Marcel Schiller erzielt persönlichen Torrekord mit 16 Treffern, bleibt trotz Alter in Topform, will Karriere bei Frisch Auf Göppingen ohne Alterslimit fortsetzen; Fokus auf Teamleistung, Vertragsverlängerung bis 2028. Torjäger von Frisch Auf Göppingen: Marcel Schiller: „Wenn alles passt, wäre ich doch dumm, mit 36 aufzuhören“ - Sportmeldungen Likely publishing date: 2026-04-15 Torjäger von Frisch Auf GöppingenMarcel Schiller: „Wenn alles passt, wäre ich doch dumm, mit 36 aufzuhören“ In seiner 13. Saison stellte Marcel Schiller mit 16 Treffern einen Torerekord auf. Wo liegen für den 34-Jährigen von Frisch Auf Göppingen die Gründe? Wie lange bleibt er noch am Ball? Frisch Auf Göppingensammelte in der Handball-Bundesliga zuletzt 10:2 Punkte in Serie.Toptorjäger Marcel Schillerschätzt vor dem baden-württembergischen Derby gegen die Rhein-Neckar Löwen (23. April, 19 Uhr Herr Schiller, was haben Sie sich nach ihren 16 Toren zuletzt beim 34:29-Sieg in Leipzig gegönnt? Wir hatten vier Tage frei, ich war mit meiner Familie bei schönem Wetter am Bodensee. Was will man mehr? Wobei ich mich über meine zwei vergebenen Siebenmeter in dem Spiel immer noch aufrege. Auch so reichte es für Sie in Ihrer 13. Bundesligasaison zum persönlichen Torerekord. War Ihnen das sofort klar? Ich dachte, dass ich 2021 gegen Coburg schon einmal 16 Mal getroffen hatte. Meine Mutter hat dann nachgeschaut, und es waren damals nur 14. Daher war ich doch überrascht. Was bedeutet Ihnen solch ein Rekord? Das ist immer schön, aber mir war einfach wichtig, dass wir dieses Spiel gewinnen und bestätigen konnten, dass wir uns in der Erfolgsspur befinden. Grundsätzlich ist mir wichtiger, konstant Leistung zu bringen, als Ausrutscher zu haben. Handball-BundesligaLangsam wird’s unheimlich – TVB Stuttgart schon wieder unentschieden Sie spielen mit einer Wurfquote von 80 Prozent die effizienteste Saison Ihrer Laufbahn. Was sind die Gründe? Ich bin diese Saison komplett frei im Kopf. Es gibt so viele Faktoren, dass ich einfach nur spiele und genieße, mir keine Gedanken um andere Sachen mache. Eine solche Leichtigkeit kommt mir und meinem Spiel immer entgegen. Ist einer der Faktoren, das für Sie abgehakte Thema Nationalmannschaft? Definitiv. Für mich ist das Thema durch. In das Muster mit vielen jungen Spielern passe ich einfach nicht mehr rein. Ich habe mir immer den mega Druck gemacht, wieder den Adler auf der Brust zu tragen. Das war mein größtes Problem. Dadurch konnte ich nicht frei aufspielen. Sie betonen, dass Sie körperlich fitter sind als vor zehn Jahren. Wie schaffen Sie das mit 34? Mein Körper ist mein Kapital. Ich lege viel Wert auf ausgewogene Ernährung und schiebe, wenn immer nötig, Extraeinheiten. Wie sehr kommt es Ihnen entgegen, dass Sie selbst eine Ausbildung zum Physiotherapeuten abgeschlossen haben? Über die Dauer meiner Karriere hat mir das schon sehr geholfen. Ich kann zum Phyisio gehen und exakt sagen, was ich für das jeweilige Problem brauche. Das ist ein wichtiger Faktor. Wie wichtig ist der Faktor, dass Sie im niederländischen Nationalspieler Rutger ten Velde auf Ihrer Position im Verein einen Konkurrenten auf Augenhöhe haben? Rutger macht seine Sache vorne und hinten top. Auch was die Statistik betrifft, liegen wir als Duo sehr weit vorne in der Liga. Klar, dass wir als Team vom Konkurrenzkampf profitieren. Trainer von Frisch Auf GöppingenBen Matschke: „Wir müssen die Infrastruktur deutlich professionalisieren“ Der dänische Rechtsaußen Hans Lindberg spielte noch mit 42 in der Bundesliga. Wie lange haben Sie noch vor am Ball zu sein? Jetzt habe ich erst einmal noch Vertrag bis 2028. Wenn ich merken würde, meine Motivation lässt nach oder mein Körper lässt mich im Stich – dann höre ich sofort auf. Aber wenn alles passt, dann setze ich mir kein zeitliches Limit. Warum auch? Wenn man sein Hobby zum Beruf macht, und alles passt, wäre ich doch dumm, mit 36 aufzuhören. 