Brandschutzmängel verzögern Nutzung der zweiten Flüchtlings-Containersiedlung Renningen; erste Anlage wird bezugsbereit, insgesamt 59 neue Plätze benötigt, städtische Unterkünfte sanierungsbedürftig, Umnutzung der Container für Vereine geplant. Flüchtlinge in Renningen: Wie geht es weiter bei den zwei Containersiedlungen? - Landkreis Böblingen Likely publishing date: 2026-04-16 Flüchtlinge in RenningenWie geht es weiter bei den zwei Containersiedlungen? In Renningen stehen am Vereinsdorf und auf dem Festplatz zwei Container-Wohnanlagen. Dort sollen Flüchtlinge untergebracht werden. Doch wann? Die Situation der Flüchtlingsunterbringung inRenningenhat sich zum Jahreswechsel leicht verschärft. Nicht etwa, weil mehr Geflüchtete in die Stadt am Rankbach gekommen wären. Sondern weil sich die Zahl der verfügbaren Wohnungen verringert hat. Standen zum Jahresende 2025 noch 232 Plätze in 24 Unterkünften in Renningen und Malmsheim zur Verfügung, die mit insgesamt 182 Menschen belegt waren, sind zum Jahreswechsel 32 Plätze weggefallen. Acht Wohnungen können zurzeit nicht mehr genutzt werden wegen Mängeln oder Bauarbeiten. 59Flüchtlingekönnten im Sommer in neueUnterkunfteinziehen Zwar besteht rechnerisch damit noch ein Puffer von 18 Plätzen in den städtischen Unterkünften. Doch die Stadtverwaltung rechnet damit, in diesem Jahr 59 Menschen neu aufnehmen zu müssen. Dabei handelt es sich um Personen in der sogenannten Anschlussunterbringung, die entweder schon einen Aufenthaltstitel oder eine Duldung erhalten haben oder deren Asylverfahren nach zwei Jahren noch nicht beendet ist. Kehrtwende in GerlingenEine weitere Flüchtlingsunterkunft kommt nun doch Abhilfe schaffen soll deshalbdie Containersiedlung am Vereinsdorf. Diese wurdeim September 2025 aufgestelltund wird seitdem für den Bezug ausgebaut.2,4 Millionen Euro soll alles zusammen kosten. „Der Bau ist weiter vorangeschritten, und seit April werden die Innenausstattungen und Feinheiten des Betriebes geplant“, heißt es seitens der Stadt zum aktuellen Stand. Wann die ersten Bewohner einziehen werden, stehe aber noch nicht genau fest. In Unterlagen für den Gemeinderat vom Februar wurde der Juli dieses Jahres anvisiert. Dann sollen dort die 59 Menschen, die Renningen vom Landkreis zugewiesen werden, eine neue, temporäre Heimat finden. Denn zum einen sollen die Geflüchteten zeitnah entweder auf dem freien Markt eine Wohnung finden oder in eine der anderen städtischen Unterkünfte wechseln. Zum anderen plant Renningen, die dunkelgrauenContainernur für etwa fünf Jahre als Unterkunft zu nutzen und sie dann den Vereinen zur Verfügung zu stellen. RenningenWetterfest in kurzer Hose: Dieser Brite wird im Supermarkt erkannt In dieser Zeit will man einen Teil der städtischen Unterkünfte für Geflüchtete und Wohnungslose sanieren. „Der bauliche Zustand der Gebäude ist insgesamt als stark sanierungsbedürftig zu bewerten“, hießt es etwa in den Unterlagen für den Gemeinderat vom Februar. Die Wohnanlage in der Voithstraße in Malmsheim etwa wurde um das Jahr 1990 gebaut. „Die übliche Nutzungsdauer dieser Bauweise liegt bei etwa 20 bis 25 Jahren und ist deutlich überschritten“, heißt es in der Drucksache weiter. Konkrete Baumaßnahmen sind aber bisher noch nicht bekannt. Mängel beim Brandschutz: Zweite Containerunterkunft steht weiterhin leer Unklar ist indes, wie es mit der zweiten Containersiedlung auf dem Festplatz weitergeht, die sich in unmittelbarer Nähe befindet. Die zweigeschossige, weiße Anlage wurde vor knapp zwei Jahren für 1,7 Millionen Euro gekauft und aufgestellt. Seitdem fehlt jedoch eine Nutzungserlaubnis durch das Landratsamt wegen Mängeln beim Brandschutz. Sondersitzung in RenningenNach emotionaler Debatte: Windpark steht vor dem Aus – das sind die Gründe In den städtischen Unterkünften sind nicht nur Menschen mit Fluchtgeschichte untergebracht, sondern auch Personen, die plötzlich ihre Wohnung