Schüsse am Marbacher Bahnhof sorgen für Verunsicherung; zwei Männer verletzt, Täter entkommen. Forderungen nach mehr Security. Polizei findet Patronenhülsen, Hintergründe unklar, Ermittlungen laufen, Zeugen gesucht. Zwei Verletzte in Marbach„Hier sollte mehr Security sein“ – Große Verunsicherung nach Schüssen am Bahnhof Zwei Verletzte in Marbach„Hier sollte mehr Security sein“ – Große Verunsicherung nach Schüssen am Bahnhof Was geschah am Donnerstagabend am Bahnhof in Marbach? Das fragen sich Passanten am Tag darauf. Am Morgen nach der Auseinandersetzung sind noch Spuren sichtbar. Der MarbacherBahnhofam Freitagvormittag: Die Sonne scheint auf den Vorplatz, Busse und Autos sind unterwegs, Menschen eilen zur Bahn oder schlendern des Weges. Und doch ist nicht alles wie immer. Denn am Donnerstagabend sind hierSchüssegefallen, zwei Menschen wurden verletzt. Das ist Stadtgespräch inMarbach– am Bahnhof ist der Gewaltausbruch in Form von grünen Farbkringeln auf dem Asphalt zu erkennen. Dort hat diePolizeinach der Tat Patronenhülsen und andere Beweisstücke gefunden. „Was? Hier sind Schüsse gefallen?“ Etwa zehn solcher Kringel sind am Vorplatz vor der Treppe zur Unterführung, am Weg Richtung L’Isle-Adam-Park und auf der Straße zum Busbahnhof zu sehen. Eine Frau, die gerade über den Platz läuft, guckt sich interessiert um. „Was? Hier sind Schüsse gefallen?“, fragt sie erschrocken, als sie angesprochen wird. Sie hatte sich eigentlich deshalb am Bahnhof umgesehen, weil hier am Tag zuvor eine große Aktion über die Bühne ging: Die Bahn hatte einen Frühjahrsputz organisiert, bei dem rund 50 haupt- und ehrenamtliche Helfer das ganze Bahnhofsgelände gründlich gereinigt hatten. Gewalt am BahnhofSchüsse in Marbach – und wieder diese Floskeln Die Aktion für Sauberkeit und gefühlte Sicherheit fand am Donnerstagvormittag statt – im Kontrast dazu steht die Gewalt am Abend. Gegen 19.15 Uhr, so die Polizei, kam es zu einer „handgreiflichen Auseinandersetzung“. Fünf bis sechs Personen griffen zwei Männer im Alter von 19 und 44 Jahren an. Erst wurde geschlagen und getreten, dann sollen mehrere Schüsse abgefeuert worden sein, mutmaßlich mit Schreckschuss- oder Druckgaspistolen, so die Polizei am Freitagvormittag. Die Hintergründe der Tat seien noch unklar. Die Gruppe der Täter trat nach der Attacke die Flucht an. Der 19- und der 44-Jährige wurden vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Eine sofort eingeleitete Fahndung führte nicht zur Ergreifung der Unbekannten. Die aktive Fahndung läuft zwar nicht mehr, die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung dauern weiter an. Zudem sucht die Polizei noch Zeugen der Tat, die sich unter 07144 9000 oder marbach-neckar.prev@polizei.bwl.de melden mögen. Von insgesamt sechs Schüssen ist in einer Facebook-Gruppe die Rede. Eine Mitarbeiterin des Bahnhofskiosks zählte am Donnerstagabend vier Schüsse, berichtet ihre Kollegin, die am Freitagmorgen im Laden steht. „Alle Kunden sprechen uns darauf an“, sagt sie. Sie wurde am Abend von ihrer Kollegin per WhatsApp darüber informiert, dass die Polizei gegen 18.30 Uhr am Bahnhof nach jemandem gesucht hatte. Später seien dann die Schüsse gefallen, Polizei und Krankenwagen waren vor Ort. Schüsse am Bahnhof in MarbachUnbekannte gehen auf 19- und 44-Jährigen los – Opfer im Krankenhaus Ein Taxifahrer, der am Freitagmorgen auf Kunden wartet, war zwar am Donnerstagabend schon im Feierabend, ist aber privat am Marbacher Bahnhof vorbeigefahren. „Ich habe viel Blaulicht gesehen“, berichtet der Mann. Auch weiter unten an der Straße, am Abzweig zum ehemaligen Krankenhaus, seien Polizeiautos gestanden. „Dann habe ich online gesehen, was passiert ist. Natürlich bin ich froh, dass ich an dem Abend nicht vor Ort war.“ Fühlt er sich unsicher am Marbacher Bahnhof? „Es ist schon oft was los hier“, sagt der Taxifahrer. „Aber wahrscheinlich ist das an allen Bahnhöfen so.