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title: "Serie mutmaßlicher Brandstiftungen in Ludwigsburg, erneut Mülltonnen-Brand greift auf Firmengebäude "
sdDatePublished: "2026-04-12T16:14:00Z"
source: "https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.firmengebaeude-faengt-feuer-erneut-muelltonnen-brand-in-ludwigsburg-serientaeter-am-werk.38d03153-d222-46bb-bfa3-4c711a931025.html"
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Serie mutmaßlicher Brandstiftungen in Ludwigsburg, erneut Mülltonnen-Brand greift auf Firmengebäude über; Polizei ermittelt Serientäter, erheblicher Sachschaden, bislang keine Verletzten, Zeugen gesucht.

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Firmengebäude fängt Feuer: Erneut Mülltonnen-Brand in Ludwigsburg – Serientäter am Werk? - Landkreis Ludwigsburg
Likely publishing date: 2026-04-12

Firmengebäude fängt FeuerErneut Mülltonnen-Brand in Ludwigsburg – Serientäter am Werk?

Eine Serie von Mülltonnen-Bränden hält Ludwigsburg in Atem. Diesmal griffen die Flammen auf eine Firma über. Offenbar steht die Polizei immer noch vor einem Rätsel.

Was auf den ersten Blick wie ein Lausbubenstreich wirkt, hat am Wochenende viel Arbeit gemacht – und kann hinter Gittern enden: DieFeuerwehrinLudwigsburgmusste am frühen Samstagmorgen gegen 3.15 Uhr wegen einer brennenden Mülltonne ausrücken. Am Ende stand ein Schaden von etwa 5000 Euro, weil dasFeueran der Saarstraße auf eine benachbarte Firma übergegriffen hatte. Der Einsatz ist kein Einzelfall – die Stadt wird seit Wochen von solchen Brandstiftungen heimgesucht.

Menschen kamen nicht zu Schaden, aber diePolizeisucht fieberhaft Zeugen und nimmt den Vorfall sehr ernst. Erst Ende März war es zu einem verheerendenBrandgekommen, als einWohnhaus an der Stuttgarter Straßedurch einen brennenden Müllcontainer im Hinterhof in Flammen geriet. Die Feuerwehr konnte eine Katastrophe gerade noch verhindern. Zwei Garagenbrände vor wenigen Tagen liefen nach einem ähnlichen Schema ab.

Handelt es sich um einenpyromanisch veranlagten Serientäter?Bereits in den Nächten zum 20., 27., 28., sowie am 29. März waren mehrere Papiermüllcontainer in Ludwigsburg in Brand gesetzt worden. Auch diesmal loderten die Flammen wieder in der Nacht. Das alles spricht fürBrandstiftung. „Die Ermittlungen laufen noch – wir können dazu erst in den nächsten Tagen etwas sagen“, teilte eine Polizistin aus dem Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums Ludwigsburg am Sonntag mit.

Schon vorher war ein Werbeschild in Brand geraten

Für die Kripo dürfte die Vorgeschichte in der Nacht von Freitag auf Samstag interessant sein. Feuerwehr und Polizei waren nämlich schon um 2 Uhr zu einem Kleinbrand an der Osterholzallee gerufen worden, berichtet die Stadt Ludwigsburg in einer Pressemitteilung. Ein Werbeschild war angezündet worden. Beim Eintreffen der Kräfte war der Brand bereits erloschen, sodass kein Eingreifen erforderlich war.

Die Feuerwehr sei laut Pressemitteilung der Stadt dann gegen 3.17 Uhr an der Siegesstraße, also in der Nähe der Saarstraße, zum Löschen des Mülltonnenbrandes im Einsatz gewesen. Vor Ort habe sich herausgestellt, dass eine 1000-Liter-Papiermülltonne an der Gebäudefassade in Brand geraten war. „Durch die Hitzeeinwirkung war eine Fensterscheibe geplatzt, und es kam zu einem Raucheintrag in das Gebäude.“

Die Feuerwehr löschte den Brand unter Atemschutz. Parallel dazu seien weitere Einsatzkräfte nachalarmiert und das Innere des Gebäudes kontrolliert worden. Anschließend habe die Wehr es belüftet. Rund 50 Einsatzkräften und neun Fahrzeugen seien rund eine Stunde im Einsatz gewesen.

Brandstiftung gilt in Deutschland als schwere Straftat. Schon das Anzünden einer Mülltonne kann strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, sobald fremdes Eigentum beschädigt wird. Wer das Feuer absichtlich legt, riskiert eine Freiheitsstrafe von mehreren Jahren.

Auf einen Täter kämen hohe Kosten zu

Neben der strafrechtlichen Verfolgung kommt auf den Täter auch eine finanzielle Verantwortung zu: Der entstandene Sachschaden müsste in voller Höhe ersetzt werden, weil Versicherungen bei Mutwilligkeit nicht zahlen. Zu den Schäden zählen in der Regel die Reparaturkosten am Gebäude, Aufwendungen für die Feuerwehr und mögliche Folgeschäden wie etwa Betriebsunterbrechungen.

Ein Beispiel aus Waiblingen zeigt, wie drastisch die Folgen sein können: Dort warf im Jahr 2017 ein Mann aus Frustration über seine Lebensverhältnisse ein brennendes Stück Pappe in einen Müllcontainer des Bürgerzentrums. Bei dem anschließenden Großbrand war die Feuerwehr zwei Tage lang beschäftigt – es entstand ein Schaden von zwei Millionen Euro. Der Mann wurde später in die Psychiatrie zwangseingewiesen, weil das Gericht davon ausging, er könne jederzeit wieder Feuer legen.

Brandstiftung in WaiblingenDer Täter gilt als verschlossen und manipulierbar

Fahrlässiges „Mülltonnen-Spiel“ kann also schnell in ein juristisches, finanzielles und persönliches Desaster münden. Schon kleine Brände bergen erhebliche Risiken, selbst wenn niemand verletzt wird.

Zeugen, die Hinweise zum Brandereignis in Ludwigsburg machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0800

110 02 25 oder per E-Mail an hinweise.kripo.ludwigsburg@polizei.bwl.de zu melden.

Im Prozess um die Brandstiftung wird die Persönlichkeit des 22-jährigen, geistig behinderten Täters allmählich erkennbar.

Erneut Mülltonnen-Brand in Ludwigsburg – Serientäter am Werk?

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