Tödlicher Wanderunfall Ötztal; großangelegte Suchaktion nach vermisstem 66-Jährigem, Einsatz von Polizei, Bergrettung, Drohnen und Hubschraubern; Mann vermutlich im Schnee ausgerutscht, in Bachbett gestürzt, tot geborgen.
Große Suchaktion: Wanderer tot geborgen - tirol.ORF.at Likely publishing date: 2026-04-11
11.04.2026 14.51 Online seit heute, 14.51 Uhr
Große Suchaktion: Wanderer tot geborgen
Nach einer längeren Suche ist im Ötztal (Bezirk Imst) ein Wanderer tot aufgefunden worden. Der Mann war am Freitag von einer Wanderung nicht zurückgekehrt. Am folgenden Morgen fand ihn schließlich die Besatzung eines Polizeihubschraubers in einem Bachbett. Er dürfte abgestürzt sein.
Gegen 11.00 Uhr brach der 66-Jährige am Freitag in Umhausen in Richtung Farst
Reichalm auf. Nachdem der Mann am späten Nachmittag telefonisch nicht zu erreichen war, wurde am Abend die Polizei in Oetz verständigt.
Laut Polizei sei „unverzüglich“ eine Suchaktion eingeleitet worden, an der sich auch die Bergrettungen aus Umhausen und Oetz beteiligten. Unterstützung aus der Luft gab es mit dem Polizeihubschrauber „Libelle“, auch Drohnen der Polizei wurden eingesetzt.
Als die Einsatzkräfte Fußspuren im Schnee entdeckten, wurden zwei Notarzthubschrauber und ein weiterer, nachtflugfähiger Polizeihubschrauber nachalarmiert. Diese konnten jedoch wegen der schlechten Wetterverhältnisse nicht zum Einsatzort fliegen. Der Abgängige wurde schließlich am Samstagmorgen gegen 7.30 Uhr von der Besatzung eines Polizeihubschraubers gefunden.
Er lag laut Polizeiangaben im Bachbett des Kriseilbaches. Ersten Erhebungen zufolge dürfte der Mann im Schnee ausgerutscht und anschließend mehrere Meter über steiles Gelände in das teilweise vereiste und mit Schnee gefüllte Bachbett abgestürzt sein.