenautomaten führt per Podcast durch die im Gebäude verteilte Fotoausstellung „Fumes and Perfumes“. Die Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern wie Frank Bayh, Steff Ochs, Monica Menez und Yves Noir sind direkt an den Betonwänden zu sehen – auch ohne Parkticket und zu Fuß zugänglich.\n\nStreit im LeonhardsviertelWie geht es mit dem Züblin-Parkhaus weiter? Der ewige Bremsklotz im Quartier\n\nAuf dem obersten Deck befindet sich zudem ein Gemeinschaftsgarten mit Hochbeeten. Gelegentlich wird die Fläche auch für kleinere Veranstaltungen wie Konzerte oder Yoga genutzt.\n\nChristoph Kuttner und Henri Scharnofske haben mit ihrer Bar ein Highlight für kreative Cocktails geschaffen. Klassiker, Neuinterpretationen und eigene Kreationen werden hier handwerklich perfekt als frische, leichte Drinks serviert. Das Interieur fällt mit Fensterbögen, stilvoller Beleuchtung und der langen Theke sofort ins Auge. Hinter der Bar stehen bekannte Gesichter aus Stuttgarter Cocktail-Lokalen und mixen hochwertige Spirituosen. Das namensgebende Tier taucht als kleines Gimmick immer wieder auf, etwa auf Bierdeckeln, auf denen Gäste eigene Interpretationen verewigen können.\n\nDer Nachtwächterbrunnen hinter der Leonhardskirche erinnert an die Nachtwächter, die bis 1862 für Ruhe in Stuttgart sorgten – im lebhaften Bohnenviertel sicher keine leichte Aufgabe. Die Statue zeigt einen Mann mit Pelerine, Laterne, Rufhorn und Hellebarde, begleitet von einem Hund. Die Säule ist mit nachtaktiven Tieren wie Eulen und Fledermäusen geschmückt. Die Laterne in seiner Hand war zudem Stuttgarts erste elektrische Straßenbeleuchtung.\n\nWem es mehr nach Kuchen gelüstet, der ist beim Café Da an der richtigen Adresse. Hier werden die Kuchen, Torten und Co. jeden Tag frisch gebacken und noch dazu vegane sowie glutenfreie Varianten angeboten.\n\nDie Wunderkammer im Bohnenviertel setzt auf selbstgemachte Speisen ohne Zusatzstoffe, zubereitet aus frischen Zutaten. Gemütliche Sofas, Sessel und die offene Küche schaffen eine entspannte Atmosphäre. Im Winter sorgt ein Kamin für Wärme, im Sommer lädt die Terrasse zum Verweilen ein.\n\n18 Jahre im Leonhardsviertel„Selbst Freunde aus Berlin sind vom Leonhardsviertel beeindruckt“\n\nFrühstück wird bis 14 Uhr serviert (sonntags bis 15 Uhr). Mittags und abends gibt es eine Bistro-Karte. Die Wunderkammer lässt sich zudem für private Feiern oder Kochkurse buchen.\n\nDas High Fidelity, von Roxana und Bernd Kreis gegründet, kombiniert peruanische Küche, erlesene Weine und Jazz zu einem einzigartigen Erlebnis. Das Küchenteam bringt authentische Gerichte wie Ceviche oder Lomo Saltado auf den Teller, präzise und mit Liebe zum Detail.\n\nBernd Kreis, ausgezeichneter Sommelier, sorgt mit einer Weinkarte aus Klassikern und Raritäten für perfekte Begleitung. Ein besonderes Highlight ist seine selbstgebaute High-End-Musikanlage, die Jazz von Vinyl in außergewöhnlicher Qualität erklingen lässt.\n\nDas Leonhardsviertel befindet sich im Wandel: Bars und Kneipen haben längst das Monopol. Dort kommt es immer wieder zu Konflikten. Was steckt hinter dem Streit in der Altstadt?