Gerichtsprozess um Drogenbande, die Gärtringen als Drehkreuz für Cannabis-Schmuggel nutzte; 370 kg Cannabis aus Spanien importiert; Geldwäsche über Luxusautoverleih; Drohungen, weitere Drogenarten, großangelegte Polizei- und Justizressourcen. Prozess am Landgericht: Gärtringen als Umschlagplatz für Cannabis-Handel - Landkreis Böblingen Likely publishing date: 2026-04-11 Prozess am LandgerichtGärtringen als Umschlagplatz für Cannabis-Handel Neun Männer und eine Frau sollen einen schwunghaften Handel mit Cannabis betrieben haben. Die Drogen kamen aus Spanien, das Drehkreuz in der Region war Gärtringen. Es ist einProzess, der enorme Ressourcen bindet: Im größten Saal des Stuttgarter Landgerichts sitzen neben den Richtern und der Ersten Staatsanwältin Christine Würthwein zehn Angeklagte mit ihren insgesamt 20 Verteidigern. Es dauert seine Zeit, bis alle den richtigen Platz gefunden haben. Bisweilen kommt es zu fast witzigen Szenen. „Den nehme ich“, sagt eine Anwältin, als einer der Angeklagten von den Wachtmeistern hereingeführt wird, nachdem diese sich einige Zeit suchend umgeblickt hatten. Mit 40-minütiger Verspätung beginnt der Prozess dann, um nach wenigen Minuten wegen eines Streits um den Ausschluss möglicher Zuschauer wieder unterbrochen zu werden. Erst rund 90 Minuten nach dem geplanten Beginn kommt Staatsanwältin Würthwein zur Verlesung der Anklage, die auch zweimal unterbrochen wird und sich fast zwei Stunden lang hinzieht. Aus Spanien sollen rund 370 KilogrammCannabisimportiert worden sein Die Anklagevertreterin wirft den zehn Angeklagten, von denen die meisten zwischen 25 und 31 Jahre alt sind, bandenmäßigen Handel mit Cannabis, versuchte räuberische Erpressung und Geldwäsche vor. Sie sollen allein zwischen Juli und November 2024 aus Spanien rund 370 Kilogramm Cannabis in den Großraum Stuttgart gebracht und hier verkauft haben. Dabei seien den neun Männern und einer Frau unterschiedliche Aufgaben zugefallen. Die Angeklagten fuhren mit Mietwagen in den Großraum Barcelona Insgesamt 17 Mal sind laut Anklage sieben der Angeklagten in wechselnder Besetzung zwischen Juli und November 2024 mit Mietwagen in den Großraum Barcelona gefahren, um dort in der Regel 20 bis 30 Kilogramm Cannabis zu erwerben. Die Vielzahl der Personen sei nötig gewesen, da zur Bezahlung der Rauschgiftmengen häufig Bargeld bis zu 50 000 Euro benötigt wurden, innerhalb der EU jedoch pro Person nur 10 000 Euro eingeführt werden dürfen. Marihuana und Ecstasy verkauftHerrenberger gibt Drogenhandel vor Gericht zu Ein bis drei der Angeklagten seien häufig noch am selben Tag nach Deutschland zurückgeflogen. Ein oder zwei Angeklagte sollen das Cannabis dann zu einer Logistikfirma ins circa 100 Kilometer entfernte Girona gebraucht haben. Von dort hat es laut Anklage ein 53 Jahre alter Angeklagter, der dort als Berufskraftfahrer tätig war, ein oder zwei Tage später nach Deutschland importiert. Angeliefert wurde es laut Anklage in aller Regel nachGärtringen, wo es zwei der Angeklagten abholten und in Bunkerräume in Stuttgart und Fellbach brachten. Dabei soll das Duo mehrfach die Dienste eines 28-jährigen Uber-Fahrers in Anspruch genommen haben, der ebenfalls auf der Anklagebank sitzt. Der Lastwagenfahrer soll pro transportiertem Kilogramm mit 300 Euro entlohnt worden sein. Allein für die in der Anklage aufgeführten Taten in den fünf Monaten habe er knapp 113 000 Euro erhalten. Ein Verleih von Luxusautos diente zur Verschleierung der Einnahmen Kopf der Gruppe ist den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart zufolge ein 28 Jahre alter Angeklagter aus Korb (Rems-Murr-Kreis), der die Preise bestimmt haben soll und die Verkäufe genehmigen musste. Um die Einnahmen aus den Geschäften mit dem Cannabis zu verschleiern und das Geld dem Zugriff der Ermittlungsbehörden zu entziehen, soll er zusammen mit einem 25 Jahre alten Mitangeklagten und einer 34-jährigen Mitangeklagten eine Firma zum Verleih von Luxuslimousinen gegründet haben. Urteil gegen drei MännerDrogenhandel in ganz großem Stil Zu diesem