Unsichtbare Helfer ermöglichen reibungslosen Ablauf beim Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart; Aufgaben wie Platzpflege, Ballmädcheneinsätze, Wäschereiservice, Pressebetreuung, Spielerinnenbetreuung. Hintergrundberichte rücken „stille Helden“ ins Rampenlicht.
Porsche Tennis Grand Prix: Die stillen Helden: Ein Blick hinter die Kulissen - Sportmeldungen
Porsche Tennis Grand PrixDie stillen Helden: Ein Blick hinter die Kulissen
Ohne die vielen Helfer im Hintergrund können Veranstaltungen wie der Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart nicht stattfinden. Wer sind die stillen Helden des Turniers?
Der mediale Fokus beimPorsche Tennis Grand Prixliegt klar auf den besten Tennisspielerinnen der Welt. Doch ohne die zahlreichen helfenden Hände im Hintergrund könnte ein Turnier wie dieses nicht stattfinden –ein Blick hinter die Kulissen.
Tim Bücking und sein 19-köpfiges Team sind für die drei Tennisplätze verantwortlich. Seit 2010 ist der 31-Jährige im Helferteam dabei. Viele kennt er daher schon lange. „Teilweise sind auch alte Schulfreunde dabei“, erzählt er. „Man kommt hier zusammen, hat Spaß, schaut Tennis und verbringt eine gute Woche.“
Seine wichtigste Aufgabe: „Dass die Spielerinnen im besten Fall immer einen perfekten Platz haben.“ Dafür ziehen die Helfer mit Schleppnetzen zwischendurch den Sand ab, damit die weißen Spielfeldmarkierungen und die auf dem Platz platzierte Werbung gut sichtbar bleibt. Auch um die finalen Vorbereitungen wie das Aufbauen der Stühle für die Schiedsrichter und die Netze hat sich der Stuttgarter gekümmert.
Zu den Zuständigkeiten des Teams zählt außerdem, die Handtücher der Spielerinnen, Getränke und andere Kleinigkeiten wie Obstkörbe auf dem Platz perfekt herzurichten.
Geisterspiele während Corona blieben im Gedächtnis
In den 15 Jahren, die Tim Bücking jetzt schon dabei ist, blieb ihm vor allem die Corona-Zeit mit den Geisterspielen im Gedächtnis. „Wir waren trotzdem da, weil die Plätze für das Fernsehbild gemacht werden mussten“, sagt der 31-Jährige. „Wir waren mit den Spielern und Trainern alleine in der Halle und haben Tennis geguckt.“
Marcia Andorka arbeitet während desPorsche Tennis Grand Prixim Pressezentrum. Seit 14 Jahren übt sie den Job nun aus. Jeden Morgen erstellt sie mit ihrer Kollegin zusammen den Pressespiegel. Außerdem ist sie die Ansprechpartnerin für alle Journalisten und Fotografen und versorgt sie täglich mit den aktuellsten Neuigkeiten rund um das Turnier.
„Am tollsten finde ich, dass immer wieder die gleichen Journalisten und Fotografen da sind, dass man sich jedes Jahr hier wieder trifft,“ sagt sie. „Ich spiele auch supergerne Tennis, deswegen ist es natürlich auch schön, wenn man die Spielerinnen sieht und auch bei den Pressekonferenzen verfolgen kann.“ Dafür nimmt sie sich extra die Woche frei und reist von ihrer Wahlheimat Düsseldorf nachStuttgart.
Liv Biegert ist dieses Jahr zum zweiten Mal als Ballmädchen dabei. Die 14-Jährige spielt selbst Tennis beim TTC Schorndorf. Das sei bei dem Job auf jeden Fall von Vorteil, findet sie. Bei den Spielen steht sie immer 45 Minuten auf dem Platz, danach hat sie genauso lange Pause, bevor ihr nächster Einsatz startet.
Die verschiedenen Positionen der Ballmädchen werden immer durchgewechselt. Am anstrengendsten sei die Position, bei der man auf der Höhe des Netzes kniet, sagt die 14-Jährige. Sie habe davon sogar schon Muskelkater bekommen. „Es ist auch die Position, bei der man am meisten denken muss, zum Beispiel, wo die Bälle als Nächstes hinmüssen, wenn eine Spielerin einen Punkt macht“, erklärt Liv Biegert. Zu den Aufgaben der Ballmädchen gehört neben dem Bälle geben und verteilen teilweise auch, die Getränke und Handtücher der Spielerinnen bereitzustellen.
Am tollsten an dem Turnier findet sie, „dass man viele Leute kennenlernt und auf dem Platz stehen darf“. Bei dem Match von zwei ihrer Lieblingsspielerinnen, nämlich Eva Lys und Paula Badosa, war Liv Biegert sogar im Einsatz. „Das war richtig cool“, lautet ihr Fazit.
Porsche Tennis Grand Prix20 Jahre große Emotionen in Stuttgart
Moni Ziegler, Sara und Petra Zbick sowie Julia Schallmeier arbeiten während des Porsche Tennis Grand Prix im sogenannten Laundry Service, also in der Wäscherei. Teilweise sind sie schon seit 30 Jahren dabei, als das Turnier noch in Filderstadt ausgetragen wurde. „Es ist besonders, hinter die Kulissen zu blicken und mit den Spielerinnen im Kontakt zu sein“, sagt Sara Zbick.
Die Spielerinnen kommen mit ihren Anliegen zu den vier, die sich um viele organisatorische Dinge im Hintergrund kümmern: einen Föhn bereitstellen, die Röcke der Spielerinnen bügeln, die Taschen und Duschen mit Handtüchern bestücken, die Süßigkeiten in der Relax Lounge vorbereiten.
Für Moni Ziegler sind jedes Jahr vor allem die Tennisspielerinnen ein Highlight – „es sind tolle Menschen, die von der ganzen Welt hierhin kommen“, erzählt sie.
Evelina Oehme erlebt die Spielerinnen hautnah. Sie ist Teil des Player’s Service Team. Konkret bedeutet das, dass sie in allen Belangen die Ansprechpartnerin für die Spielerinnen ist. Sie kommen zu der 50-Jährigen, wenn sie Fragen rund um ihren Aufenthalt in Stuttgart haben, wie Restaurants, Reservierungen oder Ticketwünsche. Auch Autogrammanfragen der Fans laufen über Evelina Oehme. Am meisten Spaß im Player’s Service Team bereitet ihr, dass „es jeden Tag eine neue Herausforderung gibt und etwas Neues passiert“. Das sei immer aufregend.
In dieser Rolle ist sie seit drei Jahren tätig, davor hat sie beim Porsche Tennis Grand Prix als Linienrichterin gearbeitet. „Ich liebe Tennis, es war immer mein Leben, und deswegen bin ich auch hier“, sagt Evelina Oehme, die normalerweise am Stuttgarter Flughafen in der Passagierabfertigung arbeitet.
Seit 2006 messen sich die besten Tennis-Spielerinnen der Welt in Stuttgart – wo das WTA-Turnier seitdem für spezielle Momente gesorgt hat.
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