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  "description": "Grishams neuer Thriller „Das Vermächtnis“: Kleinstadt-Anwalt wird Hauptverdächtiger im Mordfall, Missstände der US-Justiz im Fokus, sorgloses Finale enttäuscht nach spannendem Aufbau; Bestsellerpotential trotz Kritik.",
  "articleBody": "John Grisham: Das Vermächtnis: Juristisches Sittengemälde aus der US-Provinz mit lauem Finale - Kultur\nLikely publishing date: 2026-04-13\n\nJohn Grisham: Das VermächtnisJuristisches Sittengemälde aus der US-Provinz mit lauem Finale\n\nJohn Grishams neuer Thriller \"Das Vermächtnis\" entführt in die kleinstädtische US-Provinz. Ein Anwalt gerät in einen Mordfall, der seine moralischen Grenzen testet.\n\nSimon Latch ist ein typischer Kleinstadt-Anwalt: In seiner Heimat Braxton im US-Staat Virginia schlägt er sich mit seiner Ein-Mann-Kanzlei mehr schlecht als recht durchs Juristendasein. Seine Ehe steht vor dem Aus, Simon trinkt und wettet zu viel, die Aussichten sind wenig rosig. Im Grunde ist der Anwalt ausgebrannt.\n\nDa schneit eine finanzielle Verheißung in Gestalt der 85 Jahre alten Witwe Eleanor Barnett in Simons Kanzlei. Sie will ein neues Testament aufsetzen, ihre Stiefsöhne, sonstige Verwandten und Freunde sollen keinen Cent bekommen. Und es geht um viel Geld: Millionen Dollar habe ihr Mann ihr hinterlassen, verrät sie Simon.\n\nSimon Latch wittert Millionen-Chance im Testament\n\nDer wittert nach Jahren der Tristesse eine goldene Zukunft. Ist das Testament geschickt formuliert, hat der Schmalspurjurist die Chance, ordentlich abzukassieren, und so charakterstark ist Simon erwiesenermaßen nicht, dieser Versuchung widerstehen zu können.\n\nDoch dann stirbt Eleanor Barnett und der zuständige Kleinstadtpolizist hat bald einen Hauptverdächtigen gefunden: Simon Latch. Und ehe sich’s der Anwalt versieht, sieht er sich einer Anklage wegen Mordes ausgesetzt. Wird Simon seine Unschuld beweisen können?\n\nJohn Grisham: Der PolizistWillkommen zurück in Ford County\n\nIn seinem neuestenThriller„Das Vermächtnis“ kehrt John Grisham in die von ihm immer wieder gern gewählte kleinstädtische, amerikanische Provinz zurück. Es gelingt ihm, den Anwalt Simon Latch gerade so armselig-habgierig darzustellen, dass er den Leserinnen und Lesern noch sympathisch bleibt. Simon hat das Herz zweifellos am rechten Fleck, er möchte seiner Mandantin Eleanor Barnett durchaus ein ordentliches Testament verschaffen – dabei aber eben einen guten Schnitt machen für sich. Grisham schildert Simons Kampf um Gerechtigkeit und Wahrheit in seinem gewohnt (knochen-)trockenen und lakonischen Stil, der „Das Vermächtnis“ gelegentlich langatmig werden lässt. Gleichwohl liest man weiter in der (später erfüllten) Erwartung unerwarteter Wendungen.\n\nGrisham prangert Missstände in der US-Justiz an\n\nDer US-Bestseller-Autor, der seit Anfang der 1990 er Jahre verlässlich Verkaufsschlager abliefert, stellt im Zuge der 476 Seiten der US-Justiz einmal mehr ein ernüchterndes Zeugnis aus: Eine Polizei, die nur so viel ermittelt wie nötig, ein Rechtsschutz, den sich eigentlich nur Menschen mit sehr viel Geld leisten können, eine von Vorurteilen geleitete Jury sowie eine Staatsanwältin, die mehr auf ihrer Wiederwahl als auf ein gerechtes Urteil schielt.