Rekordbeteiligung am Bundespreis „Blauer Kompass“ mit 488 Bewerbungen; überarbeitete Klimawirkungsketten für Klimarisikoanalyse bundesweit; neue Tools, Förderprogramme und Studien in Klimaanpassung, Wasserresilienz und kommunaler Umsetzung; wachsende Strategien in Sport, Kultur, Events; Studien zu Wassermangel, Bewegungsmangel durch Hitze, Managed Retreat.

Newsletter Klimafolgen und Anpassung Nr. 101 | Umweltbundesamt

Newsletter Klimafolgen und Anpassung Nr. 101

KomPass – In eigener Sache

Anpassungspolitik – Neues aus Bund, Ländern und Kommunen

Tatenbank – Nichts zum Ausruhen

wir freuen uns, dass unser Jubiläum zu zehn JahrenBundespreis„Blauer Kompass“mit einem Teilnahmerekord von 488 Bewerbungen beschenkt wird. Herzlichen Dank an alle Teilnehmenden! Diese enorme Resonanz zeigt: Es gibt bereits viele Aktivitäten zur Klimavorsorge und Anpassung in Deutschland und durch den „Blauen Kompass“ werden sie sichtbar. Seien Sie gespannt auf den Juni, wenn wir die für den Bundespreis nominierten Projekte bekanntgeben und das Online-Votings für den Community-Preis starten werden.

Außerdem haben die Vorbereitungen für die Klimarisikoanalyse des Bundes 2028

29 begonnen. Welche Rolle dabei die neu überarbeiteten Klimawirkungsketten spielen und wie Sie diese selbst nutzen können, erfahren Sie in unseremSchwerpunktartikel.

Wie Klimawirkungsketten helfen, Klimarisiken zu verstehen

Die Folgen des Klimawandels betreffen zahlreiche Sektoren. Sie entstehen durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Einflussfaktoren und entfalten oft Kaskadeneffekte: Die Auswirkungen von natürlichen Systemen breiten sich dabei über Infrastrukturen, Wirtschaft und Gesellschaft aus. Diese komplexen Abhängigkeiten machen es herausfordernd, Klimarisiken zu analysieren. Ein methodischer Ansatz, um relevante Einflussgrößen und Zusammenhänge zu strukturieren, sind Klimawirkungsketten. Sie dienen als Werkzeug in Klimarisikoanalysen und zeigen Ansatzpunkte für Anpassungsmaßnahmen auf. Für die derzeit vorbereitete Klimarisikoanalyse des Bundes 2028

29 hat das Umweltbundesamt die bestehenden Klimawirkungsketten überarbeitet. Mit ihnen können regionale und sektorale Analysen durchgeführt werden, indem sie an spezifische Kontexte angepasst werden.

Jetzt anmelden: Fachsymposium „Schwammstädte stärken“ am 23. Juni 2026

Die klimaresiliente Schwammstadt steht für den Wandel hin zu einem stärker naturbasierten, integrierten Wassermanagement.Ein Fachsymposium des Umweltbundesamtes (UBA) beleuchtet Umsetzungshemmnisse und erfolgversprechende Lösungsansätzeaus verschiedenen Perspektiven mit Impulsen aus Wissenschaft, Kommunen und Verbänden. DasInstitut für ökologische Wirtschaftsforschung und seine Projektpartner stellen Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem UBA-ForschungsvorhabenSchwammstadt: Blau-grüne Infrastrukturen umsetzenvor.Zwei Fragen stehen im Fokus: Wie lassen sich Politikinstrumente des Bundes wirksam gestalten? Welche Musterlösungen und Empfehlungen für Dachbegrünungen können Kommunen und Eigentümer*innen weiterhelfen?Die Anmeldung ist ab sofort geöffnet.

