OB Knecht kritisiert Sondierungspapier der künftigen Landesregierung für fehlende Berücksichtigung von Kommunen; finanzielle Engpässe bei Kinderbetreuung; Kostenlast bei Kitas belastet Ludwigsburg; Forderung nach vollständiger Finanzierung.

Neue Landesregierung: OB Knecht kritisiert Sondierungspapier: „Kein Punkt richtet sich an Kommunen“ - Landkreis Ludwigsburg

Neue LandesregierungOB Knecht kritisiert Sondierungspapier: „Kein Punkt richtet sich an Kommunen“

Die künftige baden-württembergische Landesregierung hat sich in dieser Woche auf ein Sondierungspapier geeinigt. Ludwigsburgs Oberbürgermeister sieht einen gravierenden Schwachpunkt.

Mehr als 40 Punkte umfasst das Sondierungspapier, auf dessen Grundlage die Grünen und die CDUkünftig Baden-Württemberg regieren wollen. Wenn es nach Ludwigsburgs Oberbürgermeister Matthias Knecht geht, fehlt dennoch ein zentraler Aspekt: Knecht sieht die Wichtigkeit der Kommunen nicht angemessen berücksichtigt.

„Es gibt keinen Punkt, der sich ausdrücklich und ausschließlich an die Kommunen richtet, ihre Rolle als Fundament der öffentlichen Verwaltung hervorhebt und ihre Bedeutung für das Staatswesen entsprechend würdigt“, wird Knecht in einer Pressemeldung von Freitag zitiert. Er hätte sich insbesondere gewünscht, dass die Sondierung von Grünen und CDU Aufgaben, Belastungen und zentrale Funktion der Kommunen thematisiert hätte.

In erster Linie geht es dem OB dabei laut Mitteilung ums Geld: Es wäre wichtig gewesen, die Wichtigkeit der Kommunen explizit festzuschreiben, sodass sich daraus „eine verlässliche und grundlegende Förderzusage ableiten lässt“. Schließlich sei eine angespannte kommunale Finanzlage mit Haushaltssperren oder dem Zurückstellen notwendiger Investitionen vielerorts Realität –auch in Ludwigsburg.

Ludwigsburgs OB KnechtPriorität Bildung: „Darf nicht vom Geld der Eltern abhängen“

Als hilfreichen, aber nicht ausreichenden Schritt bewertet Knecht den Plan der künftigenLandesregierung, das letzte Kindergartenjahr sowohl für Eltern als auch für Kommunen kostenfrei werden zu lassen. „Das verschafft uns zwar mit einer Kostensenkung von 4,65 Millionen Euro finanziell etwas Luft“, so Knecht. „Dennoch bleibt der übrige Bereich bei der Kinderbetreuung der Drei- bis Sechsjährigen weiterhin deutlich unterfinanziert zu Lasten der Kommunen.“

7,35 Millionen Euro Kosten für Kitas bleiben

Die müsse laut Pressemeldung auch künftig Betriebskosten der freien Träger mit 63 Prozent bezuschussen, erhalte aber vom Land dafür nur 20 Prozent Zuschuss – 7,35 Millionen Euro jährlich müsse die Stadt weiterhin selbst aufbringen. „Das ist immer noch eine dramatische Lücke für Kommunen im Bereich der Kinderbetreuung der Drei- bis Sechsjährigen. Daher bestehen wir auf unserer Forderung, dass das Land nicht nur letztes Kitajahr, sondern die gesamte Zeit angemessen finanziert“, betont Knecht.

Unzureichend berücksichtig sieht er außerdem, die freiwilligen Aufgaben der Kommunen in Sport, Kultur, Sozialem und Wirtschaft – es könne nicht sein, dass sich Kommunen kaputt sparten und mitunter Gewerbesteuern erhöhen zu müssen: „Das läuft wiederum dem wirtschaftsnahen Ansatz des Koalitionspapiers zuwider.“

Sparmaßnahmen bremsen nicht nur den Kita-Neubau aus. Im Interview spricht Ludwigsburgs Oberbürgermeister darüber, welche Projekte trotzdem gelingen und welche Sorge ihn umtreibt.

OB Knecht kritisiert Sondierungspapier: „Kein Punkt richtet sich an Kommunen“

Abteilungsleiter Finanzen, Mitglieder und Services (m

d) - Strategie und Grundsatzfragen

Firmenjubiläum150 Jahre Arta: Das Handwerk zwischen Erfolgsmeldungen und Wirtschaftskrise

Blühendes BarockDie schönsten Bilder vom Ballonblühen in Ludwigsburg

In GemmrigheimEnde einer Ära – Metzgerei Schweiker schließt nach 70 Jahren

Fall „Frost“ vor GerichtZeugenberichte zu Schüssen in Tamm: „Ich habe lange unter Angst gelitten“

Kriminalstatistik 2025Straftaten in Ludwigsburg bleiben im Rahmen – doch einiges fällt auf

Kontrolle deckt Mängel aufFußballcenter in Kornwestheim bis auf Weiteres geschlossen

Bei Kontrolle erwischtRaser mit 156 km

h in Gerlingen erwischt – Lappen ist weg

Zwei Verletzte in Marbach„Hier sollte mehr Security sein“ – Große Verunsicherung nach Schüssen am Bahnhof

Grundschule in LudwigsburgUnsicherer Schulweg: „Elterntaxis auf dem Radweg, dazu viel Verkehr“

höchst küchenmanufaktur Inh. Dominik Höchst e.K.

Die Ludwigsburger Handwerksgruppe ist stolz auf die Vergangenheit und die Gegenwart. Zum Jubiläum erkennen Kraft Junior und Senior viele positive Entwicklungen im Handwerk

Die Veranstalter des Ballonblühens im Blühenden Barock wollen in diesem Jahr den Zuschauerrekord knacken. Das sind die schönsten Bilder vom Auftakt am Freitag.

Veganer Fleischersatz und ein „Wurstomat“: Die Metzgerei Schweiker in Gemmrigheim (Kreis Ludwigsburg) ist mit der Zeit gegangen. Warum nun Schluss ist, erklärt Chef Michael Schweiker.

Am zweiten Prozesstag zum Vorwurf des versuchten Mordes in Tamm lag der Fokus auf der Zeit vor und nach den Schüssen. Die Angeklagten scheinen recht unvorsichtig gewesen zu sein.

In der Summe gab es in Ludwigsburg im Jahr 2025 nicht außergewöhnlich viele Straftaten. Trotzdem lohnt sich der Blick auf einige Auffälligkeiten – denn teilweise wird es bizarr.

Nach einer unangekündigten Kontrolle lässt die Stadtverwaltung das Fußballcenter mit seinen fünf Soccer-Courts schließen. Zwei Gründe sind entscheidend.

Raserei kommt nicht nur bei illegalen Autorennen vor – die Polizei blitzte in Gerlingen (Landkreis Ludwigsburg) einen Mann, der viel zu schnell fuhr.

Was geschah am Donnerstagabend am Bahnhof in Marbach? Das fragen sich Passanten am Tag darauf. Am Morgen nach der Auseinandersetzung sind noch Spuren sichtbar.

In der Ludwigsburger Gartenstraße herrscht zu Stoßzeiten ein für Schüler gefährliches Verkehrschaos. Eine Straße weiter scheint man eine Lösung gefunden zu haben – oder?