Parteiübergreifende Initiative fordert großes Wärmenetz für Degerloch, kritisiert städtische Planung als zu klein, will Degerloch als Vorbild etablieren. Arbeitskreis bietet Stadt aktive Hilfe bei Umsetzung an.

Heizen in Stuttgart: Privatleute von Grün bis CDU setzen sich für großes Wärmenetz in Degerloch ein - Stuttgart Likely publishing date: 2026-04-16

Heizen in StuttgartPrivatleute von Grün bis CDU setzen sich für großes Wärmenetz in Degerloch ein

In Stuttgart-Degerloch formiert sich eine Gruppe an Leuten, die mit der Wärmeplanung der Stadt wenig anfangen können. Sie fordern jetzt den großen Wurf – und wollen Vorbild sein.

Das Signal ist klar. „Ganz“ Degerloch will, dass mehr oder weniger ganz Degerloch künftigan Wärmenetzen hängt. In dem Höhenbezirk am Rande des Kessels will man sich nicht zufrieden geben mit derLösung, die die Stadt Stuttgart für Degerlochskizziert hat. Das sei viel zu klein gedacht, ist man sich über die Parteigrenzen hinweg einig. Am Tisch sitzen Vertreter verschiedener Couleur, Grüne, CDU und SPD, Gewerbe- und Handelsverein, also quasi alle.

Dieses Grüppchen – bestehend aus Degerlochern und Bezirksbeiräten – nennt sich Arbeitskreis Wärmewende; es hat der Stadt nun ein Angebot gemacht, das diese eigentlich kaum ablehnen kann. Das Kernteam aus Klaus Amler, Jürgen Schmid, Rolf Armbruster und Jörg Henne erklärt sich bereit, aktiv organisatorisch mitzuhelfen bei der Wärmewende des einstigen Luftkurorts. Man sei gut vernetzt, kenne die Örtlichkeiten. „Wir wollen die Stadt dazu bringen, dass sie es richtig macht“, sagt Amler und grinst.

Die Atmosphäre mit dem Ämtern sei gut, doch dass die Stadt in der Ende 2023 beschlossenen Wärmeplanung lediglich einen kleinen Bereich rund ums Rathaus ausgewiesen hat, finden Amler, Rudolf, Schmid und die anderen falsch und vorschnell. „Dies ist für Bürgerinnen und Bürger widersprüchlich, verwirrend und Misstrauen erweckend“, schreibt der Arbeitskreis in einem Positionspapier gemeinsam mit dem Bezirksbeirat. „Prinzipiell muss der Wärmeplan auch für Laien plausibel, nachvollziehbar und logisch sein.“

Stuttgart-Degerloch wünscht sich mehr Wärmenetze

Dazu gehört, dass ihnen die Argumente der Stadt fehlen, warum weite Teile Degerlochs als mögliche Wärmenetz-Gebiete ausscheiden, sagen die Mitglieder des Arbeitskreises. Sie führen in einen Hinterhof an der Löwenstraße: Wärmepumpen können sie sich hier aufgrund der Enge nicht vorstellen. Und genau genommen schätzen sie die Lage so für den ganzen Bereich zwischen Bundesstraße, Jahnstraße und Reutlinger Straße ein. Aberauch die Albsiedlungsehen die Engagierten als Netzgebiet.

Wärmeplanung in Stuttgart-DegerlochWerden Siedlungen wie diese beim Heizen abgehängt?

Natürlich habe man Respekt vor der Expertise der Stadt, sagt Amler. Sie haben nur die Sorge, dass in Degerloch nicht größer geplant wird, weil die Stadt und die Stadtwerke die Kapazitäten dazu nicht haben. An der Stelle möchte der Arbeitskreis in Degerloch helfend unterstützen. „Wir arbeiten zu und reden mit Leuten“, sagt Klaus Amler, die anderen nicken.

Degerloch als Vorbild für ganz Stuttgart?