verloren haben. Etwa durch Feuer oder Wasserschäden. Oder weil sie auf dem freien Markt keine neue Wohnung gefunden haben. Zum Jahresende waren dies in Renningen 19 Personen. In den vergangen zwei Jahren sind 156 Personen aus den städtischen Unterkünften wieder ausgezogen. Laut Angaben der Stadt haben 60 Prozent von ihnen privat eine Wohnung gefunden. Die anderen wurden abgeschoben oder reisten freiwillig aus. Nationalität40 Prozent der Geflüchteten, die die Stadt Renningen unterbringen muss, kommen aus derUkraine, 20 Prozent aus Afghanistan, 18 Prozent aus der Türkei. Knapp 14 Prozent kommen ausSyrien. Das Klinikum Schillerhöhe steht Gerlingen ab 2028 nicht mehr als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung. Daher muss die Stadt nun schnell handeln. Auch wegen Fördergeld. Postbote und Fotograf Antony Northcutt trotzt in Leonberg Wind und Wetter in Shorts. Sein ungewöhnlicher Stil machte ihn zu einer lokalen Berühmtheit. Eigentlich sollte der Renninger Gemeinderat darüber entscheiden, ob ein Bürgerentscheid über den Windpark zulässig ist oder nicht. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Wie geht es weiter bei den zwei Containersiedlungen? 60 Jahre Vogelzentrum SindelfingenDas Zeichnen lässt ihn einfach nicht los Sammel-Taxis in GärtringenBald gibt es 13 000 neue Haltestellen im Würmtal Horrende SpritpreiseBusunternehmen in Leonberg und Friolzheim am Limit – drohen Ausfälle? „Kill Rockstars“-Festival LeonbergWie klingen Scooter im Punkrock-Gewand? In der Beat Baracke gibt’s die Antwort Tipps fürs WochenendeTolle Bands und tolle Fans: Polarnacht und Darts Grand Prix Müll im Kreis BöblingenRote Tonne hat im Landkreis wohl keine Zukunft Netto-Markt in HildrizhausenNeueröffnung nach Abriss – „Das soziale Miteinander ist groß in Hildrizhausen“ Fünf Generationen in HolzgerlingenGreta Nestele: „Ich war Mama mit 17, Oma mit 34, Uroma mit 57, Ururoma mit 83“ Abschied von Qianhong Gotsch„Du bist ein Mensch, der mit dem Herzen denkt“ Eberhard Gabler bringt mit seiner Kunst Kindern die heimischen Tiere näher. Außerdem hat er das Vogelschutz-Informations-Zentrum in Sindelfingen gegründet. Jetzt ist er 90 Jahre alt geworden – und das Zeichnen lässt ihn immer noch nicht los. Die „Airbusse“ zwischen Aidlingen, Ehningen und Gärtringen transportierten jahrelang nur warme Luft statt Passagiere. Jetzt ist damit Schluss. Busunternehmen wie Kappus aus Warmbronn oder Seitter aus Friolzheim beschreiben, wie sie unter Druck sind – und warum die Entwicklung der E-Busse noch am Anfang ist. Das „Kill Rockstars“-Festival in der Leonberger Beat Baracke hat eine lange Tradition. Am Wochenende ist es wieder soweit: An zwei Tagen spielen acht Bands aus verschiedenen Genres. 20 Bands in 20 Locations warten bei der Böblinger Polarnacht. Party-Stimmung ist auch beim Darts Grand Prix im Sindelfinger Glaspalast angesagt. Und wir haben noch einen Tipp. Sie standen scheinbar plötzlich da: rote Wertstoff-Tonnen in Schönaich. Ein Mitarbeiter der verantwortlichen Firma erklärt, was es damit auf sich hat. Ein Jahr nach dem Abriss öffnet der neue Netto-Markt in Hildrizhausen bald wieder. Wie die Gemeinde den Einkaufsengpass meisterte und was der neue Markt bietet. Greta Nestele aus Holzgerlingen hat sechs Kinder, zwölf Enkel, 21 Urenkel und zwei Ururenkel. Die Seniorin ist das Zentrum einer Großfamilie, die eng zusammenhält. Die ausgeschiedene Gemeinderätin Qianhong Gotsch kennt den kleinen aber feinen Unterschied, den Chinesen und Deutsche zwischen Eidechsen machen. --- Source: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.fluechtlinge-in-renningen-wie-geht-es-weiter-bei-den-zwei-containersiedlungen.51051f13-c854-4d4f-b024-252b2644eed2.html sdDatePublished: 2026-04-16T06:18:00Z Topics: refugees and internally displaced people, public housing, local government policy Locations: Böblingen, Turkey, Afghanistan, Syria, Enzkreis, Ukraine, Stuttgart