US-Studie: Mehr hochverarbeitete Lebensmittel führen zu erhöhtem Fettanteil im Oberschenkelmuskel, unabhängig von Kalorienzufuhr. MRT bei 615 übergewichtigen Erwachsenen mit erhöhtem Kniearthrose-Risiko. Zusammenhang mit Adipositas-Trend bestätigt.

Hochverarbeitete Lebensmittel: Mehr Fett in den Muskeln | aponet.de Likely publishing date: 2026-04-15

Elisabeth Kerler | 15.04.2026 15:42 Uhr

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Hochverarbeitete Lebensmittel: Mehr Fett in den Muskeln

Elisabeth Kerler| 15.04.2026 15:42 Uhr

Mehr Fertigprodukte, mehr Fett in den Muskeln: Eine US-Studie liefert Hinweise auf Zusammenhänge zwischen hochverarbeiteten Lebensmitteln und Muskelqualität.

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Wer mehr hochverarbeitete Lebensmittel wie Fertigprodukte zu sich nimmt, hat mehr Fett im Muskelgewebe des Oberschenkels. Das ist die zentrale Aussage einer kleinen Studie, auf die die Radiologische Gesellschaft Nordamerikas hinweist. Sie betont: Der höhere Fettanteil im Muskel sei sogar unabhängig von der Energiezufuhr.

Risiko für Kniearthrose, aber noch keine Beschwerden

An der US-Studie nahmen 615 Menschen mit einem Durchschnittsalter von knapp 60 Jahren teil, die alle ein erhöhtes Risiko fürKniearthrose, aber noch keine Schmerzen hatten. Auch waren sie im Durchschnitt übergewichtig. Sie alle hatten Fragen zu ihrer Ernährung im vergangenen Jahr beantwortet und ein MRT der Oberschenkel gemacht. Außerdem rechnete das Team andere Faktoren wie die Gesamtaufnahme an Kalorien, soziodemographische Eigenschaften, Rauchen, Sport, Depression, BMI und Taillenumfang heraus.

41 Prozent der Ernährung aus hochverarbeiteten Lebensmitteln

So fand das Team heraus:

Im Durchschnitt waren 41 Prozent der Lebensmittel, die die Probanden zu sich nahmen, hochverarbeitet.

Wenn der BMI herausgerechnet worden war, ging ein höherer Anteil an hochverarbeiteten Lebensmitteln auch mit einem höheren Fettanteil in der Muskulatur des Oberschenkels einher. Noch deutlicher waren die Zusammenhänge bei Berücksichtigung des Taillenumfangs.

In den MRT-Aufnahmen hatte Fett zum Teil Muskelfasern verdrängt.

BeiKniearthrosewird nach und nach der Gelenkknorpel und andere Gelenkstrukturen zerstört, was zu Schmerzen bei Belastung und einer eingeschränkten Beweglichkeit führt. Risikofaktoren sind höheres Lebensalter und Körpergewicht. „Kniearthrose kommt weltweit immer häufiger vor und ist ein teures Problem,“ erklärt Studienautorin Dr. Zehra Akkaya, University of California. „Kniearthrose hängt eng mit Übergewicht und ungesunden Lebensstilentscheidungen zusammen.“

Mehr hochverarbeitete Lebensmittel, mehr Adipositas, mehr Kniearthrose

Zudem sieht Dr. Akkaya einen Zusammenhang zum Trend zu hochverarbeiteten Lebensmitteln: „Über die vergangenen Jahrzehnte hinweg, parallel zu steigenden Fallzahlen von Adipositas und Kniearthrose, wurden die natürlichen Inhaltsstoffe in unserer Ernährung stetig ersetzt durch industriell-gefertigte, künstlich aromatisierte, gefärbte und chemisch veränderte Lebensmittel und Getränke, die als hochverarbeitet zu betrachten sind.“ Die Studie betrachtet nun, wie sich diese Lebensmittelgruppe auf die Körperzusammensetzung auswirkt.

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Hochverarbeitete Lebensmittel: Für viele praktisch im Alltag. In einer Studie machten mehr als 40 Prozent der Lebensmittel diese Produktgruppe aus.

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