Klima wandelt Sport: Drei Pilotprojekte gehen an den Start

Für drei Sportarten erarbeitet das vom Umweltbundesamt und Bundesumweltministerium geförderte Projekt „Klima wandelt Sport“ des Deutschen Olympischen Sportbunds Anpassungsstrategien: Eine bundesweite Befragung ermittelt hitzebedingte Herausforderungen im Badminton. Erforscht wird zudem, wie sich die Klimakrise auf die Natursportart Orientierungslauf auswirkt. Am Beispiel Rugby entsteht ein Anpassungskonzept für Outdoor-Sportgroßveranstaltungen.

Weitere Informationen zum Projekt und den Piloten

Im April 2026 startete das Netzwerk Nachhaltigkeit und Kunst und Kultur (2N2K Deutschland) das von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt geförderte Vorhaben „Klimaanpassungskompetenz im Kulturbereich“ (KLAKK). Es soll den Kulturbereich breit für die Bedarfe und Möglichkeiten der Klimaanpassung sensibilisieren und mit einer bundesweiten Qualifizierung Handlungskompetenzen schaffen. Das bis Juli 2027 laufende Projekt wird zu Beginn eine Bestands- und Bedarfserhebung durchführen, die eine wesentliche Informationsgrundlage für die Entwicklung zielgruppenspezifischer Weiterbildungsangebote schafft. Eine Teilnahme an der Erhebung wird bald über die Projektseite möglich sein.

Zur Projektseite und weiteren Informationen

Dachbegrünung und Photovoltaik verbinden – wie funktioniert die Umsetzung und welche Gewerke arbeiten dafür zusammen? Ein Video des Projekts „Solargründach-Weiterbildung“ soll Lehrkräften und Ausbildenden helfen, Solargründächer in der Berufsausbildung zu integrieren. In dem Projekt kooperiert der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks mit dem Bundesverband GebäudeGrün und dem Bundesinstitut für Berufsbildung über eine Förderung von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt.

Studie zum Stand der kommunalen Klimaanpassung

Kommunale Klimawandelanpassung erfordert strategisches Handeln, institutionelle Stabilität und lernfähige Strukturen auf allen Ebenen. Um Anpassungsfortschritt zu erreichen, sichtbar zu machen, bewerten zu können und dauerhaft zu verankern, benötigen Kommunen Unterstützung. Wie dies gelingen könnte und wo Forschungsbedarf besteht, zeigt der Abschlussbericht des Projekts „Kommunalbefragung: Wo stehen die Kommunen bei der Anpassung an den Klimawandel und wie kommen sie zu multifunktionalen und transformativen Anpassungslösungen?“ im Auftrag des Umweltbundesamtes.

Drei neue Leitfäden: Öffentlichkeitsarbeit zu naturbasierter Klimaanpassung

Viele Kommunen nutzen naturbasierte Lösungen, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen. Bei Bürgern*Bürgerinnen sind sie trotz­dem oft unbekannt. Neue Leitfäden des Umweltbundesamtes zeigen, wie Kommunen dieses Thema durch Stadtkarten, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sichtbarer machen können. Ein Fokus liegt auf bürgernahen Botschaften und Formaten für vulnerable und schwer erreichbare Gruppen.

Wirkungsvolle Pressearbeit für naturbasierte Klimaanpassung

Inklusive Öffentlichkeitsarbeit für naturbasierte Klimaanpassung

Beteiligung zum Thema Wasser: Ihre Meinung zählt

Um unsere Lebensgrundlage Wasser nachhaltig zu sichern, beschloss die Bundesregierung 2023 die „Nationale Wasserstrategie“. Mit Ihrer Hilfe will das Bundesumweltministerium die Strategie evaluieren:

Was denken Sie zum Thema Wasser? Alle Bürger*innen sind eingeladen, ihre Meinung in einer Umfrage zu teilen.

Welchen Beitrag leistet Ihre Organisation? Akteure wie Kommunen, Unternehmen und Verbände können ihre Umsetzungsprojekte in einer interaktiven Karte sichtbar machen.

Die Erhebung läuft seit dem Weltwassertag am 22. März und endet am 4. Mai 2026.

