Erstes territoriales Goldschakal-Paar in Schleswig-Holstein nachgewiesen; Nachweis durch Heul-Aufnahmen im Kreis Plön; Goldschakale breiten sich aufgrund Klimawandel, milder Winter, Landschaftsveränderung aus; Schutzmaßnahmen ergriffen.
schleswig-holstein.de - Landesamt für Umwelt - Erstes Goldschakal-Territorium in Schleswig-Holstein Likely publishing date: 2026-04-15
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FLINTBEK. Erstmals haben sich Goldschakale in Schleswig-Holstein angesiedelt. Ein territoriales Goldschakalpaar konnte im Kreis Plön nachgewiesen werden. Es wurden zwei Goldschakale anhand ihres charakteristischen Heulens identifiziert: Das Heulen dieser Art ist unverwechselbar, so dass es als verlässlicher Nachweis (C1) bewertet werden kann. Insgesamt neun Ton-Aufnahmen der beiden Tiere wurden innerhalb von etwa zwei Wochen dokumentiert.
Zum Schutz der Tiere wird bewusst auf eine genaue Ortsangabe verzichtet. Goldschakale haben vergleichsweise kleine Territorien von etwa zwei bis zehn Quadratkilometern und reagieren empfindlich auf Störungen.
Die Aufnahmen stammen von Manuela Heiden, die im Rahmen des Greifvogelmonitorings in den Kreisen Plön, Rendsburg-Eckernförde und Segeberg tätig ist.HintergrundGoldschakale sind deutlich kleiner als Wölfe und werden eher mit Füchsen verwechselt. Sie weisen in der Regel gelbgraue, manchmal auch eine ins rötlich gehende Färbung auf. Goldschakale leben meist in Paaren oder kleinen Rudeln, in denen ein Jungtier aus dem Vorjahr bei den Eltern verbleibt, um bei der Aufzucht der Welpen zu helfen. Ebenso wie Wölfe und Füchse sind Goldschakale Fleischfresser. Sie ernähren sich von einer großen Vielfalt an Beutetieren (z.B.Nagetiere, Reptilien, Vögel, Amphibien, Insekten) sowie von Aas, Beeren und Früchten und auch Siedlungsabfällen. Größere Tiere erbeuten sie nur selten.Der Goldschakal gehört zum natürlichen Artenspektrum Europas.Ursprünglich umfasste das Verbreitungsgebiet der Art Halbwüsten, Steppen, Wald und Agrarlandschaften in Südasien bis Südosteuropa. Seit einigen Jahrzehnten breiten sich Goldschakale jedoch nach Mitteleuropa und nach Nordeuropa aus. Studien zufolge sind es Klimawandel, milde Winter und die Veränderung der Kulturlandschaft, die seine Ausbreitung begünstigen.1997 wurde zum ersten Mal in Deutschland ein Goldschakal in Brandenburg nachgewiesen. Der erste Nachweis eines Goldschakals in Schleswig-Holstein gelang im Jahr 2017 im Kreis Dithmarschen.MeldungenHinweise zu Goldschakalen werden in Schleswig-Holstein im Rahmen des Wolfsmonitorings miterfasst und können über die Wolfshotline (Telefon 0174
Verantwortlich für diesen Pressetext:Janine Wergin, Landesamt für Umwelt des Landes Schleswig-Holstein | Hamburger Chaussee 25, 24220 Flintbek | Telefon 04347 704-198 | Telefax: 04347 704-702 | E-Mail:Janine.Wergin@lfu.landsh.deIwww.schleswig-holstein.de
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