Zweck soll er einen McLaren für 132 500 Euro und einen BMW für knapp 79 000 Euro gekauft haben, der Kauf eines Lamborghini sei geplant gewesen. Die 34-jährige Angeklagte habe deswegen in einem Tresor unter ihrem Bett knapp 220 000 Euro Bargeld aufbewahrt. Das Geld sei in einer Wohnung in Backnang gewesen, in der die 34-Jährige laut Anklage gelebt hatte, aber nicht amtlich gemeldet gewesen sei. Ein Hausmeister aus Stuttgart soll mit dem Tod bedroht worden sein Vor allem ein 31-jähriger Angeklagter, aber auch drei andere sollen darüber hinaus noch auf eigene Rechnung Geschäfte mit Kokain, Haschisch und Heroin gemacht haben. Für 500 Gramm Kokain sollen sie häufig knapp 15 000 Euro bezahlt haben. Im Rahmen dieser Geschäfte soll ein 25-jähriger Angeklagter einem Hausmeister in Stuttgart am Telefon mit dem Tod gedroht haben. Der Angeklagte habe 600 Gramm Marihuana in dessen Werkzeugkasten versteckt gehabt und sei nicht mehr an diesen herangekommen. Der Prozess wird am 20. April fortgesetzt. Anschließend sind 16 weitere Verhandlungstage bis zur voraussichtlichen Urteilsverkündung am 10. September geplant. Ein 32-Jähriger hat den Handel mit Amphetamin und Marihuana vor dem Landgericht gestanden. Er habe das Geld zur Finanzierung des eigenen Konsums benötigt. Das Landgericht Stuttgart hat drei Männer zu langen Haftstrafen verurteilt, einer kam aber aus dem Gefängnis frei. Sie haben in Sindelfingen und Schönaich gedealt. Gärtringen als Umschlagplatz für Cannabis-Handel PS-Spektakel auf dem FlugfeldSchaulaufen der Traumautos beim Saisonauftakt bei der Motorworld Rote Mülltonnen im Kreis BöblingenDas hat es mit den roten Tonnen auf sich Friedhöfe in HerrenbergDamit Menschen nicht von wackligen Grabsteinen verletzt werden Streuobstwiesen Leonberg„Obstbau ist in allen Ortschaften des Bezirkes bedeutend“ – So war es früher Nahverkehr im Kreis BöblingenGleisarbeiten legen Schönbuchbahn lahm Leonberg feiert FrühlingVon E-Bikes bis Jazz – „Offene Frühlingstage“ beleben Berliner Straße Nahverkehr in LeonbergNeuer Bus: Höfingen und Gebersheim rücken zusammen Rumoren beim Böblinger Roten KreuzHelfer setzen selbst Notrufe ab Polizei sucht ZeugenAuto brennt in Sindelfinger Tiefgarage – 150 Kinogäste evakuiert Am 26. April lädt die Motorworld zum Saisonauftakt. Um die besten Parkplätze läuft schon ein Voting – und die Stadt mahnt zur Ordnung. Rätselhafte rote Mülltonnen sorgen im Kreis Böblingen für Verwirrung. Wer steckt dahinter und warum sind sie nicht angemeldet? Die Behörden bitten um Mithilfe. Die Stadt Herrenberg prüft die Standsicherheit von Grabmalen. Immer wieder kommt es in Deutschland zu zu Unfällen wegen wackliger Grabsteine. Leonberg war einst ein Zentrum des Obstanbaus, geprägt von historischen Persönlichkeiten. Ein Blick auf eine goldene Ära – und daraus hervorgegangene Streuobstwiesen. Am 15. April müssen Fahrgäste der Schönbuchbahn zwischen Holzgerlingen und Dettenhausen auf den Bus ausweichen. Der Grund sind Arbeiten an den Gleisen. Leo-Zügle, E-Bike-Tests und Feuerwehr: Am Wochenende 18. und 19. April wird ein Aktionswochenende für die ganze Familie geboten. Ein Überblick. Aus einer Kürzung entsteht etwas Gutes: Die gestrichene Linie ins Haldengebiet wird durch eine neue ersetzt, die drei Stadtteile miteinander verbindet. Am 13. April geht’s los. In der Geschäftsstelle des Roten Kreuzes im Kreis Böblingen knirscht es: Die hohe Fluktuation und Gerichtsverfahren überschatten die wichtige soziale Arbeit am Menschen. Aufgrund eines Brands in der Tiefgarage des Stern-Centers in Sindelfingen sind am Freitag mehrere Personen aus einem Kino im Gebäude evakuiert worden. Die Brandursache ist noch unklar. --- Source: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.prozess-am-landgericht-gaertringen-als-umschlagplatz-fuer-cannabis-handel.f5e0010e-fe9b-49dc-93f2-758852e01e80.html sdDatePublished: 2026-04-12T08:15:00Z Topics: crime, drug related crimes, judiciary Locations: Böblingen, Tübingen, Baden-Württemberg, Spain, Barcelona, Rems-Murr-Kreis, Girona, Stuttgart, Germany