KlimaRäume 2026: Bis 30. Juni Projekte einreichen

Mit insgesamt 80 Millionen Euro geht das Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) in die fünfte Förderrunde. Städte und Gemeinden in ganz Deutschland können bis zum 30. Juni 2026 Projektvorschläge einreichen. Förderfähig sind vegetabile und bauliche Investitionen sowie investitionsvorbereitende und projektbegleitende Maßnahmen in urbanen und ländlichen Grün- und Freiräumen, die diese in ihrer Vitalität und Funktionsvielfalt erhalten und weiterentwickeln.

Transferregionen für Resilienz im ländlichen Raum gesucht

Wie bleiben Verwaltung, Infrastruktur und Versorgung im Krisenfall handlungsfähig? In der Förderinitiative „Resiliente Regionen – Verstetigung und Wissenstransfer“ von BMWSB und Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung sollen erprobte Lösungen in weitere Regionen übertragen werden. Kreise, Träger der Regionalplanung und regionale Institutionen können sich bis 24. April 2026bewerben. Die Begleitung etwa durch Workshops, Peer-Learnings und einen Transferplan läuft von Mai 2026 bis Juni 2027; den ausgewählten Bewerbenden stehen bis zu 15.000 Euro zur Verfügung.

Ausführungsgesetz zum Bundes-Klimaanpassungsgesetz in Sachsen (SN):Landkreise und kreisfreie Städte müssen bis 30. Juni 2031 Klimaanpassungskonzepte entwickeln.

Klimarisikoanalyse in Berlin (BE):Systematische und räumlich differenzierte Risikobewertung für das gesamte Stadtgebiet erschienen, inklusive Hot-Spot- und Betroffenheitskarte.

Klimatischer Jahresrückblick in Baden-Württemberg (BW):Das Jahr 2025 war deutlich zu warm und hatte eine ausgeprägte Hitzewelle im Juni, so die Landesanstalt für Umwelt.

Klimaanpassungskonferenz für Schleswig-Holstein (SH):Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen kamen zusammen, um Impulse für die Klimaanpassungsstrategie zu setzen.

Hessen (HE) ist Teil einer neuen europäischen Allianz: Als eine von 18 EU-Regionen gehört Hessen zu den Gründungsmitgliedern der Allianz für Wasserresilienz und Klimawandelvorsorge.

Digitale Anpassungstools für Bayern und Rheinland-Pfalz

Präzise Informationen zu Veränderungsprozessen in Bayern liefert das Fernerkundungsdatenportal EO4CAM. Es hilft der Verwaltung bei der Planung und Bewertung von Klimaanpassung. Die Entwicklung unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt ist für Politik, Industrie sowie Öffentlichkeit zugänglich.

Um Kommunen bei der Auswahl von Anpassungsmaßnahmen zu unterstützen, stellt das Land Rheinland-Pfalz ein Tool mit Maßnahmensteckbriefen bereit. Es bietet eine Filterfunktion für lokal geeignete Maßnahmen und richtet sich auch an Bürger*innen.

Klimakoffer für Schulklassen im Kreis Coesfeld

Der Kreis Coesfeld (NRW) erweitert sein Bildungsangebot zur Klimaanpassung: Schulen können einen Klimakoffer inklusive Wärmebildkamera ausleihen. An der Ludwig-Maximilians-Universität München entwickelt, ermöglicht der Koffer zentrale Aspekte des Klimawandels eigenständig und experimentell zu erforschen. Altersgerechte Versuche veranschaulichen etwa den Treibhauseffekt sowie die Bedeutung von Reflexion und Wärmespeicherung.

Wettbewerb „abpflastern“: Einblicke aus Bremen und Bonn

Wer gewinnt die goldene Spitzhacke? Bis zum 31. Oktober 2026 entsiegeln die Bremer*innen um die Wette. Teilnehmen können alle, die eine private versiegelte Fläche zurückbauen und naturnah gestalten möchten – etwa im Vorgarten, Hinterhof, Schulhof oder auf dem Firmengelände.

