{
  "@context": "https://schema.org",
  "@type": "Article",
  "description": "Blues Pills und DeWolff verwandeln Wizemann Stuttgart in 1970er-Rock-Revival; energiegeladene Auftritte, Vintage-Instrumente, Covers von Little Feat, Dr. John, Black Sabbath; Blues Pills mit unverkennbarem, weiblich geführtem Sound.",
  "articleBody": "Konzert im Wizemann: Zurück in die 1970er – So war’s bei DeWolff und den Blues Pills in Stuttgart\nLikely publishing date: 2026-04-12\n\nKonzert im WizemannZurück in die 1970er – So war’s bei DeWolff und den Blues Pills in Stuttgart\n\nIn Schweden und den Niederlanden leben musikalische Traditionen fort. Zwei Bands schickten ihr Publikum am Samstag in Stuttgart energisch zurück in die 1970er Jahre.\n\nVergeblich, sie aufzählen zu wollen, all die Bands der frühen 1970er Jahre, die da ins Gedächtnis kommen. Der Zuhörer mag einen Augenblick an Led Zeppelin denken, im anderen an die Allman Brothers, an Deep Purple oder auch einmal an Iron Maiden. Aber er befindet sich auf einemKonzert, das die Blues Pills und DeWolff sich teilen, die einen aus Schweden, die anderen aus den Niederlanden: Dort scheint die Zeit still zu stehen oder sogar rückwärts zu laufen, dort kümmert man sich nicht um Trends, sondern pflegt Traditionen. „Bring back the Holy Land“ liest man auf dem T-Shirt einer Konzertbesucherin – und in diesem gelobten Land, da krachen die Bluesriffs wie vor Zeiten, toben die Trommeln, donnert der Bass und Autotune ist noch nicht erfunden. Die beiden Bands, die das gut gefüllte Wizemann auf Touren bringen, am Samstagabend, wissen, wo sie ihre Musik holen. Und eines fehlt ihnen gewiss nicht: Energie.\n\nBand gekleidet im Vintage Country-Style\n\nDeWolff, zuhause in Geleen, eine Kleinstadt bei Maastricht, kurz vor der deutschen Grenze, gründeten sich 2008, haben seither ein Dutzend Studio-Alben veröffentlicht. Sie bestehen aus den Brüdern Luka und Pablo van de Poel an Schlagzeug und Gitarre und dem Keyboarder Robin Piso. Die Band ist gekleidet in einem Vintage Country-Style, Robin Piso hängt mit rabenschwarzem Bart über seinen Tasten und spielt, tatsächlich, eine Hammond-Orgel, die mit ihrem satten, heulendem, süffigen Sound durch die Musik von DeWolff rast und alleine schon als schwergewichtige Zeitmaschine fungiert. Luka van de Poel derweil bearbeitet gleich zwei Stand-Toms, treibt an mit tiefer Wucht, während Pablo van de Poel den Gitarrenhelden alten Zuschnitts gibt, im Zusammenspiel mit seinen Begleitern die Songs des Abends in weit ausufernde Improvisationen zerlegt, kräftige Soli mit splitternden Kaskaden krönt, den Gesang in langen Schreien aus sich selbst herauszieht, Töne mit kehliger Stimme hält. Und er kickt, ganz locker aus dem Stand, in die Luft bis weit über seine Nasenlinie. Er ist 35 Jahre alt.\n\nKonzert in LudwigsburgDie totale Zerstörung in Ludwigsburg: So war’s bei Kreator in der MHP-Arena\n\nIm Mosaik der rockenden Stilzitate von DeWolff kann kein Hörer sich sicher sein, gerade keine Cover-Version aus alter Zeit zu erleben – zwei solche Versionen jedoch sind zumindest im Programm. Ende 2025 veröffentlichte die Band ihr Album „Fuego“, darauf eine Version von „The Fan“ – das Original findet sich auf Little Feats viertem Album. DeWolff konnten für ihre Aufnahme Joe Bonamassa gewinnen - Pablo van den Poel schielt in Richtung Bühnenaufgang, aber nein: der Blues-Star aus den USA ist nicht etwa zu schüchtern, er kommt einfach nicht ins Wizemann. Dafür spielen DeWolff mit Dr. Johns „I walk on guilded Splinters“ eine weiteres Cover-Stück von ihrem jüngsten Album – und entlocken allen Fans von Ozzy Osbourne in der Zugabe einen ekstatischen Aufschrei, mit ihrer Version von „War Pigs“.