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  "description": "Über 50 Prozent Wertstoffe im Restmüll Rems-Murr-Kreis; hohe Kosten durch falsche Mülltrennung, trotz kostenloser Biotonne; Diskussion um gebührenbasierte Lösung; mögliche Videoüberwachung gegen illegale Entsorgung.",
  "articleBody": "Müllanalyse im Rems-Murr-Kreis: Viel zu viele Wertstoffe landen im Restmüll – warum das bald teuer werden könnte - Rems-Murr-Kreis\nLikely publishing date: 2026-04-11\n\nMüllanalyse im Rems-Murr-KreisViel zu viele Wertstoffe landen im Restmüll – warum das bald teuer werden könnte\n\nBioabfall, Glas, Papier, Batterien: Die Restmüllanalyse im Rems-Murr-Kreis zeigt ein Problem. Was in grauen Tonnen landet, könnte Gebühren sparen – wenn es richtig entsorgt würde.\n\nEs ist eine Zahl, die in ihrem Kontext nachhallt: 54 Prozent. So hoch ist der Anteil an Wertstoffen im Restmüll des Rems-Murr-Kreises. Mehr als jede zweite weggeworfene Sache hätte also einen anderen Weg nehmen können – in dieBiotonne, zum Wertstoffhof, zurück in den Kreislauf. Stattdessen: Verbrennung.\n\nDer erschreckende Befund basiert auf einer gesetzlich vorgeschriebenen Restabfallsortieranalyse, die im zweiten Halbjahr 2025 im Auftrag der Abfallwirtschaft Rems-Murr (AWRM) durchgeführt wurde. Mitarbeitende sortierten dafür Müll – von Hand, Tonne für Tonne. Das Ergebnis ist ebenso klar wie unerquicklich: Nur 46 Prozent dessen, was im Restmüll landet, ist tatsächlich Restmüll.\n\nBioabfall dominiert Fehlwürfe trotz kostenloser Biotonne\n\nWer einen Blick in die grauen Tonnen wirft, sieht demnach ein Spiegelbild des Alltags: Küchenabfälle, Verpackungen, Glas, Batterien, sogar Elektrogeräte. Besonders ins Gewicht fällt der Bioabfall. Mit 37,6 Prozent macht er den größten Teil der Fehlwürfe aus. Und das in einem Landkreis, der seinen Bürgerinnen und Bürgern eine Biotonne kostenlos bereitstellt.\n\nNoch plastischer wird das Bild durch die Zahlen aus der Analyse: 93,9 Prozent der fehlgeleiteten Bioabfälle bestehen aus Küchen- und Speiseresten. Also genau dem, was eigentlich problemlos getrennt und verwertet werden könnte. Stattdessen landet es im Restmüll und wird verbrannt.\n\nHohe Kosten durch falsche Mülltrennung imRems-Murr-Kreis\n\nDie Konsequenz ist doppelt bitter. Zum einen steigen die Kosten, denn Verbrennung ist teuer. Zum anderen gehen Erlöse verloren. Bioabfälle könnten vergoren werden, Biogas erzeugen, Strom liefern. Allein 2024 brachte das laut AWRM rund 1,4 Millionen Euro ein. Geld, das die Gebühren stabilisieren könnte – wenn der Müll richtig getrennt würde.\n\nMüllproblem im Rems-Murr-KreisVideoüberwachung an Glascontainern? Neue Rechtslage gegen Müllsünder\n\nDie Analyse zeigt auch, wie eng Umwelt und Geldbeutel zusammenhängen. Wertstoffe im Restmüll bedeuten nicht nur ökologische Verluste, sondern auch finanzielle. Denn was verbrannt wird, bringt nichts ein – im Gegenteil.\n\nLebensmittelverschwendung: 3,3 Kilogramm pro Kopf im Restmüll\n\nBesonders absurd wirkt ein Detail: Verpackte Lebensmittel machen rund drei Prozent des Restmülls aus. Das entspricht etwa 3,3 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Lebensmittel, die erst gekauft, dann entsorgt werden – ein doppelter Verlust für Haushalte und Umwelt.\n\n3,3 Kilogramm verpackte Lebensmittel werden pro Kopf und Jahr in den Restmüll geworfen.