Dass das viel mehr als leere Worte sind, dafür spricht beispielsweise die Exkursion nach Pfalzgrafenweiler, wo man sich vor ein paar Wochen ein Wärmenetz angeschaut hatte. Zwar geht es ihnen in erster Linie um Degerloch. „Wir wollen aber auch andere mitreißen“, sagt Rolf Armbruster. „Degerloch war in der Vergangenheit schon öfters ein Vorbild.“

Der AK Wärmewende hatHelmut Böhnischbeauftragt, auszuloten, was in Degerloch technisch möglich wäre. Am Donnerstag, 23. April, stellt der ehemalige Leiter bei der Klimaschutz-und Energieagentur Baden-Württemberg eine Konzeption für Degerloch vor.

Das sind die Eckdaten für die Veranstaltung am 23. April:

Ort: Alte Scheuer am Agnes-Kneher-Platz

Das Problem haben einige Quartiere in Stuttgart: ein Wärmenetz ist nicht geplant, obschon es sich vor allem um große Mehrfamilienhäuser handelt. Am Beispiel Degerloch erklärt Jürgen Schmid, warum für ihn die Wärmeplanung der Stadt nicht passt.

Privatleute von Grün bis CDU setzen sich für großes Wärmenetz in Degerloch ein

Wochenendtipps für Stuttgart3 Tage frei Festival, Roller Derby und neues Dating Event

Eisenbahner des JahresZugbegleiter wird im Schneetreiben zum Retter in der Not

Turbulenzen an Klinik in StuttgartDie Gründe – deshalb hat sich das Marienhospital von seinen Chefinnen getrennt

Stuttgarter FrühlingsfestDiese Last-Minute-Jobs sind noch frei – und das kann man verdienen

Standorte in StuttgartEin Paketautomat, mehrere Paketdienste – so funktioniert DeinFach

Beute im Neckar entdecktTresore aufgebrochen: Wem gehört dieser Schmuck?

Stuttgart 21Früher fahren auf den Fildern? Ruf nach S-21-Teilstart wird laut

Sport in StuttgartGestapelte Hallen – Richtfest für Stuttgarts kompliziertestes Sportgebäude

Prozess um Schüsse-BandenBauchschuss in Stuttgarter Dönerladen: Neun Jahre Haft gefordert

Bereit für ein unvergessliches Wochenende in Stuttgart? Unsere 15 Tipps bringen euch von der Yoga-Matte über die Roller Derby-Bahn bis zur Semester-Opening-Party.

Ronald-Phillip Tolkiehn wird von der Allianz Pro Schiene als deutscher Eisenbahner mit Herz ausgezeichnet. Und das, obwohl sein Einsatz außerhalb der Gleise stattfand.

Nach der Trennung von seinen beiden Geschäftsführerinnen hat sich das Marienhospital in Stuttgart nun zu den Gründen geäußert – und einen Ausblick auf die Finanzlage gegeben.

Jobs auf dem Stuttgarter Frühlingsfest sind begehrt. Wer auf dem Rummel arbeiten möchte, sollte sich beeilen. Welches Personal gesucht wird – und wie viel Geld das bringt.

Vor einiger Zeit ist in Fasanenhof Stuttgarts erster anbieteroffener Paketautomat aufgestellt worden. Mittlerweile gibt es etwa 20 Standorte. Eine Stadt in der Region folgt bald.

Ein Passant entdeckt vom Ufer aus auf dem Grund des Neckars bei Stuttgart-Münster zwei Tresore. Die Polizei holt eine Schmucksammlung aus dem Fluss – und veröffentlicht nun Fotos.

Bahnpolitiker Matthias Gastel fordert, den Bahnhof am Flughafen und die neue Strecke auf den Fildern schon vor Stuttgart 21 in Betrieb zu nehmen. Das Land prüft den Vorschlag.

In einem 36 Millionen Euro teuren Leistungszentrum in Stuttgart sollen ab 2027 Judo, Handball und Beachvolleyball trainiert werden. Die Bauweise ist einzigartig.

Der Schuss in einem Imbiss im Zentrum Möhringens Anfang 2025 gilt als Teil des Konflikts zweier verfeindeter Gruppierungen. Die Staatsanwaltschaft will eine harte Strafe.