\n\nAls Blues Pills 2014 ihr Debüt-Album beim Label Nuclear Blast veröffentlichten, setzten sie schon mit ihrem Cover ein deutliches Zeichen: Das zeigte „Love Life“ (1966), einen Druck von Marijke Koger, die mit dem dänischen Design-Kollektiv „The Fool“ nicht nur für die Beatles arbeitete. Bei den Blues Pills schlägt das Energie-Level einiges höher noch als bei DeWolff an – dank Elin Larsson, einer schmalen Frau im knappen Kleid und hohen Stiefeln, die auf der Bühne umherfliegt als eine nicht endende Explosion fliegender Haare und gellender Stimme. Zweites beständiges Mitglied der Blues Pills von Anfang an ist Zack Anderson mit seinem schneidenden Gitarrensound – er ist 2025 zudem das letzte verbliebene männliche Mitglied der Band und überlässt die Bühne ganz der weißglühenden Raserei der Lead-Sängerin, der Bassistin Agnes Roslund, die hinter einer Wand aus dunklen Haaren lächelnd schwere Noten vor sich herschiebt, und er Schlagzeugerin Lina Anderberg, die die Musik voranpeitscht.\n\nBlues Pills-Frontfrau singt sich im Wizemann in Form\n\nLarsson singt sich in ihrer atemlos grellen Stimme während des Konzertes enorm in Form, lässt sich manchmal, leider zu selten, in die Tiefen einer Blues-Ballade fallen, kickt mit dem Bein noch höher in die Luft als Pablo van de Poel. Sie feiert im November 2026 ihren 38. Geburtstag – im Wizemann sieht man große Publikumsanteile, die längst erwachsen waren, als diese Sängerin geboren wurde, ergraute Männer, deren Augenbrauen sich staunend heben, wenn Elin Larsson mit scharfer Stimme singt: „I’m a proud Woman and I’m not the only one“.\n\nIm Gegensatz zu DeWolff, die bei allem Können mitunter hinter ihren Vorbildern zu verschwinden scheinen, besitzen Blues Pills einen unverkennbar eigenen Sound, ihre Songs sind knapper, schneller, wilder. Zuletzt sind beide Bands auf der Bühne, die Orgel schwärmt, die Gitarren greifen in der Zugabe bei den nun schon klassischen Blues-Pills-Songs „Little Sun“ und „Devil Man“.\n\nDie Pioniere des deutschen Thrash Metal liefern auch nach über 40 Jahren noch immer eine krachende Show ab. Bilder, Setlist und Kritik vom Konzert in der MHP-Arena.\n\nZurück in die 1970er – So war’s bei DeWolff und den Blues Pills in Stuttgart\n\nKonzert in StuttgartIan Anderson hochkonzentriert – So war’s bei Jethro Tull in der Liederhalle\n\nWohntraum in Stuttgart-VaihingenVorher-Nachher: Stuttgarter Architekten und ihr respektvoller Haus-Umbau\n\nRoman „Alle meine Mütter“Lena Gorelik: „Bloß keinen Kitsch, wenn man von Müttern erzählt“\n\nNetflix und Co. StreamingtippsDie 10 besten neuen Serien im April\n\n„Tatort“-Vorschau aus Köln„Showtime“ im Kinderfernsehen\n\nIn Stuttgart gegründete BandSmudo: Wollen, dass bei Fanta-4-Abschiedstour alle heulen\n\nStartrompeter kommt nach StuttgartTill Brönner: „Die Zeit der musikalischen Gesetzesbrecherei ist vorbei“\n\nJazztage: Rebekka BakkenAltes in neuem Gewand\n\nSchumann-LiederabendMann und Weib und Weib und Mann\n\nKonzert in der Liederhalle„Genau so muss sich ein Tourstart anfühlen“ – So war’s bei Kaffkiez in Stuttgart\n\nZwischen Ehrfurcht und Rock-Ekstase: Am Samstagabend gab sich die britische Rockband Jethro Tull in Stuttgart die Ehre. Setlist und Kritik vom Konzert in der Liederhalle.