Die Aktion gehört zur bundesweiten Initiative „abpflastern“, bei der verschiedene Städte gegeneinander antreten. Auch Bonn beteiligt sich: Die Stadt unterstützt Teilnehmende mit Fördermitteln und startete den Wettbewerb gemeinsam mit Düsseldorf und Köln unter dem Motto „Grau raus, Grün rein“.

WBGU: Umweltrisiken in Sicherheitsstrategien einbeziehen

Klima- und Umweltpolitik ist Sicherheitspolitik, denn Wehrhaftigkeit ist ohne gesellschaftliche Resilienz nicht möglich. In einer aktuellen Lagebeurteilung plädiert der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) für eine vieldimensionale Sicherheitsarchitektur. Fünf Themenschwerpunkte rund um Umwelt- bzw. Klimaschutz, sozialen Zusammenhalt, Desinformation, Abhängigkeiten bei Technologie und Ressourcen sowie internationale Zusammenarbeit sollte der Sicherheitsrat demnach stärker adressieren.

Klimaanpassung föderal besser planen, koordinieren und finanzieren

In einem Politikpapier und Gutachten zeigt die Wissenschaftsplattform Klimaschutz Handlungs- und Forschungsbedarfe bei der Planung, Koordination und Finanzierung von Klimaanpassungsmaßnahmen im föderalen Mehrebenensystem. Bei den insgesamt 18 Empfehlungen geht es etwa um neue Einnahmequellen, Ausnahmen für die Schuldenbremse und eine weniger strenge Zweckbindung. Außerdem empfiehlt das Papier mehr Forschung zu möglichen Wechselwirkungen zwischenKlimaanpassung und CO2-Entnahmen.

Empfehlungen für eine klimaresiliente Eventbranche

Von kleinen Stadtfesten bis zu großen Events: Wetterextreme wie Hitze, Starkregen oder Sturm können Veranstaltungen zunehmend gefährden. Wie sich die Branche besser auf Klimafolgen vorbereiten kann, hat das Forschungsprojekt „KlimaEvent“ untersucht. Am Beispiel des jährlichen „Historischen Markts“ in Bad Essen haben Forschende der Hochschule Osnabrück und der Universität Osnabrück gemeinsam mit der Kommune analysiert, wie Veranstaltungen klimaresilienter geplant und umgesetzt werden können.

Website mit Checklisten, Maßnahmen und Risikoanalysen

Ins Thema Wasser eintauchen: Daten, Videos und „Solution Labs“

„Solution Labs“ untersuchen Wassersicherheit für Mensch und Umwelt:Die Helmholtz-Gemeinschaft baut drei Labs auf, um Lösungen wie intelligente Steuerungskonzepte, Reinigungstechnologien oder Frühwarnsysteme partizipativ zu entwickeln.

Satellitendaten zeigen anhaltenden Abwärtstrend der Wasserspeicherung in Deutschland:Laut GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung gab es zum Jahresende 2025 ein Defizit von rund 25 Milliarden Tonnen Wasser im Vergleich zum Mittel seit 2002.

Kurzvideos zuAnsätzen zum Management wasserbezogener Extremereignisse: Sechs YouTube-Shorts zeigen Highlights aus der Dokumentation zurFördermaßnahme WaX des Bundesforschungsministeriums (BMFTR).

Jetzt bewerben: Preise für Hochwasservorsorge und Verkehrsplanung

Umganzheitliche, zukunftsweisende Ansätze der Hochwasservorsorgezu fördern, vergeben die Akademie Hochwasserschutz und das Deutsche Komitee Katastrophenvorsorge (DKKV) einen Preis in Höhe von 1.500 Euro, Bewerbungsfrist 30. Juni 2026. Ausgezeichnet werden Kommunen, die vorbildliche Maßnahmen und langfristige Konzepte umsetzen.

