Herrenberg plant massive Erhöhung der Bewohnerparkgebühren, bis zu 365 Euro jährlich drohen. Belastung trifft hauptsächlich Geringverdiener. Kritik: Bewohnerparken als verkappte Armensteuer, Debatte über soziale Gerechtigkeit entfacht. Herrenberg: Bewohnerparken: Nicht in der maximalen Höhe - Landkreis Böblingen HerrenbergBewohnerparken: Nicht in der maximalen Höhe Die hohen Preise beim Bewohnerparken treffen vor allem die Bürger der Unterschicht, meint unser Kommentator. Nur ein paar Tage ist es her, dass diegroße Koalition in BerlindieEntlastung der Autofahrer durchdie hohen Spritpreisein Aussicht gestellt hat. Kluge Köpfe hatten über das Für und Wider beraten, versucht, im Bundeshaushalt Summen zu verschieben, um die Senkung der Mineralölsteuer möglich zu machen, damit auch ärmeren Autofahrern noch etwas im Geldbeutel übrig bleibt. Im Finanzausschuss inHerrenbergwar man sich dagegen über die Fraktionen hinweg einig:Bis zu 365 Euro pro Jahr will Herrenberg den Bürgern abknöpfen, dafür, dass sie vor ihrer Wohnung auf öffentlichen Straßen parken können. Was der Bund den Autofahrern also an finanzieller Hilfe gewährt, das zieht ihnen die Stadt Herrenberg wieder aus der Tasche. Letztlich ist das eine versteckte Mieterhöhung. Geht man von einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 70 Quadratmetern und einer Kaltmiete von 13 Euro aus, dann bedeutet das Bewohnerparken für 365 Euro jährlich etwa drei Prozent Mieterhöhung. Den Hinweis, man könne alternativ den ÖPNV nutzen, kann man sich angesichts des desolaten Zustands der Deutschen Bahn an dieser Stelle schenken. Dass Bewohnerparken vor allem ärmere Bevölkerungsschichten trifft, ist leicht einzusehen. Bürger aus der oberen Mittel- und der Oberschicht schaffen es, Wohneigentum zu erwerben und besitzen Garagen oder Tiefgaragenstellplätze. Sie trifft das Bewohnerparken also nicht. Besonders bizarr war ein Hinweis im Ausschuss, Bewohnerparken diene der sozialen Gerechtigkeit, weil ein Tiefgaragenstellplatz oder eine Garage rund 40 000 Euro koste, die ein Laternenparker nicht zahlen würde. Nur: Wer sich einen Stellplatz oder eine Garage für rund 40 000 Euro kauft, der hat ja auch den Gegenwert eben dieser 40 000 Euro, und darüber hinaus noch eine veritable Geldanlage. Der Arme hat nichts. Die Stadt Herrenberg ist also kurz davor, eine verkappte Armensteuer einzuführen. Das Argument, Bewohnerparken diene dazu, den Parkdruck von den Straßen zu nehmen, muss man gelten lassen, aber nicht um jeden Preis. Das Bewohnerparken darf also niemals in der maximalen Höhe umgesetzt werden. Bewohnerparken: Nicht in der maximalen Höhe Politischer Streit in LeonbergWas darf eine Stadt kosten? K.O.-Tropfen-Tagung in SindelfingenVom Partner betäubt: „Ich hätte mir das nie vorstellen können“ Feuerwehreinsatz in SteinenbronnSchuppen und Garage brennen nieder – Einsatzkräfte verhindern Schlimmeres Regionale IndustriegeschichteWarum es ausgerechnet in Leonberg den ersten großen Streik gab SindelfingenUnternehmen Pflieger zu hohen Dieselpreisen: „Die Situation ist sehr kritisch“ Großeinsatz in HerrenbergKühlmittel ausgetreten – Kaufland geräumt und geschlossen Stellplätze in HerrenbergBewohnerparken könnte richtig teuer werden Böblinger PsychologinZu große Nachfrage – Patienten abzuweisen, tut Heike Baltzer von Herzen leid Einschulung in BöblingenWorauf es beim Kauf des ersten Schulranzens wirklich ankommt Kaltes Wetter vor OsternMandeln und Aprikosen auf Streuobstwiesen: „Da ist fast alles erfroren“ Die Debatte um eine Skater-Anlage zeigt den an Irrsinn grenzenden Bürokratismus, wirft aber auch grundsätzliche Fragen auf, meint Leonberger Redaktionsleiter Thomas K. Slotwinski. Fälle von K.O.-Tropfen sind kein reines Partyphänomen. Viele Fälle finden im sozialen Nahraum statt. Die Täter sind Männer, die Opfer meist Frauen und die Abgründe kaum vorstellbar. Ein Schuppen und eine Garage in Steinenbronn brennen am Freitag nieder. Die Feuerwehr kann verhindern, dass die Flammen auf ein Wohnhaus übergreifen. Was bekannt ist. Von 140 Jahren hat in Leonberg die industrielle Fabrikation von Schuhen begonnen. Deren wechselvolle Geschichte endet nun mit der Umwandlung des letzten Produktionsstandortes Pflieger-Geschäftsführer Dirk Neurath hofft auf Hilfe. Und der Berufsverband der Omnibusunternehmen warnt: Die hohen Preise gefährdeten den Busverkehr. Im Kaufland kommt es zu zwei Großeinsätzen wegen ausgetretenem Kühlmittel. Mehrere Menschen haben Atemwegsreizungen. Der Markt muss schließen – am Samstag ist er wieder geöffnet. Auf weit mehr als das Doppelte könnte das Bewohnerparken in Herrenberg steigen. Der Finanzausschuss stellte dafür jetzt die Weichen. Eigentlich ist die Böblinger Psychotherapeutin Heike Baltzer gegen eine Zwei-Klassen-Medizin. Wegen der Honorarkürzungen wird sie nun aber wohl auch Privatpatienten behandeln. Rund um die Osterzeit werden oft Schulranzen für die künftigen Erstklässler gekauft. Bis heute steckt in diesem Einkauf ein ganz besonderer Zauber. Was Eltern wissen sollten. Das veränderte Klima beeinflusst auch die Streuobstwiesen im Kreis Böblingen. Manfred Nuber, „Mr. Obstbau“ genannt, erklärt wie. --- Source: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.herrenberg-bewohnerparken-nicht-in-der-maximalen-hoehe.35c95863-fcf7-400f-91d7-05d2d1f7dffc.html sdDatePublished: 2026-04-18T06:25:00Z Topics: local government policy, public finance, poverty, newspaper Locations: Germany, Böblingen, Berlin