Vier Wissenschaftler der Universität Jena neu in Sächsische Akademie der Wissenschaften aufgenommen; Fachgebiete: Kunstgeschichte, Indogermanistik, Geomikrobiologie, Anorganische Chemie; Aufnahme als wissenschaftliche Auszeichnung; Mitgliederstatus differenziert.


Vierfache Aufnahme in die Sächsische Akademie der Wissenschaften Likely publishing date: 2026-04-13

Vierfache Aufnahme in die Sächsische Akademie der Wissenschaften

Meldung vom:13. April 2026, 16:00 Uhr| Verfasser

Vier Forschende der Friedrich-Schiller-Universität Jena sind in die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig zugewählt worden. Auf ihrer Frühjahrssitzung am 10. April 2026 führte die Akademie den Kunsthistoriker Prof. Dr. Johannes Grave, den Indogermanisten Prof. Dr. Martin Joachim Kümmel, die Geomikrobiologin Prof. Dr. Kirsten Küsel und die Chemikerin Prof. Dr. Birgit Weber als neue Mitglieder offiziell ein. Grave, Kümmel und Weber wurden als Ordentliche Mitglieder aufgenommen, Küsel als Korrespondierendes Mitglied.

Johannes Grave hat seit 2019 die Professur für Neuere Kunstgeschichte an der Universität Jena inne. Seine Forschungen widmen sich der Kunst um 1800, insbesondere der Romantik und Goethe, ebenso wie bildtheoretischen Fragen sowie der italienischen und französischen Malerei vom Quattrocento bis ins 19. Jahrhundert. Grave ist Sprecher des Exzellenzclusters „Imaginamics“ der Universität Jena, erhielt 2020 den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis und wurde 2023 zum Vizepräsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft gewählt.

Prof. Dr. Martin Joachim Kümmel

Martin Joachim Kümmel ist seit 2013 Professor für Indogermanistik an der Friedrich-Schiller-Universität. Er erforscht die Geschichte und Verwandtschaft der indogermanischen Sprachen – einer Sprachfamilie, zu der die meisten heutigen Sprachen Europas und zahlreiche Sprachen Asiens gehören. Seine Schwerpunkte liegen auf Lautgeschichte, Grammatik und Wortschatz vor allem des Indoiranischen und Anatolischen sowie auf grundlegenden Fragen von Sprachwandel und Sprachkontakt. 2022 wurde er in die Academia Europaea aufgenommen.

Kirsten Küsel forscht in Jena an der Schnittstelle von mikrobieller Ökologie und Hydrobiogeochemie. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen mikrobielle Lebensgemeinschaften in Böden, Gewässern und im tiefen Untergrund, ihre Rolle in biogeochemischen Stoffkreisläufen und ihre Reaktion auf Umweltveränderungen. Küsel ist seit 2004 an der Universität Jena tätig, seit 2022 Sprecherin des Exzellenzclusters „Balance of the Microverse“ und wurde 2025 in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina aufgenommen.

Birgit Weber kehrte 2023 an die Universität Jena zurück und ist Professorin für Anorganische Chemie sowie Direktorin des Instituts für Anorganische und Analytische Chemie. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich vor allem mit 3d-Metallen und schaltbaren Spinzuständen von Metallkomplexen, die unter anderem für Sensorik, Katalyse und Datenverarbeitung relevant sind. 2024 erhielt sie die Bewilligung zur Koordination des Schwerpunktprogramms 2491 „Interactive Spin-State Switching“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig wurde 1846 gegründet und ist eine traditionsreiche Gelehrtengesellschaft, die sich als Ort des fachübergreifenden wissenschaftlichen Austauschs versteht. Ihre Projekte im Akademienprogramm sind ein international sichtbarer Schwerpunkt der geisteswissenschaftlichen Forschung. Die Aufnahme als Mitglied gilt als hohe wissenschaftliche Auszeichnung.

Martin Joachim Kümmel, Univ.-Prof. Dr.

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