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title: "Iran-Krieg blockiert Straße von Hormus; Wirtschaftsexperte Felbermayr erwartet starke Flugticketpreiserhöhungen, mögliche Streichungen von Flugverbindungen, teures Kerosin; Zweifel an Tankrabatt; Lufthansa legt Maschinen still; Bosch mit Milliardenverlust wegen Stellenabbau."
sdDatePublished: "2026-04-17T07:26:00Z"
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Iran-Krieg blockiert Straße von Hormus; Wirtschaftsexperte Felbermayr erwartet starke Flugticketpreiserhöhungen, mögliche Streichungen von Flugverbindungen, teures Kerosin; Zweifel an Tankrabatt; Lufthansa legt Maschinen still; Bosch mit Milliardenverlust wegen Stellenabbau.

«Wirtschaftsweise»: Felbermayr: Ticketpreise für Flüge werden stark steigen - Wirtschaft

«Wirtschaftsweise»Felbermayr: Ticketpreise für Flüge werden stark steigen

Der Außenhandelsexperte Gabriel Felbermayr geht von stark steigenden Preisen für Flugtickets aus. Manche Flugverbindungen könnten gestrichen werden. Eine Prognose hat er auch für die Spritpreise.

Köln - Der "Wirtschaftsweise" Gabriel Felbermayr erwartet infolge des Iran-Kriegs deutlich höhere Kosten für Flugreisende. "Die Ticketpreise werden stark steigen, damit wird die Nachfrage nach Flugdienstleistungen zurückgehen", sagte der österreichische Ökonom im Interview beim Deutschlandfunk. Wenn die Nachfrage sinke, tue das auch das Angebot: Einzelne Flugverbindungen könnten entfallen, weil sie sich nicht mehr rechnen.

Grund sei die im Zuge des Iran-Kriegs blockierte Straße von Hormus, die zu einer Knappheit von Kerosin und Diesel auf dem Weltmarkt führe, so Felbermayr. Daher erwarte er auch an den Tankstellen in den nächsten Monaten wenig Entlastung. Das sei der geringen Produktion von Diesel und Kerosin in Europa geschuldet.

Auf diese Lage nun mit einem Tankrabatt zu reagieren, wie es dieBundesregierungplant, hält der Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) allerdings für einen Fehler. Wenn man den Sprit vergünstige, gebe es weniger Anreize, weniger oder langsamer zu fahren, wie es in einer Knappheit angemessen wäre, betont er. "Das wiederum bedeutet, dass wir zu viel Nachfrage nach den knappen Rohstoffen haben und das treibt erst recht die Marktpreise von Diesel und Benzin nach oben."

Stattdessen wäre es besser, dass Geld am Strommarkt einzusetzen, schlägt Felbermayr vor. So könne man dafür sorgen, "dass dauerhaft die Steuerbelastung in diesem Bereich geringer wäre". Felbermayr wurde vor wenigen Wochen in den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung berufen, den sogenannten Rat der Wirtschaftweisen.

Felbermayr: Ticketpreise für Flüge werden stark steigen

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