Mahle Bonus 2025 sinkt auf 800 Euro wegen Umsatz- und Gewinnrückgang; 1000 Stellen weltweit gestrichen, davon viele in Stuttgart. 100 Mio. Euro Personaleinsparungen geplant, Tarifverhandlungen in Deutschland laufen. Mahle in Stuttgart: Mit diesem Bonus können die Mitarbeiter rechnen Likely publishing date: 2026-04-15 Stuttgarter AutozuliefererMit diesem Bonus können die Mahle-Beschäftigten rechnen Die Autokrise hinterlässt auch beim Stuttgarter Technologiekonzern Spuren. Der Umsatz geht zurück, entsprechend fällt die Gewinnbeteiligung für die Mahle-Belegschaft aus. Es hätte durchaus schlimmer kommen können, so lässt sich die Bilanz beiMahlefür das Jahr 2025 zusammenfassen. Andere Unternehmen der Autoindustrie hatten schließlich zuletzt deutlich höhere Rückgänge zu verzeichnen als jene, die das Stuttgarter Technologieunternehmenam Mittwoch bei seiner Jahrespressekonferenz bekannt gegeben hat. „Wenn etwas sicher ist in diesen Zeiten, dann ist es die Unsicherheit“, begann Mahle-Chef Arnd Franz seine Ausführungen und nannte „US-Zölle, Lieferkettendisruptionen, geopolitische Verwerfungen und die Hängepartie um die künftige C02-Regulierung“ große Erschwernisse für die Planbarkeit. Unter diesen Rahmenbedingungen seien die Umsatzerwartungen im vergangenen Jahr auch nicht erfüllt worden“, so Arnd Franz. 2025 ging der Umsatz von 11,68 Milliarden Euro im Vorjahr auf rund 11,26 Milliarden Euro zurück. Das Konzernergebnis sank von 22 Millionen Euro auf 20 Millionen Euro, was der Finanzvorstand Markus Kapaun vortrug. Damit hat Mahle dennoch das dritte Jahr in Folge schwarze Zahlen geschrieben, was noch keine Selbstverständlichkeit ist nach zuvor mehreren Jahren mit Verlusten. Die Trendwende setzte im Jahr 2023 ein. „Mahle ist auf dem Weg zu profitablem Wachstum“, sagte Mahle-Chef Arnd Franz und kam zu dem Fazit, dass sich die Strategie mit dem Fokus auf Elektrifizierung, Thermomanagement und Verbrennungsmotoren bewähren würde, trotz der Rückgänge im vergangenen Jahr. Mahle: Bonus geringer als im Vorjahr Die vorgelegten Zahlen wirken sich auch auf den Bonus für die Belegschaft aus. Gab es für das Jahr 2023 noch 1000 Euro pro Person, waren es ein Jahr später 900 Euro. Für 2025 können die Beschäftigten nach Informationen unserer Redaktion nun mit einer Gewinnbeteiligung von 800 Euro rechnen, die mit dem Juni-Gehalt überwiesen werden sollen. Wie sich die Zahlen in Zukunft entwickeln, lässt sich angesichts der weiteren Folgen des Iran-Kriegs weiterhin schwer prognostizieren. Jobabbau bei MahleKonzernchef: „Nicht einmal China verbietet Verbrenner“ Das gilt auch für den Stellenabbau. 2025 verringerte sich die Anzahl der Mahle-Beschäftigten von rund 67 700 auf 64 240. In Deutschland waren es 600 Jobs, die wegfielen. Weil Mahle in diesem Jahr 100 Millionen Euro an Einsparungen im Personalbereich plant, wird es zu weiteren „Anpassungen“ kommen. Darüber befindet sich die Geschäftsführung mit den Interessensvertretern der 9000 Mahle-Beschäftigten an den deutschen Standorten in Verhandlungen, die im Mai abgeschlossen sein sollen. Es geht dabei auch um einen Ergänzungstarifvertrag. Eine Vereinbarung, die betriebsbedingte Kündigungen bei Mahle ausschließt, läuft am Ende des Jahres aus. Den Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen liegen individuelle Angebote für eine Abfindung beziehungsweise für eine Vorruhestandsregelung vor. Forderungen an die Politik vom Mahle-Chef Den Blick in die Zukunft verband Mahle-Chef Arnd Franz mit einer Botschaft an die kommende grün-schwarze Landesregierung in Stuttgart, an die Bundesregierung und nach Brüssel: „Ebnen Sie der Wirtschaft jetzt schnell den Weg zurück zum Wachstum. Weniger Regulierung, weniger Bürokratie. Mehr und breitere Energieangebote, runter mit den Lohnnebenkosten, mehr Flexibilisierung von Arbeit. Bringen Sie Bildung, Infrastruktur und Digitalisierung voran.