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  "description": "Historischer Papstbesuch erstmals in Algerien; Leo XIV. reist durch vier afrikanische Länder, thematisiert interreligiösen Dialog, Ausbeutung, Konflikte, Frauenrolle; Gespräche mit Autokraten in Kamerun, Äquatorialguinea geplant.",
  "articleBody": "Afrikareise des Papstes: Leo XIV. auf ambitionierter Tour - Politik\nLikely publishing date: 2026-04-12\n\nAfrikareise des PapstesLeo XIV. auf ambitionierter Tour\n\nLeo XIV. besucht vier kulturell und sprachlich völlig unterschiedliche Nationen: Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea.\n\nWennPapstLeo XIV. an diesem Montag in der algerischen Hauptstadt Algier landen wird, ist das sowohl für das Land als auch für die katholische Kirche eine Premiere: Noch nie zuvor hat ein Papst das nordafrikanische Land – flächenmäßig das größte des Kontinents – besucht. Für Leo XIV. selbst dagegen wird es bereits das dritte Mal sein, dass erAlgerieneinen Besuch abstattet. Denn in dem weitgehend muslimischen Land liegen die Wurzeln des Augustinerordens, demder 70-jährige Papst aus den USAangehört und den er viele Jahre lang geleitet hatte. Der heilige Augustinus wurde 354 im heutigen Souk-Ahras geboren und starb 430 in seiner Bischofsstadt Hippo, ebenfalls in Algerien.\n\nAuf den Spuren des Augustinerordens\n\nEs versteht sich von selbst, dass Papst Leo XIV. auf der ersten Station seinerAfrika-Reiseauch der archäologischen Stätte von Hippo, dem heutigen Annaba, seine Reverenz erweisen wird. Zuerst wird das Oberhaupt der katholischen Kirche aber in Algier die große Moschee und ein Mahnmal des Bürgerkriegs besuchen. Laut dem Vatikansprecher Matteo Bruni wird sich Leo XIV. in Algerien auch mit der lokalen christlichen Gemeinschaft sowie mit Migranten aus anderen Teilen Afrikas treffen. Ein zentraler Aspekt des Besuchs sei der Dialog mit dem Islam: „Es wird eine Gelegenheit sein, sich in einem Land zwischen Wüste und Mittelmeer an die islamische Welt zu wenden und über das Zusammenleben sowie den Beitrag der Katholiken dazu zu sprechen.“ In der Spätantike war die Region christlich geprägt, bei seiner Reise wird Papst Leo XIV. aber auf wenige Katholiken treffen: Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung Algeriens beträgt nur 0,2 Prozent.\n\nNach dem Besuch in Algerienwird der Papst nach Kamerunfliegen. Später folgen noch Angola und Äquatorialguinea. Insgesamt wird Leo XIV. auf seiner Afrikareise zwischen dem 13. und 23. April bei 18 Flügen mehr als 16 000 Kilometer zurücklegen. Das Programm umfasst 25 Ansprachen sowie vier Grußworte in unterschiedlichen Sprachen. Damit würdigt der Papst laut dem Vatikansprecher Bruni die kulturelle Vielfalt und die unterschiedlichen sprachlichen Traditionen des Kontinents. Vorgesehen sind auch Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der besuchten Länder. Dabei werde Leo XIV. die Ausbeutung von Ressourcen, die kriegerischen, sozialen und religiösen Konflikte in den besuchten Ländern, aber auch die Rolle der Frauen ansprechen. Der Besuch sei ein Weg durch die „Vielfalt des Kontinents, zwischen unterschiedlichen Völkern und Welten“. Afrika mit seiner jungen Bevölkerung ist für die katholische Kirche ein Wachstumskontinent: Im Unterschied etwa zu Europa nimmt die Zahl der katholischen Gläubigen zu.\n\nNach dem Tod von Franziskus„Wenn der Papst stirbt, macht man einen Neuen“\n\nIn zwei der von ihm besuchten Länder wird Leo XIV. aber auch mit greisen Autokraten konfrontiert sein, die ihr Land seit Jahrzehnten mit harter Hand regieren. In Kamerun, wo sich seit 1982 der 93-jährige Präsident Paul Biya an der Macht hält, sind die Meinungs- und Pressefreiheit stark eingeschränkt. Noch länger am Ruder, nämlich seit 1979, istder Staatschef von Äquatorialguinea, Teodoro Obiang Nguema Mbasogo. Er regiert diktatorisch und hat längst auch schon seinen Nachfolger bestimmt: Es wird sein Sohn, der aktuelle Vizepräsident Teodoro Nguema Obiang Mangue, der in Frankreich wegen Geldwäsche und Veruntreuung öffentlicher Gelder verurteilt wurde.