Demenz häufigste Todesursache bei Über-80-Jährigen in NRW, 2024 mit 13.982 Fällen; Frauen besonders betroffen; demenzbedingte Sterberate seit 2014 stark gestiegen; regionale Unterschiede zwischen Gelsenkirchen und Ennepe-Ruhr-Kreis. NRW: Demenz ist die häufigste Todesursache bei den über 80-Jährigen | Landesbetrieb IT.NRW Likely publishing date: 2026-04-15 NRW: Demenz ist die häufigste Todesursache bei den über 80-Jährigen Demenz war 2024 die Ursache für 6,3 % aller Todesfälle Zwei Drittel der an Demenz Gestorbenen waren Frauen Niedrigste demenzbedingte Sterberate in Gelsenkirchen, höchste im Ennepe-Ruhr-Kreis Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2024 starben 13.982 Personen aus Nordrhein-Westfalen laut Todesbescheinigung an einer Demenzerkrankung. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag das durchschnittliche Sterbealter der an einer Demenz verstorbenen Person mit 88 Jahren rund 9 Jahre über dem durchschnittlichen Sterbealter aller Verstorbenen (79 Jahre). Unter den Menschen, die im Alter von 80 oder mehr Jahren verstarben, war die nicht näher bezeichnete Demenz die häufigste Todesursache mit einem Anteil von 9,6 % an allen Verstorbenen dieses Alters. Auf Platz zwei lag die chronische ischämische Herzkrankheit mit 7,9 %. Mit 9.313 Fällen waren zwei Drittel der an Demenz Gestorbenen Frauen. Damit ist Demenz seit Jahren eine der häufigsten Todesursachen bei Frauen: Im Jahr 2024 starben 8,3 % der weiblichen Gestorbenen daran. Bei den Männern waren es 4,3 %. Ein Grund für den hohen Frauenanteil könnte unter anderem die höhere Lebenserwartung bei den Frauen sein. Der Anteil der an Demenz Gestorbenen an allen Sterbefällen war 2024 bei Männern um das 3-fache und bei Frauen um das 2,5-fache höher als 2014. Insgesamt war Demenz 2024 die Ursache für 6,3 % aller Todesfälle in Nordrhein-Westfalen. Zehn Jahre zuvor hatte dieser Anteil bei 2,4 % gelegen und 2004 bei lediglich 0,4 %. Niedrigste demenzbedingte Sterberate in Gelsenkirchen, die höchste im Ennepe-Ruhr-Kreis Die geringste demenzbedingte Sterberate hatte im Jahr 2024 Gelsenkirchen mit 53 Sterbefällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die höchste Rate wurde mit 116 Sterbefällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner für den Ennepe-Ruhr-Kreis verzeichnet. Landesweit ergab sich eine demenzbedingte Sterberate von 78 Personen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Im Jahr 2014 lag sie noch bei 27. Die hier dargestellten Ergebnisse aus der Todesursachenstatistik basieren auf den von den Gesundheitsämtern übermittelten Todesbescheinigungen. Die Erhebung liefert Angaben zu den Todesursachen sowie Alter, Geschlecht und Wohnort der verstorbenen Person. Für die Todesursachenstatistik ist laut Regelwerk der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Grundleiden die auszuzählende Todesursache. Die Zuordnung der Todesursachen in der Todesursachenstatistik basiert ausschließlich auf den Angaben der die Leichenschau durchführenden und den Tod bescheinigenden Ärztinnen und Ärzte in den ausgestellten Todesbescheinigungen. Diese werden in einem elektronischen Kodiersystem erfasst, welches dann das Grundleiden nach dem Regelwerk zur ICD-10-WHO ermittelt. Als Todesfälle aufgrund einer Demenzerkrankung werden hier Sterbefälle mit Wohnort in NRW ausgewertet, bei denen die ICD-10 Codes F00-F03 (Demenz) als zum Tode führendes Grundleiden kodiert wurden. Eine über die Zeit zunehmende Verbesserung der Diagnosemöglichkeiten und allgemeine Bekanntheit der Erkrankung tragen dazu bei, dass sie häufiger erkannt und als Todesursache vermerkt werden kann. Bei den einzelnen Todesursachen handelt es sich um eine nachweisbare Untergrenze. Später bekannt gewordene Informationen zur Todesursache können oftmals nicht mehr in die Statistik einfließen. Im Jahr 2024 wurde für 1,0 % der Sterbefälle keine Todesbescheinigung an das Landesamt übermittelt. Diese Fälle wurden den ungenau oder nicht näher bezeichneten Todesursachen (ICD-Kapitel R00–R99) zugeordnet. Zusätzlich entfielen 4,7 % der Todesfälle auf Grundlage der Todesbescheinigung auf diese Rubrik. Im Vergleich zum Jahr 2023 konnten 2024 mehr Todesbescheinigungen erfasst und aussagekräftigen ICD-Kapiteln zugeordnet werden. ICD steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems”, zu Deutsch und vereinfacht: „Internationale Klassifikation der Krankheiten”. Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW) 26) Düsseldorf, den 15. April 2026 Bitte geben Sie uns ein Feedback Hat Ihnen die Pressemitteilung gefallen? 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