“ Wo der Weg anderenfalls bei Mahle hingeht? Weg vom Standort Deutschland, daran ließ Franz keinen Zweifel. Beim Blick ins Ausland spielt weiterhin China als Absatzmarkt eine tragende Rolle. Indien wird als weltweit drittgrößter Pkw-Mark für Mahle aber immer wichtiger. 2023 hat Mahle in Indien bereits ein großes Entwicklungszentrum gebaut. „Wir streben an, unseren Umsatz dort in den kommenden vier bis sechs Jahren zu verdoppeln“, sagt der Mahle-Chef, der außerdem länderunabhängig viel Potenzial für sein Unternehmen im Bereich der Verteidigungstechnik sieht. Mahle muss sparen und will weltweit 1000 Stellen streichen. In Deutschland ist vor allem Stuttgart betroffen. Konzernchef Arnd Franz erklärt, warum er den Abbau für nötig hält. Mahle in Stuttgart: Mit diesem Bonus können die Mitarbeiter rechnen Erbe Elektromedizin TübingenAlte Firma, neue Stellen, steigender Umsatz Kornwestheimer Spedition ERA„Eine Riesen-Sauerei“ – Spediteur rechnet mit Dieselpreisen ab Entlastungsprämie von bis zu 1.000 EuroDiese Firmen wollen den Krisenbonus auszahlen Stuttgarter AutobauerUmwelt- und Aktionärsverband kritisieren Mercedes-Dividende 1.000 Euro EntlastungsprämieWann kommt der Krisenbonus? Trigema Co-GeschäftsführerinBonita Grupp und Christian Lindner fordern bessere Bedingungen für Firmen Frankfurt am MainVereinigung Cockpit will Lufthansa Donnerstag und Freitag bestreiken Hilfspaket der RegierungKritik an Entlastungsprämie: Arbeitgeber fordern Nachbesserung MärkteÖlpreis unter 100 Dollar - Das sorgt für Entspannung Auch 175 Jahre nach der Gründung will das Tübinger Unternehmen Erbe Elektromedizin weiter wachsen. Timo Conrad rechnet vor, wie seine Spedition die Preise der Mineralölkonzerne belasten. Die Dieselsteuer-Senkung hält er für wenig nachhaltig. Der Verband rechnet mit mehr Insolvenzen. Ein paar Firmen haben bereits zugesichert, dass sie die Entlastungsprämie an ihre Mitarbeiter ausbezahlen wollen. Gewinneinbruch, Absatzrückgang, Sparprogramm – und trotzdem eine ordentliche Dividende? Ein Umwelt- und ein Aktionärsverband kritisieren die Höhe der Mercedes-Dividende. Arbeitgeber sollen noch im Jahr 2026 eine Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro an ihre Mitarbeiter ausbezahlen können. Was ist zum Zeitplan bekannt? Ex-Bundesfinanzminister Christian Lindner und Familienunternehmerin Bonita Grupp sehen für Unternehmen in Deutschland wachsende Hürden. Was sie bei einer Veranstaltung konkret fordern. Die Vereinigung Cockpit hat angekündigt, die Lufthansa am Donnerstag und Freitag zu bestreiken. In der baden-württembergischen Wirtschaft regt sich Protest, weil die von der Bundesregierung geplante 1000-Euro-Prämie von den Unternehmen gezahlt werden müsste. Die Ölpreise sind deutlich unter die Marke von 100 US-Dollar gefallen. Doch was steckt hinter diesem Rückgang? --- Source: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.mahle-in-stuttgart-mit-diesem-bonus-koennen-die-mitarbeiter-rechnen.45d10eb4-c511-4872-8f6c-ee28b3f4e48e.html sdDatePublished: 2026-04-15T13:02:00Z Topics: automotive, employment, business reporting and performance, business strategy and marketing, government policy Locations: Stuttgart, Frankfurt am Main, Germany, India, Iran, Tübingen, Ludwigsburg, China