Regierung plant steuerfreien Krisenbonus bis zu 1.000 Euro, Arbeitgeber können freiwillig zahlen; Finanzierung über Tabaksteuer; befristete Steuersenkung auf Kraftstoffe; Ausgestaltung unklar, weitere Entlastungen möglich. Bis zu 1.000 Euro KrisenbonusWas bislang bekannt ist Likely publishing date: 2026-04-13 Bis zu 1.000 Euro KrisenbonusWas bislang bekannt ist Die Bundesregierung will es Arbeitgebern ermöglichen, einen Krisenbonus von bis zu 1.000 Euro auszuzahlen. Was bislang bekannt ist. Die Bundesregierung plant eine neue Entlastung für Beschäftigte: einen steuer- und abgabenfreien „Krisenbonus“ von bis zu 1.000 Euro. Das wurde bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der Parteispitzen von CDU, CSU und SPD nach Beratungen am Wochenende bekanntgegeben. Nach Angaben von Bundeskanzler Friedrich Merz soll es sich dabei nicht um eine direkte staatliche Auszahlung handeln. Stattdessen sollen Arbeitgeber die Möglichkeit erhalten, ihren Beschäftigten eine Prämie von bis zu 1.000 Euro auszuzahlen. Unternehmen könnten die Prämie zudem steuerlich geltend machen. Ziel ist es, die Maßnahme möglichst unbürokratisch umzusetzen und schnell Wirkung zu erzielen. Passend dazu:Benzin und Diesel sollen um 17 Cent billiger werden Die geplante Regelung orientiert sich an früheren Sonderzahlungen in der Energiekrise. In der Pressekonferenz verwies Merz darauf, dass es ein solches Muster bereits gegeben habe. Damals seien 3.000 Euro möglich gewesen, nun solle eine Entlastungsprämie in Höhe von 1.000 Euro ermöglicht werden. Finanzminister Lars Klingbeil erklärte in der Pressekonferenz, dass die Regelung für das Jahr 2026 vorgesehen ist. Die konkrete Ausgestaltung soll in den kommenden Wochen erarbeitet werden. Zur Gegenfinanzierung verwies Klingbeil auf eine geplante Erhöhung der Tabaksteuer, die ebenfalls schon 2026 greifen soll. Der Krisenbonus ist nur ein Baustein eines umfassenderen Maßnahmenpakets, das die Koalition als Reaktion auf steigende Energiepreise und wirtschaftliche Belastungen vorgestellt hat. Dazu gehört unter anderem auch eine auf zwei Monate befristete Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um rund 17 Cent pro Liter. SPD-Chefin Bärbel Baas bezeichnete die geplante Regelung als wichtigen Beitrag zur zusätzlichen Entlastung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Zugleich machten mehrere Teilnehmer der Pressekonferenz deutlich, dass es sich um einen ersten Schritt handeln soll und weitere Reformen folgen könnten. Trotz der Ankündigung bleiben wichtige Fragen bislang offen. Noch nicht geklärt ist etwa, unter welchen genauen Voraussetzungen Unternehmen die Prämie zahlen können und wie die gesetzliche Umsetzung im Detail aussehen soll. Fest steht nach der Pressekonferenz bislang vor allem: Der Staat will den rechtlichen Rahmen für einen solchen Krisenbonus schaffen. Ob Beschäftigte tatsächlich davon profitieren, hängt jedoch davon ab, ob Arbeitgeber die freiwillige Zahlung nutzen. 1000 Euro Krisenbonus: Was bislang bekannt ist d) für Produkt- und Terminalschulungen Koalition plant EntlastungRegierung senkt die Mineralölsteuer Unwetter in DeutschlandSchäden an Autos haben sich fast halbiert Stellen Sie Ihre FragenWie will Bosch-Chef Stefan Hartung den Konzern zukunftsfähig machen? Fertigung nur noch im AuslandDeutsches Playmobil-Werk soll Ende Juni schließen Mercedes-Benz, VW und Co.So sehr hinken die deutschen Autokonzerne hinterher AktienvorschauDer Krieg und der Dax: Sind die Anleger zuversichtlich oder nur naiv? 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Aus dem Arbeitnehmerflügel der Union kommt nun eine harte Forderung. --- Source: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.krisenbonus-1000-euro-wann-mhsd.c00e9edb-e741-4a2c-83fa-18a8495f3255.html sdDatePublished: 2026-04-13T08:19:00Z Topics: government policy, taxation policy, employment, economy, newspaper Locations: Stuttgart, Germany, Czech Republic, Iran, Malta