Seltene Flugsaurier-Fossilie für 45.000 Euro auf Fossilienbörse in Ostfildern angeboten; über 100 Aussteller; Angebote von günstigen Fossilien bis wissenschaftlichen Schätzen; Treffpunkt für Sammler, Experten, Paläontologen; Fachberatung. Messe in Ostfildern: Seltener Fossilienfund: Ein winziger Flugsaurier von großem Wert - Landkreis Esslingen Likely publishing date: 2026-04-12 Messe in OstfildernSeltener Fossilienfund: Ein winziger Flugsaurier von großem Wert An diesem Wochenende findet in Ostfildern (Kreis Esslingen) eine der größten europäischen Fachbörsen für Fossilien statt. Nicht nur für Hobby-Sammler ein wichtiger Treffpunkt. Gleich am Eingang des „Kubino“ beginnt die Reise in vergangene Welten. Tisch an Tisch reihen sich gut 100 Aussteller bei der Fossilienbörse aneinander. Was die Experten dort voller Stolz präsentieren, sind auch für die überwiegend fachkundigen Besucher mehr als nur hübsche, versteinerte Überreste von Pflanzen und Tieren. „Fossilien sind deshalb so faszinierend, weil sie Zeugen eines Lebens vor Hunderten Millionen Jahren sind und uns viel darüber verraten,wie sich die Evolution auf unserem Planeten vollzogen hat“, sagt Veranstalter Heiko Sonntag. Seit vielen Jahren schon organisiert der Hobbypaläontologe aus Mecklenburg-Vorpommern im schwäbischenOstfildern-Nellingen „eine der größten europäischen Fachbörsen, die sich ausschließlich Fossilien widmet“. Die Händler bieten Trilobiten mit ihren filigranen Segmenten, schneckenförmige Ammoniten und seltene Funde von Dinosaurierskeletten an. Einer von ihnen ist Christoph Leins aus Tübingen, der eine „Fossilien-Ikone“ mitgebracht hat. „Das ist ein Rhamphorhynchoidea, ein Langschwanzflugsaurier“, sagt Leins und zeigt auf ein kleines, versteinertes Skelett, eingebettet in Solnhofener Plattenkalk. Der Ort im Altmühltal ist als weltweit bedeutende Fundstelle für Fossilien aus der Zeit des Oberen Jura bekannt. Der Rhamphorhynchus lebte vor mehr als 150 Millionen Jahren und war vermutlich der „Seevogel“ dieser Zeit. Als hoch spezialisierter Jäger beherrschte er den Luftraum über den jurassischen Lagunen. Der flinke Flieger fischte mit seinem markanten Schädel und den spitzen Zähnen seine Beute aus dem Wasser. Der kleine Flugsaurier mit lückenloser Provenienz kostet 45 000 Euro Der Diplom-Geologe bietet den spektakulären Flugsaurier einer kleinwüchsigen Art mit lückenlosem Herkunftsnachweis im Kundenauftrag zum Kauf an – für stolze 45 000 Euro. Aus Sicht eines Laien mag das viel Geld sein für ein gerade mal 20 Zentimeter großes Fossil. Leins aber ist davon überzeugt, dass sich ein Interessent dafür begeistern wird. „Es gibt Sammler, die bereit sind, für seltene, gut erhaltene und wissenschaftlich bedeutsame Stücke einen entsprechenden Preis zu bezahlen.“ Natürlich gibt es auch preiswerte Urzeit-Schätze. Kleine Brachiopoden sind schon ab zwei Euro erhältlich,Dinosaurierzähne ab fünf Euro. Je größer das Exemplar, um so teurer ist es. Für einen faustgroßen, versteinerten Seeigel etwa haben Julijka und Jan 100 Euro bezahlt. Nein, sie seien keine Fossiliensammler, räumen die beiden Stuttgarter ein. „Wir haben einfach nur ein besonderes Deko-Stück für unser Wohnzimmer gesucht.“ Es gehe hier nicht nur ums Geld, betont Heiko Sonntag. „Das ist mehr als eine reine Verkaufsveranstaltung.“ Die Fossilienbörse sei „ein Treffpunkt für Hobby- und Berufspaläontologen, ein Ort des Austausches für Fossilienfreunde“. Günter Schweigert vom Förderverein des Stuttgarter Naturkundemuseums kann das nur bestätigen. „Wir machen hier keine Geschäfte.“ Er und seine Mitstreiter seien vor Ort, weil sie gern mit Interessierten über ihr Lieblingsthema reden. „Wir bieten qualifizierte Fachberatung sowie Hilfe bei der Fossilien-Bestimmung an“, sagt Schweigert. Einzigartige FossiliensammlungNaturkundemuseum in Göppingen hat keine Zukunft Auch die Paläontologische Gesellschaft ist mit einem Infostand vertreten. Aus gutem Grund: Wie Joachim Haug vom Vorstand des Vereins hervorhebt, sei es „wichtiger denn je“, das Thema einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln – „gerade jetzt, wo um uns herum die Biodiversität zerstört wird“. DiePaläontologie, die Wissenschaft des vergangenen Lebens, sei mit denFakten und Mechanismen von Artensterbenvertraut. Die Erforschung uralter Fossilien gewinne so wieder aktuelle Bedeutung. Der Vermittlung von Neuigkeiten aus dem Fachgebiet hat sich auch Sönke Simonsen verschrieben. Der Hobbypaläontologe gibt die Zeitschrift „Der Steinkern“ heraus und betreibt die gleichnamige Webseite. Bei ihm habe es angefangen, wie bei vielen anderen Kindern, erzählt er lachend. Als er sieben Jahre alt war, habe er in einem Steinbruch bei Bielefeld Bruchstücke von Ammoniten gefunden. Die Faszination, etwas entdeckt zu haben, das vor ihm noch kein Mensch gesehen hat, habe ihn seither nicht mehr losgelassen. Die Fossiliensammlung Dr. Engel gilt als wissenschaftlicher Schatz. Vor 100 Jahren kam sie in den Besitz der Stadt Göppingen. Weil das Geld fehlt, soll sie nicht mehr zu sehen sein. 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Hinter dem gehobenen Gastronomie-Angebot steckt ein ausgefuchstes Konzept. Am Samstagabend kommt es in der Esslinger Innenstadt zu einem Brand. Die Feuerwehr rückt mit einem Großaufgebot aus. Verletzt wird niemand. Die Brandursache ist bislang unklar. Einst war die Maschinenfabrik Esslingen eine Weltfirma. Das ist lang vorbei. Aber Tüftler bringen die letzte Werklok der vor 180 Jahren gegründeten Fabrik auf Vordermann. In Wernau gibt es – wohl vom Jahr 2030 an – nur noch eine zentrale katholische Kirche für die Gläubigen. St. Magnus wird saniert und umgebaut – auf zukünftig zwei Ebenen. Der Förderverein Stadtbücherei Leinfelden-Echterdingen hat sich die kostenlose Ausleihe zum Ziel gesetzt. Außerdem gibt es im Vorstand Veränderungen. Ein 51 Jahre alter Mann hat am Samstag in Dettingen unter Teck (Kreis Esslingen) Nachbarn beleidigt und versucht, in deren Haus einzudringen. Die Polizei ermittelt. 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