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title: "Enthüllung goldene Dynamo-Tafel für Meistertrainer Walter Fritzsch am ehemaligen Wohnhaus Grunaer Straße 12. Dynamo-Vizepräsident, Legende Peter Kotte, Vonovia-Vertreter bei Zeremonie. Wohnung Ursprung legendärer Dynamo-Erfolge."
sdDatePublished: "2026-04-17T14:37:00Z"
source: "https://www.dynamo-dresden.de/verein/historie/dynamo-stadtrundfahrt/wohnhaus-walter-fritzsch"
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Enthüllung goldene Dynamo-Tafel für Meistertrainer Walter Fritzsch am ehemaligen Wohnhaus Grunaer Straße 12. Dynamo-Vizepräsident, Legende Peter Kotte, Vonovia-Vertreter bei Zeremonie. Wohnung Ursprung legendärer Dynamo-Erfolge.

Wohnhaus Walter Fritzsch | Sportgemeinschaft Dynamo Dresden - Die offizielle Website

Im Hochhaus an der Grunaer Straße 12, unweit des Rudolf-Harbig-Stadions, hängt seit dem 16. April 2026 eine weitere goldene Dynamo-Tafel. Zur Enthüllung waren Vize-Präsident Peter Krüger (l.) und Dynamo-Legende Peter Kotte (m.) gekommen. Ermöglicht wurde die Anbringung der Tafel durch den aktuellen Besitzer des Gebäudes, die Vonovia, welche durch Alexander Wuttke (r.) vertreten war.

Hier wohnte einst Dynamos Meistertrainer. Im 14. Obergeschoss, in der Ecke ganz hinten links, residierte in den 1970ern Walter Fritzsch. Mit bestem Blick auf das Rudolf-Harbig-Stadion, in dem man aus dieser Höhe damals noch den Rasen erblicken konnte statt nur das Dach über den Rängen. Es gehörte zu den Bedingungen des erfolgreichsten Dynamo-Trainers der Vereinsgeschichte, aus seiner Wohnung auch den Arbeitsplatz sehen zu können.

1969 zog Walter Fritzsch auf der Grunaer Straße 12 ein. Mit dem Fußballspielen hatte er einst in Planitz begonnen, heute ein Stadtteil des westsächsischen Zwickau. Als 20-Jähriger wurde er zur Wehrmacht eingezogen, war drei Jahre als Soldat an der Ostfront, ehe er am 10. Juli 1943 bei der Schlacht im Kursker Bogen verwundet wurde und vorübergehend in seine Heimat zurückkehrte. Nach seiner Genesung musste er erneut in den Krieg, nach 1945 setzte er seine Karriere bei Wismut Crainsdorf fort. Genau nachzulesen ist all das in seinen Memoiren, die er über große Teile seines Lebens gewissenhaft führte. Der Journalist Uwe Karte hat daraus in mühevoller Kleinarbeit das „Tagebuch für Walter Fritzsch“ verfasst, in dem das Leben des Fußballlehrers detailliert beschrieben ist.

Bevor es Fritzsch nach Dresden zog, verfeinerte er sein Handwerk in Lauter, Dessau, Karl-Marx-Stadt, bei der BSG Wismut, in Riesa und Rostock. Zwischen 1959 und 1965 war er sechs Jahre lang an der Ostseeküste beschäftigt und damit auch bei der Kogge bis heute Rekordtrainer. Die erfolgreichste Zeit seiner Karriere aber begann mit dem Umzug in die Grunaer Straße im Jahr 1969. Seine zukünftigen Spieler bei der Sportgemeinschaft waren davon zunächst wenig begeistert. Dem Trainer eilte der Ruf eines Schleifers voraus. In Dresden predigte der Übungsleiter drei Tugenden, die heute sein Denkmal zieren und im Leitbild des Vereins fest verankert sind: Bescheidenheit, Fleiß, Ehrgeiz. Mit seiner 8mm-Kamera filmte Fritzsch Trainingseinheiten und Spiele, die er anschließend hoch über Dresden in seiner Wohnung im 14. Stock auswertete. Hier entstand die Idee des Dresdner Kreisels, mit dem Dynamo während seiner neunjährigen Amtszeit nicht nur fünf Meistertitel und zwei Pokalsiege in der DDR gewinnt, sondern auch den europäischen Fußball aufmischte. Bei 42 Europapokalspielen stand Fritzsch an der Seitenlinie, ärgerte in zwei spektakulären Duellen die Bayern (3:4, 3:3), warf Juventus Turin und die AS Rom aus dem Cup, verlangte dem FC Liverpool an der Anfield Road alles ab. Fritzsch machte Dynamo zu einer großen Nummer in Fußball-Europa.

Nicht nur Fritzsch, auch Hans-Jürgen „Hansi“ Kreische, Frank Ganzera und viele andere Spieler haben eine Zeit lang hier gewohnt. Somit war die Grunaer Straße 12 gewissermaßen die Heimat des Erfolgs der goldenen 70er Jahre bei Dynamo. Die Hochhäuser hier, sie stecken voller Geschichten.

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