“ Ein komisches Gefühl wegen des Vorfalls hat er jetzt „eigentlich nicht“. „Hier sollte mehr Security sein.“ Im Gegensatz zu der Dame, die eben erschrocken auf die Nachricht reagiert hatte. „Hier ist in letzter Zeit so viel passiert“, sagt sie. „Als Frau fühle ich mich da abends nicht wohl, obwohl ich kein Angsthase bin.“ Sorgen mache sie sich auch um ihren Sohn im Teenager-Alter, der oft am Marbacher Bahnhof ankomme oder abfahre. Auch er fühle sich nicht sicher. Auch die Verkäuferinnen im Bahnhofskiosk sind verunsichert. „Heute Morgen habe ich mich echt gefürchtet“, sagt eine. Und die andere ergänzt: „Hier sollte mehr Security sein.“ Der Marbacher Bürgermeister Jan Trost hatte sich gleich am Freitagmorgen bei der Polizei nach der Tat erkundigt und „die klare Botschaft erhalten, dass sich die Bevölkerung keine Sorgen machen muss“. Darüber hinaus könne er Stand jetzt „angesichts der spekulativen Lage keine seriöse Auskunft treffen. Sobald mir die Informationen seitens der Kripo vorliegen, kann ich eine fundierte Stellungnahme abgeben.“ Nach den Schüssen der vergangenen Monate heißt es stets: „keine Gefahr für die Bevölkerung“. Das mag formal stimmen, sagt Redakteur Emanuel Hege – wirkt aber realitätsfern. Die Schüsse am Bahnhof in Marbach haben einem 19- und einem 44-Jährigen gegolten. Sie waren von Unbekannten angegriffen worden. Die Hintergründe sind bislang noch unklar. Schüsse in Marbach am Bahnhof: „Hier sollte mehr Security sein“ In GemmrigheimEnde einer Ära – Metzgerei Schweiker schließt nach 70 Jahren Fall „Frost“ vor GerichtZeugenberichte zu Schüssen in Tamm: „Ich habe lange unter Angst gelitten“ Kriminalstatistik 2025Straftaten in Ludwigsburg bleiben im Rahmen – doch einiges fällt auf Kontrolle deckt Mängel aufFußballcenter in Kornwestheim bis auf Weiteres geschlossen Bei Kontrolle erwischtRaser mit 156 km h in Gerlingen erwischt – Lappen ist weg Grundschule in LudwigsburgUnsicherer Schulweg: „Elterntaxis auf dem Radweg, dazu viel Verkehr“ Basketball BundesligaMHP-Riesen und Stadt wollen Basketball in Ludwigsburg omnipräsent machen Abschied aus Gemeinderat GerlingenBarbara Günther verlässt Rat: Stadt verliert energische Stimme für Schwächere Veganer Fleischersatz und ein „Wurstomat“: Die Metzgerei Schweiker in Gemmrigheim (Kreis Ludwigsburg) ist mit der Zeit gegangen. Warum nun Schluss ist, erklärt Chef Michael Schweiker. Am zweiten Prozesstag zum Vorwurf des versuchten Mordes in Tamm lag der Fokus auf der Zeit vor und nach den Schüssen. Die Angeklagten scheinen recht unvorsichtig gewesen zu sein. In der Summe gab es in Ludwigsburg im Jahr 2025 nicht außergewöhnlich viele Straftaten. Trotzdem lohnt sich der Blick auf einige Auffälligkeiten – denn teilweise wird es bizarr. Nach einer unangekündigten Kontrolle lässt die Stadtverwaltung das Fußballcenter mit seinen fünf Soccer-Courts schließen. Zwei Gründe sind entscheidend. Raserei kommt nicht nur bei illegalen Autorennen vor – die Polizei blitzte in Gerlingen (Landkreis Ludwigsburg) einen Mann, der viel zu schnell fuhr. In der Ludwigsburger Gartenstraße herrscht zu Stoßzeiten ein für Schüler gefährliches Verkehrschaos. Eine Straße weiter scheint man eine Lösung gefunden zu haben – oder? Basketball soll künftig in Ludwigsburg durch die Innovationsplattform „ArenaLab“ rund um die Uhr gedacht werden. Dabei setzen drei Partner auch auf ein neues Mobilitätskonzept. Nach 20 Jahren verlässt Barbara Günther (SPD) den Gerlinger Gemeinderat. Sie verweist dabei auf wachsenden Druck in der Politik – bleibt aber ehrenamtlich weiter aktiv. --- Source: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.schuesse-in-marbach-am-bahnhof-hier-sollte-mehr-security-sein.7c8bc498-d4fa-4de9-ae65-2e2d4857429e.html sdDatePublished: 2026-04-18T06:12:00Z Topics: crime, law enforcement, injury Locations: Ludwigsburg, Stuttgart