25 zog sich Ihre Vertragsverlängerung bis Ende Februar 2025 so zäh wie Kaugummi. Letztendlich gab es den Kompromiss, Sie zunächst für ein Jahr zu binden. Wie hart hat sie das getroffen? Das war eine brutal schwierige Zeit. Die ersten zehn Saisonspiele damals waren die schlechtesten meiner Karriere. Trainer Ben Matschke war neu, wollte seinen Stempel aufdrücken. In dieser Phase habe ich noch einmal sehr viel umgestellt. Ich hatte an Muskelmasse zugelegt und war dadurch schwerer. Dann habe ich versucht, Gewicht zu reduzieren. Denn jedes Kilo, das ich mehr auf die Waage bringe, merke ich. Und zwar überall. An Schulter, Achilles-, Patellasehne, es zwickte am ganzen Körper. In solch einem Zustand komme ich nicht an mein Leistungslimit. Also habe ich wieder etwas verändert – durch Zusatzeinheiten und Ernährungsumstellung. Der Lohn: Im November 2025 hat man meinen Vertrag dann gleich um zwei Jahre verlängert. Handball-Bundesliga FrauenSo sieht der Modus in den Play-offs aus Warum läuft es bei zuletzt 10:2 Punkten in Serie insgesamt so gut bei Frisch Auf? Da kommen viele Faktoren zusammen. Natürlich sind wir insgesamt besser eingespielt. Die Abwehr ist top, die starken Torhüterleistungen kommen hinzu. Das ist die halbe Miete. Und dann macht es vor allem unser Spielmacher Elias Newel überragend. Er hat das Zepter im Angriff in der Hand, was lange Zeit das Problem darstellte. Was macht Newel denn besser als Ludvig Hallbäck, der im Winter im Tausch mit Ole Pregler zum VfL Gummersbach ging? Ich finde, Elias steuert das Spiel top. Er ist abgezockt, geht da hin, wo es wehtut, arbeitet viel für die Mitspieler, wovon die Mannschaft insgesamt profitiert. So haben wir auch mehr Abschlüsse vom Kreis. Wenn er werfen muss, wirft er. Aber er spielt die Sachen nicht für sich. Ich will Ludvig nichts vorwerfen, aber Elias belebt mit seiner frischen Art unser komplettes Spiel. Und auch Ole kommt immer besser rein, er ist ein smarter Spieler, der das Spiel verstanden hat. Dann kommen die nur fünf Punkte besseren Rhein-Neckar Löwen am 23. April gerade recht? So ein Derby ist immer speziell, gerade gegen die Löwen geht es immer heiß her. Bei ihnen herrscht derzeit viel Unruhe. Und so wie wir aktuell drauf sind, müssten wir das daheim gewinnen. Um am Ende wo zu landen? Am Anfang der Winterpause haben wir uns das Ziel „30 Punkte plus“ gesetzt, jetzt haben wir 26. Mein Ziel ist es auf jeden Fall, unsere drei Heimspiele zu gewinnen. Ich bin auch sicher, dass wir auswärts noch etwas holen können. Dennoch wird es schwer, besser als Neunter zu werden. Wenn wir den Abstand zu den top Acht weiter verkürzen, haben wir unser Ziel erreicht. Was wollen Sie mit Frisch Auf noch erreichen, zumal der Ausstieg von Hauptsponsor Teamviewer am Saisonende sicher sein soll und das die Perspektive nicht verbessert? Wir wollen einfach konstant im einstelligen Tabellenbereich bleiben. Jeder weiß, welches Potenzial im Verein steckt. Jeder weiß, dass finanziell nicht so viel möglich ist, wie in den Jahren zuvor. Und jeder ist sich auch bewusst, dass es mit Blick auf die Mittel und Möglichkeiten der Konkurrenz immer schwieriger wird, nach Europa zu kommen. Dass wir uns sportlich aber auf einem sehr guten Weg befinden, das steht für mich außer Frage. KarriereMarcel Schiller wurde am 15. August 1991 in Dettingen Erms geboren. In der A-Jugend gewann er mit dem TV Neuhausen Erms die deutsche A-Jugendmeisterschaft im Finale gegen den TV Kirchzell (damals mit Nationalmannschaftskeeper Andreas Wolff). Mit dem TVN stieg Schiller 2012 in die Bundesliga auf. Seit 2013 trägt der Linksaußen den Dress von Frisch Auf Göppingen. 