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title: "Engagement für Aufarbeitung rechter Gewalt durch studentischen Verein 'Blinde Flecken'; Schwerpunkt "
sdDatePublished: "2026-04-14T18:54:00Z"
source: "https://www.uni-erfurt.de/studium/rund-ums-studium/campusleben-blog/geschichte-studieren-marcos-weg-vom-bachelor-zum-master"
topics:
  - "college and university"
  - "history"
  - "teaching and learning"
locations:
  - "Thüringen"
  - "Erfurt"
  - "Germany"

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  - "20000411"
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Engagement für Aufarbeitung rechter Gewalt durch studentischen Verein 'Blinde Flecken'; Schwerpunkt Masterstudium 'Geschichte transkulturell', persönliche Studienerfahrungen, Oral History in Thüringer Erinnerungsforschung, Arbeit als wissenschaftlicher Assistent an Universität Erfurt.

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Geschichte studieren in Erfurt: Erfahrungen im Master „Geschichte transkulturell“
Likely publishing date: 2026-04-13

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Geschichte studieren: Marcos Weg vom Bachelor zum Master

Schon seit seiner Kindheit fasziniert Marco die Frage, wie Menschen früher gelebt und welche Umstände ihre Lebenswelten geprägt haben. An der Universität Erfurt hat er dafür den idealen Studienort gefunden: Vom Bachelor Geschichtswissenschaft (im Nebenfach Germanistik) bis zum Master „Geschichte transkulturell“ fühlt er sich fachlich wie persönlich bestens aufgehoben.Wenn Sie einmal zurückdenken an den Beginn Ihres Bachelor-Studiums: Was war ausschlaggebend für die Entscheidung, an der Uni Erfurt zu studieren? Und warum sind Sie auch für Ihr Master-Studium geblieben?Für das Studium an der Uni Erfurt habe ich mich entschieden, weil mich sowohl die Stadt, der Campus als auch – und nicht zuletzt – die Studieninhalte überzeugt haben. Für mein Master-Studium bin ich geblieben, weil mich die Inhalte des Studiengangs „Geschichte transkulturell“ erneut überzeugt haben. Darüber hinaus schätze ich die persönliche Atmosphäre in den Seminaren und auf dem Campus sehr.

Warum ist Geschichte so spannend für Sie?Geschichte übt seit meiner Kindheit eine besondere Faszination auf mich aus. Mich interessiert vor allem, wie Menschen in vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten gelebt haben, welche Umstände ihr Leben geprägt haben und was diese wiederum hervorgebracht hat. Besonders spannend finde ich daher Fragen nach dem Alltag der Menschen in unterschiedlichen Epochen.

Und wo möchten Sie Ihr Wissen gern beruflich einbringen? Sie interessieren sich ja auch für Geschichtsdidaktik …Nach dem Studium möchte ich gern in einem Bereich arbeiten, in dem ich gemeinsam mit Erwachsenen neue Kenntnisse erarbeiten kann – perspektivisch kann ich mir das auch innerhalb der Universität gut vorstellen.

Was spricht für das Master-Studium „Geschichte transkulturell“ an der Universität Erfurt?Für das Master-Studium sprechen vor allem die Möglichkeit zur individuellen Schwerpunktsetzung sowie der unkomplizierte und direkte Kontakt zu den Dozent*innen.

Sie haben zu Beginn Ihres Master-Studiums an einem Seminar teilgenommen, das vielstimmige Erfahrungen der Wiedervereinigung in einem Dorf in Thüringen untersucht. Oral History hat dabei eine zentrale Rolle gespielt. Wie sind Sie vorgegangen und wie wurden die subjektiven Berichte wissenschaftlich nutzbar gemacht?Oral History ist eine äußerst spannende Methode der Geschichtswissenschaft, da man als Historiker*in den Untersuchungsgegenstand – also das Interview – gewissermaßen miterschafft. Zunächst haben wir uns intensiv sowohl mit der Interviewführung als auch mit den historischen Kontexten auseinandergesetzt. Nach der Durchführung der Interviews wurden diese nachbereitet, u.a. transkribiert und gemeinsam diskutiert. Wissenschaftlich nutzbar wurden sie v.a. durch die Fragen, mit denen wir sie analysiert haben. Mich fasziniert bis heute, dass sich aus den Interviews immer neue Fragen ergeben. Selbst scheinbar kleine Details eröffnen zahlreiche Perspektiven, die es wert sind, weiter erforscht zu werden.

Sie arbeiten als wissenschaftlicher Assistent an der Professur für Neuere und Zeitgeschichte und Geschichtsdidaktik. Was genau sind Ihre Aufgaben und was machen Sie besonders gern?Meine Aufgaben als wissenschaftlicher Assistent sind sehr vielfältig. Sie reichen von der Vorbereitung wöchentlicher Dienstbesprechungen über die Recherche und Aufbereitung von Literatur bis hin zur Mitwirkung an der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen. Was mir am meisten Freude bereitet, lässt sich schwer sagen – ich arbeite gern in allen Bereichen. Jede Aufgabe trägt dazu bei, den Wissenschaftsbetrieb besser kennenzulernen und mit Forschenden aus unterschiedlichen Disziplinen in Kontakt zu kommen.

Welchen Tipp würden Sie Studierenden geben, die sich für Geschichte interessieren und überlegen, in Erfurt zu studieren?Es ist immer eine gute Entscheidung, den eigenen Interessen zu folgen. In Erfurt trifft man auf engagierte Dozent*innen und Kommiliton*innen aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen – und das auf einem grünen, inspirierenden Campus. Ich kann daher nur empfehlen, sich einzuschreiben, erste Erfahrungen in Proseminaren zu sammeln und herauszufinden, ob man sich hier genauso wohlfühlt wie ich.Sie engagieren sich im Verein „Blinde Flecken“ – was genau machen Sie dort und worum geht es dem Verein?Neben dem Studium engagiere ich mich seit einigen Jahren im Verein „Blinde Flecken“. Der Verein betreibt eigene historische Forschung und entwickelt daraus Bildungsformate wie bspw. Seminare, Stadtrundgänge und Workshops. Im Fokus steht dabei die Aufarbeitung rechter Gewalt und rechter Gewaltstrukturen, vor allem in den 1990er- und 2000er-Jahren.

Studiengänge an der Universität Erfurt

Philosophische Fakultät an der Universität Erfurt

Professur für Neuere und Zeitgeschichte und Geschichtsdidaktik

Forschungsstelle Oral History an der Philosophischen Fakultät

Podcastfolge „Besserwissen“ u. a. mit Marco

Inklusion – Zu wenig Förderung für leistungsstarke Schüler*innen?

Initiative zur Aufarbeitung Rechter Gewalt

Rat und Hilfe in Notfällen

Universität Erfurt (Campus)Nordhäuser Str. 6399089 Erfurt