Kritik an Wolfsaussetzung in der Fischbeker Heide im Hamburger Naherholungsgebiet; Unsicherheit nach früherem Vorfall; CDU fordert Aufklärung zu Entscheidungsgrundlagen, Gefahrenlage, Informations- und Schutzmaßnahmen von Umweltbehörde BUKEA.

22-1697 - Anfrage CDU betr. Wolfsaussetzung in der Fischb… - Harburg

Anfrage CDU betr. Wolfsaussetzung in der Fischbeker Heide

Anfrage gem. § 27 BezVG

Anfang April wurde ein junger Wolf laut Presseberichten in der Fischbeker Heide ausgewildert. Dieses Vorgehen wirft Fragen auf.Hinzu kommt, dass der vorausgegangene Vorfall in Hamburg zu erheblicher Verunsicherung geführt hat. Die Fischbeker Heide ist nicht nur ein sensibler Naturraum, sondern zugleich ein stark frequentiertes Naherholungsgebiet, das von Spaziergängern, Familien, Hundehaltern und Erholungssuchenden genutzt und auch von Kindern und Jugendlichen regelmäßig aufgesucht wird. Vor diesem Hintergrund besteht ein besonderes öffentliches Interesse an einer zeitnahen Aufklärung der Entscheidungsgrundlagen, der Gefährdungsbewertung sowie der vorgesehenen Schutz- und Informationsmaßnahmen. Insbesondere besteht Klärungsbedarf, auf welcher Grundlage die Auswilderung ausgerechnet in der Fischbeker Heide erfolgte, welche Schutz- und Informationsmaßnahmen vorgesehen sind und wie bei weiteren Annäherungen an Siedlungsbereiche oder an von Kindern und Jugendlichen genutzte Bereiche verfahren werden soll.Daher bitten wir dieBehörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) um die Beantwortung folgender Fragen:

Warum wurde der Wolf in der Fischbeker Heide ausgesetzt?

Wer hat die Entscheidung getroffen und auf welcher Grundlage erfolgte sie?

Warum wurde die Bezirkspolitik hierüber nicht vorab informiert?

Welche Regionen standen alternativ noch zur Auswahl?

Welche Gefahren sieht die BUKEA für Personen, falls es zu einer Begegnung mit dem Wolf kommt und diese sich falsch verhalten?

Gehen vom Wolf Gefahren für andere Tiere in der Fischbeker Heide aus?

Welche Maßnahmen wurden getroffen, damit es nicht zu Gefahrensituationen durch falsches Verhalten von Personen kommt?

Wurde die zuständige Jägerschaft vor der Aussetzung eingebunden, und wie wird sie über den aktuellen Standort des Wolfes informiert?

Welche Konsequenzen hätte eine erneute Annäherung an Siedlungen oder an Menschen?

Existiert ein Meldesystem für Wolfssichtungen?

Wann erfolgt die Umsetzung der Aufstellung von Hinweisschildern zum richtigen Verhalten bei Wolfsbegegnungen?

Wird die Anzahl der Ranger verstärkt?

Wie bewertet die BUKEA die Gefahr eines erlernten problematischen Verhaltens gegenüber Menschen nach dem vorausgegangenen Vorfall in Hamburg?

Wurden Möglichkeiten einer Unterbringung oder Aussetzung in anderen Bundesländern geprüft, und falls ja, aus welchen Gründen kamen diese nicht in Betracht?

Welche Kosten sind bisher angefallen?

Was kostet die Beobachtung und wie lange ist die Beobachtung geplant?

Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.

Hosting gesponsert von:Gebäudereiniger Software Fortytools