Wie können Kommunen Straßenräume und Plätze so gestalten, dass sie trotz vielfältiger Anforderungen und knapper Flächen auch der Klimaanpassung und Mobilitätswende gerecht werden? Innovative Lösungen zeichnet der 9. Deutsche Verkehrsplanungspreis von der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung und dem ökologischen Verkehrsclub aus, Bewerbungsfrist 1. Juni 2026.

DWD: Neue saisonale Klimavorhersage für März bis Juni

Es zeigen sich leichte bis moderate Tendenzen zu wärmeren Bedingungen im Frühjahr und Frühsommer 2026, so der Deutsche Wetterdienst (DWD). Zugleich betont der DWD die grundsätzlichen Unsicherheiten solcher Langfristprognosen. Die Veröffentlichung fasst die aktuellen Einschätzungen zu Temperatur‑, Niederschlags‑ und Bodenfeuchtetrends zusammen und ordnet sie wissenschaftlich ein.

Zu den saisonale Profi-Klimavorhersagen des DWD

Mehr Informationen auf der Plattform DKKV

EU-Umweltförderprogramm LIFE:Am21. April 2026wird der Förderaufruf 2026 mit vier Kategorien, eine davon „Climate change mitigation and adaptation“, veröffentlicht. Ende April und Mitte Mai gibt es Infotage von der europäischen Exekutivagentur CINEA und der bundesweiten LIFE-Beratungsstelle.

Vierter Innovative-Actions-Call:Die EU fördert innovative Maßnahmen in der Stadtentwicklung – auch in kleinen Städten. Bis 15. Juni 2026 sind Einreichungen in sechs Kategorien möglich – von Wettbewerbsfähigkeit über Sicherheit und Vorsorge bis hin zu Mobilität und vielem mehr.

Veranstaltungsreihe zum Cluster 5 von Horizont Europa: Zwischen dem 27. April und dem 7. Mai 2026 präsentiert die Nationale Kontaktstelle Klima, Energie, Mobilität (NKS KEM) des BMFTR die neuen Ausschreibungsthemen für das Jahr 2027.

Der Europäische Wissenschaftliche Beirat für Klimawandel fordert einen effektiven, gerechteren und systemischen Politikrahmen für Klimaanpassung. Für die laufenden politischen Prozesse schlägt der Beirat fünf Leitlinien vor, etwa verpflichtende, einheitliche Risikobewertungen in allen EU-Politikbereichen und -Staaten. Zudem solle man von einer höheren Erwärmung bis 2100 ausgehen, beispielsweise weil sich Europa überdurchschnittlich stark erwärmt.

Ein weiterer Bericht des Beirats geht vertiefend auf Klimaanpassung und -schutz in der Agrar- und Ernährungswirtschaft ein.

Kommunale Klimaanpassung und Klimaschutz: Fördermittel vereinfachen

Eine Studie im Auftrag der Klima-Allianz Deutschland zeigt, warum viele Kommunen bei Klimaprojekten oft schon an der Vielzahl der Förderprogramme scheitern – und wie pauschale Budgets, Positivlisten und weniger Bürokratie die Förderung deutlich einfacher machen könnten. Für die Studie hat das Deutsche Institut für Urbanistik fünf bestehende Landesprogramme in Rheinland-Pfalz, Sachsen, Niedersachsen und Thüringen analysiert.

Der „Adaptation Investment Cycle“ im Praxistest (EN)

Das EU-Projekt Pathways2Resilience stellt neue Ergebnisse zum „Adaptation Investment Cycle“,einem Prozess zur transformativen Anpassungsfinanzierung, vor. 39 Regionen wenden den Prozess derzeit an und die Studie beschreibt einige der ersten Auswirkungen, die er in London (UK), Ithaka (GR), den Marken (IT) sowie in Arnheim und Nimwegen (NL) zeigt. Die Studie unter der Leitung von Kit England (Paul Watkiss Associates) kann einen Beitrag zur Entwicklung subnationaler Finanzierungsmechanismen im bevorstehenden EU-Klimaresilienz-Rahmen leisten.