\n\nAuch andere Wertstoffe landen im falschen Behälter. Papier, Glas, Metalle, Kunststoffe – vieles davon könnte kostenlos abgegeben und verwertet werden. Stattdessen wird es teuer verbrannt. Die AWRM spricht von „Potenzial zur Gebührenstabilisierung“. Ein technokratischer Begriff für ein ziemlich handfestes Problem.\n\nElektrogeräte im Restmüll: Brandgefahr durch Batterien\n\nDoch es geht nicht nur ums Geld. Es geht auch um Sicherheit. Denn im Restmüll landen immer wieder Elektrogeräte – oft mitsamt Lithium-Ionen-Batterien. Was harmlos aussieht, kann brandgefährlich werden.\n\nSchon kleine Beschädigungen können zu Selbstentzündungen führen.Die Brände entstehen oft unbemerkt, etwa im Müllfahrzeug oder in der Anlage. Sie breiten sich schnell aus, gefährden Personal, zerstören Infrastruktur und setzen Schadstoffe frei. Die AWRM warnt vor erheblichen Risiken.\n\nDie Mülltonne wird so zum potenziellen Brandherd. Ein Risiko, das sich mit richtiger Entsorgung vermeiden ließe.\n\nAWRM setzt auf Aufklärung: „Gläserne Mülltonne“ im Fokus\n\nWie also reagieren? Die AWRM setzt zunächst auf Aufklärung. Informationskampagnen, Animationen, eine „gläserne Mülltonne“, die sichtbar macht, was eigentlich falsch läuft. Der Ansatz: motivierend statt belehrend. Niedrigschwellig, verständlich, nah am Alltag.\n\nAlba in der Region Stuttgart„Tickende Zeitbomben“ im Altpapier – Diese Gegenstände im Müll sind brandgefährlich\n\nDas Ziel ist, das Bewusstsein für den Wert von Abfällen zu schärfen und die Möglichkeiten der Entsorgung transparenter zu machen. Wertstoffhöfe, Biotonne, Sammelsysteme: Vieles ist bereits vorhanden, wird aber offenbar nicht konsequent genutzt.\n\nEin zentrales Instrument soll künftig ein „Live-Tracker“ sein. Er zeigt öffentlich, wie viel Müll verbrannt wird. Eine Art Echtzeit-Gewissen für den Landkreis. Sichtbarkeit als Druckmittel – ohne Sanktionen.\n\nGebührenmodell: Mehr Restmüll kostet künftig mehr?\n\nDoch im Verwaltungsrat der AWRM regte sich Zweifel. Reicht Aufklärung aus? Oder braucht es spürbare Konsequenzen? Einige Stimmen plädierten für ein anderes Modell: Gebühren nach Menge. Wer mehr Restmüll produziert, zahlt mehr. Technisch wäre das möglich, die Tonnen sind bereits mit Chips ausgestattet. Die Infrastruktur steht.\n\nDie Logik dahinter ist einfach: Was kostet, wird vermieden. Oder zumindest besser sortiert. Ein Satz, der in der Sitzung fiel, bringt es auf den Punkt: Über den Geldbeutel lasse sich Verhalten am ehesten steuern.\n\nNoch ist das Zukunftsmusik. Offiziell hält die AWRM am Kurs der Information fest. Doch die Tür für strengere Maßnahmen bleibt offen.\n\nMülltrennung: Wie viel Wert landet im falschen Eimer?\n\nAm Ende steht eine unbequeme Erkenntnis: Mülltrennung ist kein Wissensproblem allein. Die Systeme sind da, die Wege bekannt. Und doch landet zu viel im falschen Eimer.\n\nVielleicht ist es Bequemlichkeit. Vielleicht Gewohnheit. Vielleicht auch die Unsichtbarkeit der Folgen. Denn was einmal im Müllwagen verschwindet, ist aus dem Blick – und aus dem Sinn.\n\nDie Restabfallsortieranalyse holt diesen Müll zurück ins Licht. Sie zeigt, was schiefläuft. Und stellt eine einfache Frage: Wie viel Wert werfen wir eigentlich weg?