BVB-Patzer ermöglicht Bayern vorzeitiges Meisterschaftsfinale; Dortmund verliert gegen Hoffenheim nach zwei Handelfmetern, Bayerns Titel bei kleinem Punktgewinn sicher. Marie-Louise Etas Trainerdebüt mit Niederlage, Werder siegt im Nordderby.

Fußball-Bundesliga: BVB-Patzer macht Bayern-Krönung möglich - Fußball-Bundesliga

Dortmund verliert - der Weg ist frei für die mögliche Meisterfeier der Bayern an diesem Sonntag. Und sonst? Das Debüt von Marie-Louise Eta geht daneben, Werder siegt im Nordderby.

Berlin - Der FC Bayern kann nach einer Pleite mit zwei Handelfmetern von Borussia Dortmund an diesem Sonntag den vorzeitigen Titeltriumph schon mit einem Remis perfekt machen. Der BVB unterlag bei der TSG 1899 Hoffenheim 1:2 (0:1) und hat zwölf Punkte Rückstand auf den deutschen Fußball-Rekordmeister an der Spitze derBundesliga-Tabelle. Holen die Münchner daheim gegen den VfB Stuttgart an diesem Sonntag (17.30 Uhr

DAZN) einen Punkt, sind sie Meister - zum 35. Mal.

Das mit ebenfalls größter Aufmerksamkeit begleitete Debüt von Marie-Louise Eta als erste Cheftrainerin im Oberhaus endete ebenfalls mit einer Niederlage. Der noch nicht gerettete 1. FC Union Berlin unterlag zuhause dem Tabellenvorletzten VfL Wolfsburg mit 1:2 (0:1). Im Nordderby feierte der SV Werder Bremen gegen den Hamburger SV nicht nur einen prestigeträchtigen, sondern auch im Kampf gegen den Abstieg wichtigen 3:1 (1:1)-Heimsieg mit mehreren Platzverweisen in der Schlussphase. Bayer 04 Leverkusen unterlag dem FC Augsburg spät mit 1:2 (1:1).

Über diese Szene bei der BVB-Pleite dürfte noch länger diskutiert werden: Dortmunds Verteidiger Niklas Süle rutschte an der Strafraumgrenze aus, fiel und blieb mit Schmerzen liegen. Dabei bekam er den Ball den Arm geschossen. Nach Ansicht der Videobilder stand fest: Handelfmeter für Hoffenheim. Die Chance ließ sich Andrej Kramaric (42. Minute) nicht nehmen. Der BVB glich spät durch Serhou Guirassy (87.) noch aus und hatte für einige Momente 13 Punkte Vorsprung auf Rang fünf und die Champions-League-Teilnahme sicher. Doch ein erneuter Handelfmeter, wieder verwandelt von Kramaric (90. +8), sorgte spät für den Hoffenheimer Sieg.

Das Debüt von Unions Cheftrainerin

Maskottchen Ritter Keule herzte Marie-Louise Eta noch mal ganz lang, dann wurde es ernst. Und es dauerte nicht lange, da bekam die Euphorie in der Alten Försterei einen schweren Dämpfer. Wolfsburgs Patrick Wimmer (11.) konnte sich recht ungehindert in der Mitte durchsetzen und schlenzte den Ball aus über 20 Metern mit dem Außenrist ins Unioner Tor. Kurz nach der Pause erhöhte Dženan Pejčinović (46.) auf 2:0 - erneut zeigte die Union-Abwehr erschreckende Defizite. Union gelang nur noch der Anschlusstreffer durch Oliver Burke (86.)

Die Berliner hatten vor einer Woche beim Schlusslicht 1. FC Heidenheim verloren, daraufhin hatte Steffen Baumgart seinen Trainerposten räumen müssen. Wolfsburg darf im Kampf gegen den Abstieg weiter hoffen.

Ein Sieg im Prestigeduell mit hitziger Schlussphase

Diese drei Punkten haben für Werder-Fans doppelten Wert. Im Kampf gegen den Abstieg haben die Bremer nun fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. Und nebenbei zogen die Bremer nach Punkten mit dem Nord-Erzrivalen gleich (beide 31). Mit einem Doppelpack wurde Jens Stage (37. und 57.) zum gefeierten Helden der Gastgeber.

Der HSV, der mit einem Sieg den Verbleib nach dem Aufstieg vor knapp einem Jahr fast sicher gehabt hätte, hatte zwischenzeitig durch Robert Glatzel (41.) ausgeglichen, in der Schlussminute aber in Unterzahl gespielt. Philip Otele (79.) bekam die Rote Karte und Cameron Puertas (90.+1) erhöhte. Danach sahen Bremens Jan Hoepner (90.+2) und Hamburgs Loic Favé (90.+3) auch noch Rot.

20 Siege in 31 Spielen. Im 32. Duell reichte es für Bayer Leverkusen gegen den FC Augsburg nicht mal zu einem Punkt. Patrik Schick (12.) brachte Bayer in Führung, nur drei Minuten später traf Fabian Rieder. Und eben dieser sorgte dann für Entsetzen unter den Bayer-Fans: In der siebten Minute der Nachspielzeit traf er zum 2:1 vom Elfmeterpunkt. Der Kampf um einen Champions-League-Platz bleibt für Leverkusen ein hartes Stück Arbeit, Augsburg festigte seinen Mittelfeldplatz.

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