---
title: "13.000 virtuelle Haltestellen ersetzen erfolglose Buslinien im Würmtal; Sammeltaxis per App bestellb"
sdDatePublished: "2026-04-16T05:13:00Z"
source: "https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.sammel-taxis-in-gaertringen-bald-gibt-es-13-000-neue-haltestellen-im-wuermtal.45470329-7d9a-4e98-8d6e-f69eb66283cf.html"
topics:
  - "public transport"
  - "road transport"
locations:
  - "Böblingen"
  - "Baden-Württemberg"
  - "Stuttgart"

iptc_identifiers:
  - "20001362"
  - "20000341"
---


13.000 virtuelle Haltestellen ersetzen erfolglose Buslinien im Würmtal; Sammeltaxis per App bestellbar; kürzere Wege, individuelle Strecken, werktags bis Mitternacht; ermäßigte Einführungspreise; Integration in VVS-Tarifsystem geplant.

Sammel-Taxis in Gärtringen: Bald gibt es 13 000 neue Haltestellen im Würmtal - Landkreis Böblingen
Likely publishing date: 2026-04-16

Sammel-Taxis in GärtringenBald gibt es 13 000 neue Haltestellen im Würmtal

Die „Airbusse“ zwischen Aidlingen, Ehningen und Gärtringen transportierten jahrelang nur warme Luft statt Passagiere. Jetzt ist damit Schluss.

Vor fünf Jahren waren sie eingeführt worden, die beiden Buslinien 764 und 768, und sie solltenGärtringen mit AidlingenundEhningen verbinden, ohne denUmweg über Böblingen zu nehmen.Doch transportierten sie in dieser Zeit kaum Passagiere, sondern hauptsächlich „warme Luft“, wie Kerstin Pauls (Grüne) sagte, weswegen Uli Zinser (FDP) sie gar als „Airbusse“ bezeichnete. Doch nun dreht das Landratsamt Böblingen diesen „Airbussen“ die Luft ab, wegen Erfolglosigkeit.

Doch sie werden nicht ersatzlos gestrichen. In der Sitzung des Gärtringer Gemeinderates am Dienstag war Daniel Rebmann vom Landratsamt Böblingen vor Ort, der als Sachgebietsleiter ÖPNV eben diese Alternative geplant hat, den „VVS-Rider Würmtal“. Unter diesem Titel werden der Kreis zusammen mit dem Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) ein Sammeltaxi bereitstellen.

Das Sammeltaxi per App bestellen

Für den Kunden geht das denkbar einfach: Er meldet seine Fahrt von A nach B per App beim VVS an und gibt in der App entweder ein, wann er losfahren oder wann er ankommen möchte. Die Computerprogramme der VVS bündeln dann die Anfragen, errechnen die bestmögliche Strecke und schicken einen Kleinbus los. Der Kunde wartet dann nicht an einer Bushaltestelle, sondern an der nächsten Straßenkreuzung, an einer sogenannten virtuellen Haltestelle. Deren Zahl ist beeindruckend: Statt ein paar dutzend Bushäuschen wird es zwischen Ehningen, Aidlingen undGärtringenganze 13 000 virtuelle Haltestellen geben.

Dieses System hat das Landratsamt schon im Norden des Kreises zwischen Renningen und Rutesheim getestet und für gut befunden. Die maximale Wartezeit von etwa 25 Minuten wird sogar meist unterschritten und der Passagier steht in der Regel 15 Minuten am Straßenrand.

Die Wege zur Haltestelle sind kürzer

Der Vorteil ist klar ersichtlich: Die Wege zur Haltestelle sind natürlich viel kürzer, die Fahrstrecken individueller, Pendler können auch wöchentliche Fahrten buchen – und das alles zu den Preisen des VVS. Was heißen könnte, dass jemand, der von der S-Bahn in Gärtringen kommt, nichts extra zu bezahlen braucht, wenn er in der gleichen VVS-Zone bleibt.

Die Sammeltaxis stehen werktags von 5 bis 24 Uhr bereit, Samstag, Sonntag und Feiertag von 7 bis 24 Uhr. Wer kein Smart-Phone hat, der kann im Sammeltaxi einen Notfahrschein kaufen.