\n\nAm Ende sorgt ein eher lustlos inszeniertes Finale, in dem ein brillantes Hackerpaar so manches Loch in der Handlung stopfen muss, dafür, dass der bis dahin lesenswerte Thriller die Leserinnen und Leser eher unbefriedigt zurücklässt. Das ist schade, weil John Grisham es eigentlich besser kann,wie zuletzt mit dem Pageturner „Der Verdächtige“ (2022) bewiesen. Andererseits: Es geht auch wesentlich schlechter, wie etwa mit der lang erwarteten Fortsetzung von „Die Firma“, die als „Die Entführung“ vor drei Jahren zum eintönigen Totalausfall geriet.\n\nJohn Grisham: Das Vermächtnis. Roman. Heyne Verlag München. Gebunden mit Schutzumschlag, 476 Seiten, 24 Euro.\n\nDer Bestseller-Autor John Grisham hat einen neuen Thriller geschrieben, der seine Leser zurück ins Jahr 1990 nimmt – ohne Handy und Internet, aber mit gelebten Rassismus, häuslicher Gewalt und nur mäßig aktiver Polizei.\n\nJuristisches Sittengemälde aus der US-Provinz mit lauem Finale\n\nd) für Produkt- und Terminalschulungen\n\n„Party Paradiso“ im StadtpalaisNach Aus für „Palais Après“: Auf der Freitreppe wird wieder getanzt\n\nComic-Roman: SpielbergFesselnd wie ein Film\n\nNeu im Kino: „Paris Murder Mystery“Die Geister, die sie ruft\n\nTheaterhaus JazztageJunge Löwen und alte Hasen\n\nAkademie für Darstellende KunstWie frei ist die Kunst in Baden-Württemberg, Ministerin Petra Olschowski?\n\nDie Ärzte kommen nach StuttgartNeue Tour: Farin Urlaub und Bela B reisen 2027 von Berlin nach Berlin\n\nRoman „Sanditz“Lukas Rietzschels Meisterstück zeigt in einer Art Tagebau, aus was wir sind\n\nBelarussische AktivistinMaria Kalesnikava – Zurück aus der Haft auf der Bühne in Stuttgart\n\nBaden-BadenDie Pfingstfestspiele als musikalischer Rosenstrauß\n\n„Tatort“-Kritik aus Köln„Ballauf kann auch Kanzler!“\n\nBei der Mixtape-Oper „Party Paradiso“ vermischen sich Kultur und Party. Veranstaltungsort ist die Museumstreppe vor dem Stadtpalais.\n\nAméziane zeichnet das Leben des Starregisseurs Steven Spielberg als Comic-Roman nach – vor allem für Filmfans ein großes Vergnügen.\n\nIn „Paris Murder Mystery“ spielt Jodie Foster eine einsame Psychoanalytikerin auf Mordermittlung – mehr Totenbeschwörung als Krimi.\n\nDas Jugendjazzorchester bietet zum Abschluss der Theaterhaus Jazztage eine musikalisch bunte Reise.\n\nBaden-Württembergs Kunstministerin Petra Olschowski liebt klare Worte. Wie steht es mit der Kunstfreiheit? Das ist am 13. April Thema in der Akademie für Darstellende Kunst.\n\nDie Ärzte spielen 2027 in Deutschland, Österreich und der Schweiz 32 Konzerte. Im Mai sind zwei Gastspiele in der Stuttgarter Schleyerhalle geplant.\n\nIn seinem Roman „Sanditz“ gräbt sich Lukas Rietzschel durch die Schichten der Zeit. Er bietet eine Art Welttheater am Rand der Kohlegrube.\n\nDie Stuttgarter Musikhochschule feiert die Entlassung der Musikerin und Aktivistin Maria Kalesnikava aus der Haft in Belarus mit einem Konzertabend voller Empathie.\n\nDie Pfingstfestspiele präsentieren Barockmusik, Wiener Klassik, Jazz – und einen konzertanten „Rosenkavalier“ mit Weltstar Jonathan Tetelman.\n\nZwei Tote beim Kinderfernsehen, ein Tapir am Rande des Nervenzusammenbruchs – da war ganz schön was los beim neuen „Tatort“ aus Köln!",
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