\n\nZwischen Rotlicht und Ausgehmeile: Das Leonhardsviertel in Stuttgart ist ein Ort voller Kontraste. Wie lebt es sich dort wirklich? Vier ganz unterschiedliche Menschen berichten.\n\nDer Brunnenwirt ist nicht nur eine der kultigsten Adressen für einen schnellen Imbiss. Auch der Mittagstisch bringt seit Jahrzehnten Stuttgarter aus allen Ecken zusammen. Ein Besuch.\n\nIm Leonhardsviertel ist man mittendrin in Stuttgart, im Guten wie im Schlechten. Was heißt das ganz konkret? Ein Blick in ganz und gar nicht gewöhnliche Zahlen.\n\nWas wird aus dem Leonhardsviertel? Partymeile? Wohngebiet? Rotlicht? Die Politik weiß nicht, was sie will. Was sich insbesondere beim Züblin-Parkhaus zeigt.\n\nUta Zöphel lebte 18 Jahre lang im Leonhardsviertel. Sie kennt die guten und weniger guten Seiten der Altstadt. Welche Erinnerungen sie aus diesem ganz speziellen Kiez mitnimmt.\n\nHidden Gems – so cool ist Stuttgarts Schmuddelviertel wirklich\n\nDie Stadt lebt aufStuttgart im Frühling, das ist Stuttgart in schön\n\nDie Grüne Simone Fischer„Manchmal rufe ich ,Das ist gefährlicher Unsinn!’“\n\nProzess vor dem LandgerichtToter Rentner in Stammheim – das Opfer versuchte noch, wieder aufzustehen\n\nStuttgart-GiebelBrand in Hochhaus ausgebrochen – 250.000 Euro Schaden\n\nKrieg im Nahen Osten„Weiß nicht, wer lebt und wer nicht“ – wie iranischstämmige Stuttgarter bangen\n\nOffline ist sexyNeue Events: Hier können Stuttgarter:innen wieder im echten Leben daten\n\nNeuseeland-AuswanderinJagen, fischen, Freiheit –Stuttgarterin startet Frauen-Abenteuer in Neuseeland\n\nKunstmuseum StuttgartBye bye Kubus: ein letzter Rundgang vor der Sanierung\n\nUrlaub vor der HaustürStuttgarts neue Flotte: Mit Floß, Wein und Tapas über den Neckar\n\nOb der Schlossplatz der schönste Platz Europas ist, sei dahingestellt. Er ist auf jeden Fall sehr schön. So schön, dass es fast nichts zu meckern gibt. Und das will hier was heißen!\n\nAls erster kleinwüchsiger Mensch zog Simone Fischer vor einem Jahr für Stuttgart in den Bundestag ein. Was hat sie in Berlin bisher erlebt und erreicht?\n\nZum tödlichen Schlag in der Tiefgarage sagt der Angeklagt nichts. Wohl aber zu seiner Kindheit voller Gewalt. Doch auch er hat laut Vorstrafenregister immer wieder zugeschlagen.\n\nIm vierten Obergeschoss eines Hochhauses in Stuttgart bricht ein Feuer aus. Die Ursache und das Ausmaß sind noch unbekannt.\n\nIranischstämmige Stuttgarter blicken mit großer Sorge in die Heimat – Hoffnung und Zuversicht sind von Angst, Unsicherheit und Ohnmacht abgelöst worden.\n\nDating-Burnout wegen Hinge, Bumbl und Co.? Es wird Zeit, wieder im realen Leben nach der Liebe zu suchen! Frühlingsgefühle und coole neue Events in Stuttgart machen es möglich.\n\nDie Auswanderin Isabell Zitzelsberger lebt seit Jahren in Neuseeland. Mit Outdoor-Kursen speziell für Frauen hat die Stuttgarterin dort eine kleine feministische Revolution ausgelöst.\n\nLieblinge haben ihren festen Ort. Auch und gerade in einem Kunstmuseum. Am 12. April schließt das Kunstmuseum Stuttgart für mehrere Monate. Grund genug für einen letzten Besuch.\n\nKleine Flotte, große Nachfrage: Am Max-Eyth-See startet die Saison mit neuen Angeboten für den Feierabend auf dem Wasser. Lohnt sich das? Aber ja!",
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