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  "description": "Ukrainische Regisseurin Valeriia Sierova flieht aus Donezk, leitet nun Amateurtheater Bühne U14 in Stuttgart-Hofen. Integration durch Theaterarbeit, Sprachförderung. Erlebt Herausforderungen, lobt Teamarbeit, plant Komödien-Premiere.",
  "articleBody": "Neustart in Stuttgart: Flucht aus Donezk: Wie eine ukrainische Regisseurin in Hofen ihr Glück fand - Stuttgart\nLikely publishing date: 2026-04-11\n\nNeustart in StuttgartFlucht aus Donezk: Wie eine ukrainische Regisseurin in Hofen ihr Glück fand\n\nValeriia Sierova floh vor dem Krieg in Donezk nach Stuttgart. Heute leitet die Regisseurin die Bühne U14\n\n2. Eine Geschichte über Mut, Theaterleidenschaft und neue Hoffnung.\n\nSie ist eine quirlige Frau mit strahlenden Augen, die auch gerne lacht. Inmitten der Schauspieler aus verschiedenen Stuttgarter Stadtteilen fühlt sie sich sichtlich wohl: Valeriia Sierova. Ende 2022 kam sie in Folge des russischen Angriffskriegs aus dem umkämpften ukrainischenDonezk-Gebiet nach Deutschland, genauer nach Korntal-Münchingen. Dort ist sie mit Mann und zwei Kindern zuerst bei einer Freundin untergekommen. Wenig später hörte sievon der Amateurtheatergruppe Bühne U14\n\n2 in Stuttgart, die es seit 24 Jahren gibt.\n\nAls gelernte Regisseurin und Theaterpädagogin schlug ihr Herz höher und sie war Feuer und Flamme, dort eine Aufführung anzuschauen. Im vergangenen Frühjahr gelang es ihr, die Aufführung „Biedermann und die Brandstifter“im Ökumenischen Zentrum Neugereutzu besuchen. Und im Sommer erreichte sie zu ihrer großen Freude und Überraschung die Anfrage des Theaters, ob sie nicht als Regisseurin einsteigen will. Noch heute strahlt sie übers ganze Gesicht und zeigt ihre Freude über das Angebot, das sie gerne annahm.\n\nJetzt steht die zwölfköpfige Gruppe kurz vor der Premiere. Es wird fleißig geprobt – im neuen Domizil: dem katholischen Gemeindehaus St. Barbara inHofen. Unter dem spitzgiebeligen ausgebauten Dach im ersten Stock mit großem Fenster mit Blick ins Neckartalsteht neben dem Bühnenbereich ein großer Kleiderständer, an dem sich die Spieler ihre Kostüme holen. Am langen Tisch sitzen sie erst einmal zusammen, die zwölf Amateurspielerinnen und -spieler, als Sierova erzählt, wie alles begonnen hatte und warum es sie mit so viel Glück erfüllt, die Theatergruppe als Regisseurin ehrenamtlich leiten zu dürfen.\n\nVon der Frontstadt Donezk in den Stuttgarter Norden\n\nDie 37-Jährige ist mit ihrem Mann, er ist gelernter Kameramann, und ihren beiden Kindern, sie sind jetzt acht und 13 Jahre alt, geflüchtet. Theater und gleichfalls die ukrainische Kultur seien für sie sehr wichtig. Am 27. März ist Internationaler Theatertag in der Ukraine. An dem für sie sehr bedeutenden Tag ist ihr älteres Kind geboren. In der Ukraine hat sie mit Kindern in einer Kunstschule als Regisseurin gearbeitet. Jetzt in Deutschland nahm sie die Herausforderung inStuttgartund Umgebung gerne an, mit erwachsenen Schauspielern zu arbeiten.\n\nHerausforderung Integration: Theater als Sprachlehrer\n\nUnd das sei nicht immer leicht, weil sich einige als Spielleiter sehen, die dies in der Gruppe schon gemacht hätten, erzählt Mitspieler Jochen Schmidt lächelnd. An seiner Schule, in der er arbeitet, der Grundschule Burgholzhof, hat sie bei einem Theaterworkshop reingeschnuppert, um Erfahrungen zu sammeln, berichtet er. Denn inzwischen gibt Sierova Schauspielkurse für Kinder in Böblingen und Ludwigsburg. „Dabei kann ich mein Deutsch verbessern“, freut sie sich. Vor wenigen Tagen hat sie noch einen Vertrag mit der Volkshochschule in Korntal-Münchingen für Theaterspiel mit Zweitklässlern unterschrieben. Es sind viele kleine Schritte, die sie in ihrem beruflichen Fortkommen unterstützen.\n\n2: Ein Neuanfang als Regisseurin in Hofen\n\nDer Krieg in ihrer Heimat beschäftigt sie auch und besorgt sie sichtlich. Denn: In ihre Heimatstadt Donezk im östlichen Teil der Ukraine hat sie gerade seit fünf Tagen keinen Kontakt mit ihren Verwandten. Es gebe technische Netzprobleme, die Eltern im Kriegsgebiet per Handy zu erreichen. Es gebe dort Kampfhandlungen. Es sind helle und schwierige Momente, die Sierova erlebt.\n\nSierova: „Wir haben eine große Wunde, die blutet“\n\nIhr Vater hatte zuletzt eine leitende Position im Bergbau, dem Aushängeschild der Großstadt im Donbass. Doch alle Werke seien geschlossen. Donezk sei die Stadt der Rosen, sagt Sierova. Doch das Wasser werde gerade für die Menschen gebraucht. „Wir haben eine große Wunde, die blutet“, sagt die Ukrainerin, „hier in Deutschland können wir ein bisschen von einer Zukunftsperspektive träumen“.