Die Sammel-Taxis sind anfangs billiger

Die alten Buslinien 764 und 768 waren zwar vergeblich, aber nicht umsonst. Das neue Sammeltaxi wird die ersten Jahre etwas billiger sein als die Busse, hier müssen Aidlingen und Ehningen je 13 000 Euro bezahlen, Gärtringen etwas mehr als 17 000 Euro. Daniel Rebmann hofft, dass der VVS so auf die gewünschten 225 Fahrgäste am Tag kommt, damit das System in der Grundversorgung des Kreises verankert wird.

Matthias Bock (Freie Wähler) fand es „logisch, dass wir die Buslinien zu Grabe tragen“. Er fand allerdings auch, der VVS und der Kreis sollten allzu üppige Anglizismen vermeiden.

Irgendwo hat er recht. Statt einen „VVS-Würmtal Rider on Demand“ zu bestellen, wäre die Bezeichnung „Sammeltaxi“ einfacher, schöner, kürzer und verständlicher, wenn auch nicht 100 Prozent deutsch.

Bald gibt es 13 000 neue Haltestellen im Würmtal

60 Jahre Vogelzentrum SindelfingenDas Zeichnen lässt ihn einfach nicht los

Horrende SpritpreiseBusunternehmen in Leonberg und Friolzheim am Limit – drohen Ausfälle?

„Kill Rockstars“-Festival LeonbergWie klingen Scooter im Punkrock-Gewand? In der Beat Baracke gibt’s die Antwort

Tipps fürs WochenendeTolle Bands und tolle Fans: Polarnacht und Darts Grand Prix

Müll im Kreis BöblingenRote Tonne hat im Landkreis wohl keine Zukunft

Netto-Markt in HildrizhausenNeueröffnung nach Abriss – „Das soziale Miteinander ist groß in Hildrizhausen“

Fünf Generationen in HolzgerlingenGreta Nestele: „Ich war Mama mit 17, Oma mit 34, Uroma mit 57, Ururoma mit 83“

Abschied von Qianhong Gotsch„Du bist ein Mensch, der mit dem Herzen denkt“

Verkehrsplanung in SindelfingenBürger protestieren gegen mehr Autos in ihren Wohngebieten

Eberhard Gabler bringt mit seiner Kunst Kindern die heimischen Tiere näher. Außerdem hat er das Vogelschutz-Informations-Zentrum in Sindelfingen gegründet. Jetzt ist er 90 Jahre alt geworden – und das Zeichnen lässt ihn immer noch nicht los.

Busunternehmen wie Kappus aus Warmbronn oder Seitter aus Friolzheim beschreiben, wie sie unter Druck sind – und warum die Entwicklung der E-Busse noch am Anfang ist.

Das „Kill Rockstars“-Festival in der Leonberger Beat Baracke hat eine lange Tradition. Am Wochenende ist es wieder soweit: An zwei Tagen spielen acht Bands aus verschiedenen Genres.

20 Bands in 20 Locations warten bei der Böblinger Polarnacht. Party-Stimmung ist auch beim Darts Grand Prix im Sindelfinger Glaspalast angesagt. Und wir haben noch einen Tipp.

Sie standen scheinbar plötzlich da: rote Wertstoff-Tonnen in Schönaich. Ein Mitarbeiter der verantwortlichen Firma erklärt, was es damit auf sich hat.

Ein Jahr nach dem Abriss öffnet der neue Netto-Markt in Hildrizhausen bald wieder. Wie die Gemeinde den Einkaufsengpass meisterte und was der neue Markt bietet.

Greta Nestele aus Holzgerlingen hat sechs Kinder, zwölf Enkel, 21 Urenkel und zwei Ururenkel. Die Seniorin ist das Zentrum einer Großfamilie, die eng zusammenhält.

Die ausgeschiedene Gemeinderätin Qianhong Gotsch kennt den kleinen aber feinen Unterschied, den Chinesen und Deutsche zwischen Eidechsen machen.

Bei einem Bürgerdialog in Sindelfingen kritisieren Anwohner das Verkehrskonzept der Stadtverwaltung. Sie lehnen eine Verlagerung der Verkehrsströme zu ihren Ungunsten ab.