\n\nFoto: Frank Rodenhausen, Gottfried Stoppel\n\nIllegale Müllablagerungen belasten Kommunen im Rems-Murr-Kreis. Eine Gesetzesänderung macht künftig eine Videoüberwachung möglich.\n\nNicht alles, was in der blauen Tonne landet, gehört dort hinein. Warum mangelnde Trennung im Altpapier zum echten Problem werden kann – und was sich nach Ansicht des neuen Alba-Chefs Andreas Wendt ändern muss.\n\nViel zu viele Wertstoffe landen im Restmüll – warum das bald teuer werden könnte\n\nKinder- und Jugendhilfe in FellbachDiese zwei kämpfen für jedes Kind: „Wenn sie die Kurve kriegen, weint man fast“\n\nTempolimit auf B14 bei WinnendenLeutenbachtunnel wird ausgebremst – warum Autofahrer langsam fahren müssen\n\nVortrag in WeinstadtArtenvielfalt in Städten: Hoffnungsträger Thomas Lehenherr erklärt, wie es geht\n\nUnfall auf B 29 bei WeinstadtFahrerin reagiert nicht mehr: Auto prallt gegen Leitplanke – und fährt weiter\n\nEinzelhandel im Rems-Murr-KreisFeinkost zwischen Bohrhammer, Schleifpapier und Oberfräse\n\nKurz abgelenkt am SteuerPlötzlicher Niesanfall: Ford-Fahrer kommt bei Kernen-Stetten von der Straße ab\n\nVorfall im Baumarkt„Das war garantiert qualvoll“: Unbekannte vergiften zwei Aquarien in Backnang\n\nWeinstadt-BeutelsbachTransporterfalle schnappt erneut zu – Kastenwagen bleibt in Unterführung hängen\n\nFellbach: Drogendealer verurteiltGefängnisstrafe für 48-Jährigen: Fast 100.000 Euro mit Kokainhandel verdient\n\nSchwabenlandtower Fellbach„So süß, ich kann gar nicht wegschauen!“ – Drei Falkenküken auf Tower geschlüpft\n\nSimone Dammann und Jörg Willerding sind ein gutes Team. Seit 25 Jahren versuchen sie, sozial auffällige Schüler wieder in die Spur zu bringen. Dienst nach Vorschrift – Fehlanzeige.\n\nEine neue Geschwindigkeitsbegrenzung verändert zurzeit den Verkehr im Tunnel bei Winnenden. Parallel stehen weitere Eingriffe an – vor allem nachts.\n\nThomas Lehenherr hat Bad Saulgau in eine artenreiche Vorzeigestadt verwandelt. Sein Biodiversitätskonzept könnte für andere Kommunen wegweisend sein. Er erklärt, was dahinter steckt.\n\nMehrere Verkehrsteilnehmer bemerkten am Freitag auf der B 29 bei Weinstadt einen auffällig unsicher fahrenden Pkw. Kurz darauf geriet die Situation außer Kontrolle.\n\nWerkzeughändler Stefan Sarris aus Remshalden hat ein eigenwilliges Geschäftsmodell entwickelt – und verkauft auch griechischen Honig und kalt gepresstes Olivenöl in seinem Laden.\n\nEin Niesanfall hat am Freitagmorgen einen Autofahrer auf der L1199 bei Kernen-Stetten überrascht. Für einen kurzen Moment verliert der 43-Jährige die Kontrolle über seinen Wagen.\n\nOliver Czimbal verkauft seit 25 Jahren Haustiere in der Baywa Backnang und ist entsetzt: Offenbar wurden zwei seiner Becken absichtlich vergiftet – mit tödlichen Folgen für die Fische.\n\nWieder einmal war ein Transporter zu hoch für die Bahnunterführung in Weinstadt-Beutelsbach. Ein 41-Jähriger streifte am Donnerstagabend mit seinem Peugeot-Kastenwagen die Tunneldecke.\n\nDas Landgericht Stuttgart hat einen 48-Jährigen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Er hatte in seiner Heimatstadt Fellbach über Jahre einen schwunghaften Drogenhandel betrieben.\n\nFlauschige Küken, wachsame Eltern und tausende Zuschauer: Auf dem Schwabenlandtower in Fellbach hat ein neues Falken-Kapitel begonnen.",
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