Einzigartiger englischsprachiger Masterstudiengang „Biogeoscience of the Anthropocene“ startet an der Universität Jena; interdisziplinärer Fokus auf Umweltprozesse der kritischen Zone; praxisorientiert; richtet sich an internationale Bewerber mit Umweltinteresse.

Neuer englischsprachiger Masterstudiengang startet zum Wintersemester 2026/27 Likely publishing date: 2026-04-15

Neuer englischsprachiger Masterstudiengang startet zum Wintersemester 2026

Meldung vom:16. März 2026, 12:15 Uhr| Verfasser

27 startet an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ein neuer englischsprachiger Masterstudiengang. Das Programm „Biogeoscience of the Antropocene“ stellt die Folgen des menschlichen Handelns auf die Umwelt in den Mittelpunkt und die Frage, wie sich biologische, geologische, physikalische und chemische Prozesse gegenseitig beeinflussen. Bewerbungen sind ab 1. April 2026 möglich.

Studiengang beschäftigt sich mit Umweltprozessen in der “kritischen Zone”

Der neue Studiengang verbindet moderne Umweltforschung mit innovativen Methoden aus Geowissenschaften, Biologie, Chemie und Datenwissenschaften. Innerhalb von vier Semestern lernen die Studierenden, komplexe Umweltprozesse experimentell, analytisch und datenbasiert zu erfassen und zu untersuchen.

Im Fokus steht dabei insbesondere die sogenannte „kritische Zone“: Diese umfasst den obersten Bereich der Erdkruste, die Böden, den Grundwasserraum und die Ärationszone - also den Bereich des Bodens, in dem der Porenraum unvollständig mit Wasser gefüllt ist.

Die Studierenden beschäftigen sich unter anderem

mit dem Konzept des Anthropozäns und wie Landnutzungsänderungen, Urbanisierung und Klimakipppunkte die Stabilität des Systems Erde beeinflussen,

mit der Rolle von Mikroben in wichtigen geochemischen Kreisläufen und Treibhausgasflüssen sowie ihrer genetischen Anpassungsfähigkeit an Umweltstressoren,

mit Methoden der mathematischen Modellierung, um Strömungen in Fluiden, insbesondere von Wasser, zu beschreiben und zu berechnen und

mit der Stabilität und Dynamik von Elementen in natürlichen Systemen als Grundlage für die Entwicklung von Sanierungsstrategien.

Labor- und Geländepraktika von Beginn an

Von Beginn an gibt es zahlreiche praxisnahe Lehrveranstaltungen wie Labor- und Geländepraktika: Diese vermitteln den Studierenden das nötige Handwerkszeug, um komplexe Umweltprozesse und ihre Wechselwirkungen quantitativ zu erfassen, zu modellieren und wissenschaftlich zu bewerten. Außerdem haben die Studierenden vielfältige Möglichkeiten, eigene Schwerpunkte zu setzen und sich so ein individuelles Kompetenzprofil anzueignen.

Durch die interdisziplinäre Ausbildung haben die Studierenden nach dem Studienabschluss vielfältige berufliche Möglichkeiten. Absolventinnen und Absolventen sind hervorragend qualifiziert für eine Tätigkeit in der Forschung, aber auch in Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Möglich sind beispielsweise die Bereiche Umweltanalytik, Grundwasser- und Bodenschutz, Altlastensanierung, Ökosystemmanagement, Umweltbildung und Politikberatung.

Ein Studiengang für Studieninteressierte mit breitem natur- und umweltwissenschaftlichem Interesse

Der Studiengang richtet sich an Studierende, die bereits einen Bachelorabschluss in einem umweltwissenschaftlichen Fach haben. Bewerberinnen und Bewerber sollten zudem ein breites natur- und umweltwissenschaftliches Interesse sowie Erfahrungen mit naturwissenschaftlichen Arbeitsweisen mitbringen.

„Mit unserem neuen englischsprachigen Studienangebot möchten wir insbesondere internationale Studieninteressierte ansprechen sowie auch deutsche Bewerberinnen und Bewerber, die sich gezielt auf eine Karriere in der globalen Arbeitswelt vorbereiten möchten,“ sagt Prof. Dr. Kai Uwe Totsche, der den neuen Studiengang maßgeblich mitentwickelt hat. Studienfachberater Dr. Dirk Merten ergänzt: „Der Studiengang ist deutschlandweit einzigartig, weil er Prozesse sowohl an der Erdoberfläche als auch unter der Erde in den Blick nimmt. Diese sogenannte ‘kritische Zone’ wird oft vernachlässigt, doch sie ist enorm wichtig, wenn man die komplexen Wechselwirkungen im System Erde verstehen und nachhaltige Lösungen für Umwelt- und Klimaprobleme entwickeln will."

Der Studiengang im Überblick:Studienabschluss: Master of ScienceRegelstudienzeit: 4 SemesterCredits

ECTS: 120Lehrsprache: EnglischStudienbeginn: WintersemesterDer Studiengang wird laut Planung ab dem Wintersemester 2026

27 zur Verfügung stehen, erwartet jedoch noch die Genehmigung des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Stand: 12.03.2026

Biogeoscience of the AnthropoceneMaster of ScienceChemisch-Geowissenschaftliche FakultätFakultät für BiowissenschaftenFoto: Dr. Robert Lehmann

Kai Uwe Totsche, Prof. Dr.

Diese Seite teilenDiese Seite via E-Mail teilenDiese Seite via WhatsApp teilenDiese Seite via Facebook teilenDiese Seite via LinkedIn teilen

Diese Seite via E-Mail teilen

Diese Seite via WhatsApp teilen

Diese Seite via Facebook teilen

Diese Seite via LinkedIn teilen

Link zum Herunterladen der vCard