2016 und 2017 gewann Schiller mit dem Traditionsclub den EHF-Pokal. Sein Vertrag läuft bis 2028. PersönlichesSchiller ist verheiratet mit Doro. Das Paar hat die Söhne Leo (7) und Max (5). Der gelernte Physiotherapeut ist ein großer Basketball-Fan. Sein Lieblingsclub in der NBA sind die Golden State Warriors. (jüf) Auch im 15. Anlauf reicht es für den TVB Stuttgart nicht zu einem Auswärtssieg – andererseits bleibt das Team durch das 25:25 beim Bergischen HC zum siebten Mal in Serie ungeschlagen. Trainer Ben Matschke spricht vor dem Handball-Bundesligaheimspiel von Frisch Auf Göppingen gegen den SC Magdeburg über die Entwicklung seines Teams und die schlechten Rahmenbedingungen. In der Handball-Bundesliga Frauen ist die erste Phase der Saison abgeschlossen. Für das Württemberg-Trio geht es in den Play-offs der Plätze 5 bis 11 um Europa und gegen den Abstieg. Marcel Schiller: „Wenn alles passt, wäre ich doch dumm, mit 36 aufzuhören“ Porsche Tennis Grand PrixErster Sieg seit Januar: Lys kämpft Badosa in Stuttgart nieder VolleyballDeshalb sucht Allianz MTV Stuttgart keine neue Kim Renkema Porsche Tennis Grand PrixCoco Gauff – der US-Star will seine Stuttgart-Bilanz aufbessern US-Open-Trophäe357.546 US-Dollar: Boris Becker-Pokal erzielt Rekordpreis Porsche Tennis Grand PrixGuter Start auf Sand: Siegemund im Achtelfinale von Stuttgart Eisbären BerlinVermummte Eishockeyfans überfallen Bus von Kölnern Tennis Grand Prix in StuttgartEva Lys nach Sehnenriss im Knie „schmerzfrei“ BoxenWie weit wirft Sie diese Niederlage zurück, Herr Zachenhuber? Tennis-Profi aus MetzingenDebakel für deutsches Tennis – diese Gründe sieht Laura Siegemund Oktagon 86 in StettinStuttgarter MMA-Star Jungwirth erleidet Niederlage in Polen In der ersten Runde beim Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart gelingt der Hamburgerin Eva Lys ein starkes Comeback. Nach zwei Jahren ohne wichtigen Titel wird Konstantin Bitter zwar kritisiert, die Verantwortung des Trainers von Volleyball-Bundesligist Allianz MTV Stuttgart bleibt aber groß. Die Weltranglistendritte startet mit großen Ambitionen in die Sandplatz-Saison – und positioniert sich immer wieder auch abseits des Sports. Das Silberstück von den US Open ist nun die teuerste Tennis-Trophäe der Geschichte. Die Schwäbin steigert sich und zeigt im zweiten Satz starke Nerven. Nun wartet eine Höchstschwierigkeit. Mit Fahnenstangen und Flaschen: Ein Kölner Fanbus wird nach dem Halbfinale zum Ziel eines brutalen Angriffs von Eisbären-Anhängern. Der Club will derweil „null Toleranz walten lassen“. Wochenlang rätselten Ärzte über das dicke Knie von Eva Lys. Spät kam die Diagnose. Beim Debakel des DTB-Teams fehlte sie. In Stuttgart erklärt sie ihre Absage für den Verband. Simon Zachenhuber, der seit acht Jahren in Stuttgart lebt und trainiert, hat erstmals in seiner Karriere verloren. Das schmerzt sehr, doch er will aus dem Rückschlag lernen. Die am besten platzierte deutsche Tennisspielerin spricht über den Abstieg im Billie Jean King Cup – und blickt voraus auf ihr Heimspiel beim Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart. Beim ersten Kampf-Event der MMA-Organisation Oktagon im polnischen Stettin trat auch eine Stuttgarter Legende an. Am Ende musste sich Christian Jungwirth jedoch geschlagen geben. --- Source: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.torjaeger-von-frisch-auf-goeppingen-marcel-schiller-wenn-alles-passt-waere-ich-doch-dumm-mit-36-aufzuhoeren.d6389037-a96c-43f7-986b-b86fef9e0d8f.html sdDatePublished: 2026-04-15T05:17:00Z Topics: handball (team), sport achievement, sports coaching Locations: Solingen, Esslingen, Germany, New York, Baden-Württemberg, Mannheim, Netherlands, Magdeburg, Denmark, Szczecin, Gummersbach, Reutlingen, Leipzig, Coburg, Berlin, Stuttgart, Göppingen, San Francisco, North Rhine-Westphalia, Hamburg