\n\nEine unscheinbare Doppelhaushälfte aus den 1930er Jahren in Stuttgart wird zum modernen Wohntraum für eine große Familie. Was macht den Umbau so besonders?\n\nGegen muffige Klischees von gestern zeigt Lena Gorelik in ihrem neuen Roman was Mutterschaft heute bedeuten kann.\n\nElle Fanning entdeckt OnlyFans, Zendaya und Sydney Sweeney werden erwachsen, und „Stranger Things“ ist doch noch nicht ganz vorbei: Diese Serien sollten Sie im April nicht verpassen.\n\nDie Kölner Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk ermitteln in „Showtime“ hinter den Kulissen einer beliebten TV-Kindersendung. Und da hat sich allerhand aufgestaut.\n\nNach fast 40 Jahren verabschieden sich die Fantastischen Vier mit einer großen letzten Tournee. Viele Monate vor Tourstart gibt Smudo einen Einblick, was das Publikum erwartet.\n\nDer Trompeter Till Brönner gastiert am 15. April mit seinem neuen Album „Italia“ in der Stuttgarter Liederhalle. Im Interview erklärt er seine Begeisterung für Italien.\n\nRebekka Bakken präsentiert im Theaterhaus alte Lieder aus ihrer Kindheit. Auf der Suche nach Wahrheit und Glück behandelt sie die ewigen Themen.\n\nEsther Dierkes, Björn Bürger und Cornelius Meister begeistern mit Liedern von Robert und Clara Schumann.\n\nZwischen Linsen und Spätzle und Bausparern: Kaffkiez aus Rosenheim haben am Donnerstag in Stuttgart ihre Tour gestartet: Bilder und Kritik vom Konzert im Beethovensaal der Liederhalle.",
  "url": "https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.konzert-im-wizemann-zurueck-in-die-1970er-so-war-s-bei-dewolff-und-den-blues-pills-in-stuttgart.a350a28f-1357-4725-916e-24d87f0c923e.html",
  "about": [
    {
      "name": "music",
      "identifier": "20000018",
      "sameAs": "https://cv.iptc.org/newscodes/mediatopic/20000018"
    },
    {
      "name": "musical performance",
      "identifier": "20000020",
      "sameAs": "https://cv.iptc.org/newscodes/mediatopic/20000020"
    },
    {
      "name": "rock and roll music",
      "identifier": "20000027",
      "sameAs": "https://cv.iptc.org/newscodes/mediatopic/20000027"
    }
  ],
  "spatialCoverage": [
    {
      "name": "Köln"
    },
    {
      "name": "Maastricht"
    },
    {
      "name": "Baden-Württemberg"
    },
    {
      "name": "Rosenheim"
    },
    {
      "name": "Sweden"
    },
    {
      "name": "Limburg"
    },
    {
      "name": "Germany"
    },
    {
      "name": "Stuttgart"
    },
    {
      "name": "Netherlands"
    },
    {
      "name": "Ludwigsburg"
    },
    {
      "name": "United States"
    },
    {
      "name": "Italy"
    }
  ],
  "mainEntityOfPage": "https://newssite.skimmr.ai/articles/2026/04/12/stuttgarter-zeitung-de/5e27ee4d/",
  "publisher": {
    "@type": "Organization",
    "url": "https://www.stuttgarter-zeitung.de"
  },
  "isAccessibleForFree": true,
  "sdDatePublished": "2026-04-12T13:19:00Z"
}