Zum Artikel in Ecological Economics (EN)

Erste Daten zu Managed-Retreat-Fällen in Europa (EN)

Der kontrollierte Rückzug – die gezielte Umsiedlung von Haushalten und Vermögenswerten zur Verringerung des Hochwasserrisikos – ist zwar umstritten, kann aber die Resilienz gefährdeter Gemeinden stärken. Weil das Thema in Europa vergleichsweise wenig erforscht war, haben Forschende der UniversitätKiel und des InstitutsDeltares (NL)Literatur- und Medienbeiträge ausgewertet.Sie fanden 44 umgesetzte oder geplante Fälle von kontrolliertem Rückzug in elf Ländern Europas – von der Umsiedlung einzelner Vermögenswerte bis hin zu mehr als 1.500 Haushalten.

Zum Artikel in Earth’s Future (EN)

Der Klimawandel verstärkt den Bewegungsmangel (EN)

Bewegen wir uns bei Hitze weniger? Ein Forschungsteam aus Argentinien, Chile und Kolumbien rund um Christian García-Witulski analysierte einen Längsschnittdatensatz aus 156 Ländern für den Zeitraum von 2000 bis 2022. Fazit: Jeder zusätzliche Monat mit einer Durchschnittstemperatur über 27,8 °C erhöhte die körperliche Inaktivität weltweit um 1,44 Prozent und in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen um 1,85 Prozent.

Zum Artikel in The Lancet Global Health (EN)

Hitze, UV-Strahlung, Extremwetter, Allergene und krankheitsübertragende Insekten – solche klimabedingten Risiken sind für Kinder besonders gefährlich. Das vom Verein BildungsCent e.V. initiierte Programm „KlimaGesundheit – Aktiv für Kitas“ hat einKlimaGesundheit-Startersetzusammengestellt. Mit einer digitalen Präventions-Fortbildung und einem Material-Paket hilft es Erziehenden dabei, Kinder ab drei Jahren besser zu schützen. Auch für kommunale Fachkräfte aus Anpassungs- und Hitzeschutzplanung oder städtischen Kitas sind die Informationen nützlich. Die nächsten Fortbildungstermine sind der 23. April und 17. Juni 2026 (Kosten: 170 Euro).

Zum Projekt in der Tatenbank

Einstiegswebinar: Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen

Schutz vor Starkregen - was Sie tun können

„Interreg im Dialog“: Klimaanpassung in Städten und Regionen

Zweites Webinar der Reihe „Interreg im Dialog“: Klimaanpassung in Städten und Regionen

Online-Seminar: Kleine Oase, große Wirkung – Begrünungsmöglichkeiten für Mieter*innen

Von Grau zu Grün: Was Entsiegelung rund ums Haus bringt

Online-Seminar zu Lösungen für Energieversorgung, Mobilität und Gebäude

  1. Bundeskongress: Grün in der Stadt 2026

HINWEISEDer Newsletter Klimafolgen und Anpassung ist ein Informationsdienst des Kompetenzzentrums Klimafolgen und Anpassung im Umweltbundesamt. Vervielfältigung mit Angabe der Quelle ist erwünscht. Bitte leiten Sie diesen Newsletter an interessierte Personen weiter.

Haben Sie Anregungen, Fragen und Hinweise zu diesem Newsletter? Möchten Sie uns auf eigene Publikationen und Termine hinweisen? Sie erreichen uns unter: kompass@uba.deHERAUSGEBERUmweltbundesamtKompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung (KomPass) Fachgebiet I 2.9Wörlitzer Platz 106844 Dessau-RoßlauTel.: +49(0) 340 2103-2416E-Mail:kompass@uba.dewww.anpassung.net

REDAKTIONSophie Adam und Achim Daschkeit, UBA KomPass

UNTERSTÜTZENDE REDAKTIONRichard Harnisch und Helena Schellig, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) (2025-2027)

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Ansätzen zum Management wasserbezogener Extremereignisse

Fördermaßnahme WaX des Bundesforschungsministeriums (BMFTR).