\n\nOb und wie pointiert der Papst in den von ihm besuchten afrikanischen Staaten die Einschränkung der Grundrechte kritisieren wird, bleibt abzuwarten. Er weiß natürlich auch, dass viele der bestehenden Missstände letztlich eine Spätfolge der Kolonialzeit darstellen.\n\nSein Vorgänger Franziskus hatte bei seiner letzten apostolischen Reise auf dem afrikanischen Kontinent im Jahr 2023 kein Blatt vor den Mund genommen. Im Kongo geißelte er die Korruption und die Habgier der Eliten. Gleichzeitig rief er die Jungen auf, ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Hart ging Franziskus aber auch mit dem „neuen Kolonialismus“ ins Gericht, der Afrika vor allem als Reservoir von Rohstoffen sehe: „Die Erstickung Afrikas muss aufhören: Es ist kein Bergwerk, das ausgebeutet, und kein Boden, der zur Plünderung freigegeben ist. Hände weg von Afrika“, rief der vor einem Jahr verstorbene Franziskus den Menschen damals zu. Sein Nachfolger Leo XIV. dürfte dies ähnlich sehen.\n\nAm Ostermontag ist der Papst gestorben. Laut Regeln der katholischen Kirche muss nun nach mindestens 15 und spätestens nach 20 Tagen das Konklave einberufen werden. Die Wahl dürfte spannend werden, denn ein klarer Favoriten ist nicht auszumachen.\n\nLeo XIV. auf ambitionierter Tour\n\nd) für Produkt- und Terminalschulungen\n\nGespräche in IslamabadVom Iran-Krieg zum Hormus-Krieg?\n\nMondmissionDie Menschheit ist eine Crew\n\nNewsblog zum Krieg im IranIran gibt USA Schuld für Ende der Gespräche\n\nSchicksalswahl in EuropaEgal, wie die Ungarn-Wahl ausgeht: Heftige Nachwahlturbulenzen drohen\n\nMixed Marcial ArtsTrump kündigt Kampf vor Weißem Haus zu seinem Geburtstag an\n\nParlamentswahlUngarns Schicksalswahl: Orban muss um seine Macht zittern\n\nJerusalemIsrael wirft Spanien aus Mission zur Überwachung der Gaza-Waffenruhe\n\nDeutschland in der KriseEntscheidung oder Stillstand? Koalition ringt weiter um Reformen\n\nFirst Lady sorgt für AufsehenMelania Trump streitet engere Verbindung zu Epstein ab\n\nDas historische Treffen zwischen dem Iran und den USA ist gescheitert. Nun ist offen, ob es weitere Gespräche geben wird oder der Krieg fortgesetzt wird.\n\nDie vier zurückgekehrten Astronauten haben den Menschen etwas Wichtiges zu sagen. Es wäre gut, wir hörten ihnen zu. Ein Kommentar von Jan Sellner.\n\nDer Iran und die USA haben sich auf eine zweiwöchige Feuerpause geeinigt. Mit unserem Newsblog bleiben Sie auf dem Laufenden.\n\nWie verhält sich Viktor Orban im Fall einer Niederlage – und wie im Fall eines knappen Wahlsiegs? Experten sagen Nachwahlszenarien voraus, die beunruhigen.\n\nKäfigkämpfe mitten auf dem Gelände des Weißen Hauses? Diese Idee hatte der macht US-Präsident zu seinem Geburtstag konkret. In Miami ist Trump beim aktuellen UFC-Event zu Gast.\n\n16 Jahre lang hat der Rechtspopulist nahezu unangefochten im Donauland geherrscht. Jetzt droht ihm die Abwahl. Geht in Ungarn die Ära Orban nun zu Ende?\n\nIsraels Regierungschef Netanjahu schließt Spanien aus einer US-geführten Mission zur Überwachung der Gaza-Waffenruhe aus. Er wirft Madrid vor, sich gegen Israel gestellt zu haben.\n\nDeutschland steckt im politischen Dauer-Stau fest. Nun soll’s der Frühling der Reformen richten, verspricht die Regierung schon seit Wochen. Doch bald ist der Frühling vorbei und es beginnt die parlamentarische Sommerpause. Und was heißt überhaupt Reformen? Nur zusätzliche finanzielle Belastungen für die arbeitende Mitte der Gesellschaft?\n\nMelania Trump stand bisher nicht im Mittelpunkt der Epstein-Akten. Jetzt sorgt sie mit einer Presseerklärung zu dem Thema für Aufsehen.",
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