\n\nVoller Elan startet sie nun mit dem Theatertraining. Sie freut sich über die unterschiedlichsten Charaktere ihrer Spieler, die so viel Erfahrung mitbringen, sagt sie. „Die Energie ist unsere Stärke“. Sagt es und zeigt, wie flexibel und professionell sie das Dutzend Schauspieler in Aktion bringt: Über Atemtechnik, Bewegungen und Gesten geht es gekonnt ins Spiel.\n\nPremiere im April: Komödie mit ukrainischer Energie\n\nDie Schauspieler zollen Sierova größten Respekt, wie sie sich in das Stück eingearbeitet habe und mit welch hoher fachlicher Kompetenz sie die Gruppe leite. Sierova kann sich schon gut auf Deutsch ausdrücken, manchmal hilft das Handy und spuckt die Übersetzung aus. Sie spricht entsprechend ihrer Herkunft aus Donezk Russisch und Ukrainisch. „Ich bin sehr stolz, dass ich die Erfahrung hier habe, mich integriert fühle und Teil des Teams bin“, sagt die Regisseurin. Und die Gruppe freut sich. „Sie ist ein großer Gewinn“, sagt Spielerin Christine Leßmeister, deren Tochter Anne Leßmeister im Alten Schauspielhaus als Schauspielerin engagiert ist. Auch sie habe Sierova getroffen und sie haben sich fachlich ausgetauscht. Den Blick richtet sie nun auf die Bühne und die Aufführung: ein komödiantisches Spektakel mit Musik und einem motivierten Schauspielteam unter besonders engagierter Regie.\n\nDas fröhliche Theaterstück von Ulrich Hub „Shakespares Falstaff – oder Die Lustigen Weiber von Windsor“, musikalisch bereichert von Thomas Kirchner und Harald Mall, feiert am 18. April um 19.30 Uhr im Gemeindehaus St. Barbara, Oeffinger Straße 5, seine Premiere. Karten und weitere Informationen unter:https:\n\nDieser Artikel erschien erstmals am 31. März 2026 und wurde am 11. April 2026 aktualisiert.﻿\n\nFlucht aus Donezk: Wie eine ukrainische Regisseurin in Hofen ihr Glück fand\n\nKlassiker am Mercedes-MuseumOldtimer-Spektakel in Stuttgart – das sind die besten Bilder\n\nTraditionsbetrieb in Stuttgart-WestSchock-Diagnose Hirntumor – Stuttgarter Raumausstatter muss Betrieb abgeben\n\nStreik bei LufthansaSo trifft der Pilotenstreik Flüge von und nach Stuttgart\n\nDas große Wilhelma-Quiz17 knifflige Fragen zur Wilhelma\n\nNeues Restaurant in Stuttgart-NordGut versorgt rund um die Shows im Collina\n\nTankstellen-DatenSpritpreise in Stuttgart: E10 wieder um die 2 Euro\n\nStuttgarter InnenstadtKunst zum Mitmachen: Street Art Festival belebt Innenstadt\n\nFandom-Party in Stuttgart„Heated Rivalry“-Night in der Lerche 22: Fans feiern den Messias der Gen Z\n\n„Neurodivergenz“Millionenfache ADHS-Diagnosen – warum immer mehr Menschen aus der Reihe tanzen\n\nLost Place in StuttgartVom Hotspot zum Geisterhaus: Warum es am Ufa-Palast nicht vorwärts geht\n\nRöhrende Motoren in Bad Cannstatt: Die Oldtimer-Saison am Mercedes-Museum hat begonnen. Von Vorkriegsmodellen bis 90er-Kult – hier sind die besten Bilder.\n\nSeit über 40 Jahren betreibt Konrad Zepter die Raumausstattung Konzept in Stuttgart. Im vergangenen Jahr bekam der 63-Jährige die Diagnose Hirntumor. Nun muss er das Geschäft abgeben.\n\nPassagiere müssen sich am Montag und Dienstag auch in Stuttgart auf Flugausfälle einstellen. Grund: Die Piloten der Lufthansa-Gruppe sind zum Streik aufgerufen. Das muss man wissen.\n\nTesten Sie Ihr Wissen über die Wilhelma! 17 Fragen zu Stuttgarts zoologisch-botanischem Garten warten darauf, gelöst zu werden. Wie gut kennen Sie die „Alhambra am Neckar“ wirklich?\n\nDie neuen Pächter am Pragsattel wollen nicht nur Theaterhaus-Gäste bewirten. Nach Anlaufschwierigkeiten ist das Angebot inzwischen gut, findet unser Restaurantkritiker Matthias Ring.\n\nMit der 12-Uhr-Regel will die Regierung die hohen Tankpreise in Deutschland in den Griff bekommen, doch der Effekt scheint zu verpuffen. Wo es trotzdem verhältnismäßig günstig ist.\n\nDie Stuttgarter Innenstadt wird zur offenen Bühne für das Street-Art-Festival. Auch dabei ist Romulo Kurányi, der einen XXL-Marker gemeinsam mit Besuchern zur Leinwand macht.\n\nBei der „Heated Rivalry“-Night in der Lerche 22 wird gekreischt, getanzt und das Serien-Fandom zelebriert. Ein Abend für Fans – und einer der letzten in dem Stuttgarter Pop-up-Club.\n\nADHS wird immer häufiger festgestellt. Woran aber liegt das? Einblicke in ein schwer zu fassendes Phänomen, das man nicht als \"Modediagnose\" abtun kann. [Plus-Archiv]\n\nDie Fassade bröckelt, oft türmt sich Unrat, der Anblick ist trostlos: Der 2020 geschlossene Ufa-Palast ist ein Lost Place. Noch immer ist kein Bauantrag gestellt. Warum? [Plus-Archiv]",
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